
IRON INGO Cleveland Indoor Air Festival 2010
Am 11. Dezember 2010 war es
mal wieder soweit, Cleveland Metal at its finest! Fast auf den Tag genau 1 Jahr
nach dem 25th anniversary Auburn Festival traf man sich wieder im Beachland
Ballroom, um das 26jährige Bestehen von Bill Peters Kultlabel Auburn Records zu
feiern sowie überhaupt der Metalszene Clevelands ein eintrittsfreies Event zu
ermöglichen an dem Bill Peters persönlich länger als 24 Stunden am Stück für
Vorbereitung, Aufbau, Durchführung und Abbau am Tage des Festivals durchgeackert
hatte.
An dieser Stelle schon mal ein großes Lob und Dankeschön an alle Helfer und
Techniker, die dieses Festival überhaupt erst ermöglichen konnten. Wie auch im
Jahr 2009 war dieses Festival eine Charity Veranstaltung, da alle Besucher im
Vorfeld aufgerufen wurden für die Cleveland Foodbank Essen und Trinken zu
spenden und es wurde ein großer Erfolg, denn die Spenden für dieses Festival
waren ungefähr dreimal so groß wie im Jahr zuvor, vielen Dank sei hiermit
ausdrücklich noch mal allen metalheads gesagt die dieses Event mit ihren
großzügigen Spenden so klasse unterstützt haben!
Die Türen des Beachland Ballroom öffneten sich um 15.30 Uhr (3.30p.m.) und pünktlich um 16.00 Uhr (4.00 p.m.) enterten nach einer kurzen Anmoderation GROUND ZERO die Bühne und feuerten mit „Mass Chaos“ das erste Stück des Festivals in die Zuschauerreihen. Ihr gradliniger kraftvoller Metal konnte die schon früh anwesenden metalheads voll überzeugen und ich bin mir sicher schon bald einiges mehr dieser tollen Band zu hören, ein Start nach Maß!
GROUND ZERO hatten folgende setlist:
1. Mass Chaos
2. We Demolish
3. T.K.O.
4. This Means War (eigenes Stück, kein Tank cover!)
5. Lethal Injection
6. Frozen Christ
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Auch bei diesem Festival war die Anmoderation der Bands wieder ein pures Vergnügen, war doch auch diesmal wieder die wunderbare Chris Emig der Band Cellbound an der Seite des geneigten Schreibers dieser Zeilen.


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Mit VENOMIN JAMES folgte dann eine Band, die sich dem Stonerrock verschrieben hat und live on stage mit ihrem groovigen hart rockenden Sound beeindrucken konnten, es ist doch immer ein gewaltiger Unterschied eine Band nur von CD zu hören, oder die Musiker in Action auf der Bühne erleben zu können.
Alle europäischen Fans können sich diesen Sommer auch selbst von den Live-Qualitäten dieser Truppe überzeugen, denn VENOMIN JAMES spielen im kommenden Sommer 2011 auf dem Wacken Open Air!
VENOMIN JAMES setlist:
Make No Mistake
Cosmonaut
Tierra Muerta
Dire Days
El Brujo
Make No Mistake (outro reprise)
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Mit ETERNAL LEGACY folgte eine der wohl talentiertesten Bands der neueren Generation die es vorzüglich verstehen Power und Melodie in ihren großartigen Songs verschmelzen zu lassen. Sänger Jason Vanek hat stimmlich seit dem ersten Album „The Coming Of The Tempest“ aus dem Jahr 2007 noch einmal richtig nachgelegt und verleiht dem epischen Power-Metal mit seiner kraftvollen Stimme die richtige Würze.
Überhaupt muss man sagen, dass sich ETERNAL LEGACY mit ihrem zweiten starken Album „Lifeless Alive“ in die richtige Richtung bewegt haben, hat man doch überflüssiges keyboard-Geklimper völlig über Bord geworfen. Aufgrund der sehr guten Kontakte nach Europa und speziell nach Deutschland von Label Boss Bill Peters haben ETERNAL LEGACY in den letzten Jahren schon beim H.O.A. und auch beim großen W:O:A die deutschen Fans begeistern können und mit deren Live-Präsenz ist von diesen jungen Wilden sicherlich noch einiges zu erwarten.

Setlist ETERNAL LEGACY:
Shadow Of Revolution
Greed
Eyes Without A Soul
While You Bleed
5. Lifeless Alive
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Erstaunlich früh am Abend betraten mit DESTRUCTOR eine Metal-Legende die Bühne, um nicht weniger als 5 (!) neue Stücke ins Publikum zu feuern und legt man diese zugrunde, wird das in diesem Jahr 2011 neu erscheinende Album nach der grandiosen „Forever In Leather“ wohl wieder ein echter Kracher werden!
Gleich der Opener „Metal Till Death“ zeigte die konsequente Marschrichtung und bügelte wie eine Dampfwalze übers Publikum hinweg. Die charismatische Stimme von Dave Overkill, die zweifelsohne zu DESTRUCTOR gehört wie Stromgitarren zum Heavy Metal, hat den Zuschauern richtig eingeheizt und der ständig pumpende Hochgeschwindigkeits-Metal ließ keine Sekunde der Verschnaufpause. Absolut tight und mit großer Power wurden die neuen Stücke den begeisterten metalheads um die Ohren gejagt und mit „Precision Devastation“ gab es nur einen bereits bekannten Kracher vom „Forever In Leather“ Album. Hoffentlich kommt schon bald das neue Album!!!

Setlist DESTRUCTOR:
Metal Till Death
Precision Devastation
Evil Winds (instrumental)
Smash Your Skulls With Power
Metal Spike Deep
Keep The Faith
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Das qualitativ hochwertige billing wurde danach von H.A.T.E. fortgesetzt und die Mannen um Fronter Greg „Wags“ Wagner, der unter anderem auch das Mikro bei BREAKER schwingt, startete mit „Battering Ram“ dann auch gleich durch und konnte mühelos den Geräuschpegel im Publikum halten. Mit dem starken „Twist Of Hate“ hatte man zugleich noch einen der Ohrwürmer des Abends im Gepäck. H.A.T.E. bestechen durch klassischen U.S.-Metal, der jeden der sich als Metalfan bezeichnet begeistern dürfte.
Mit Sicherheit wären auch H.A.T.E. eine große Bereicherung für jedes einschlägig bekannte Metal-Festival in Deutschland, den Fans sollte auf keinen Fall diese coole Band live on stage vorenthalten werden!
Setlist H.A.T.E.
Battering Ram
You Can´t Grind
Hitman
Twist Of Hate
Inject The Infection
Top Of The Chain
Schizo
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Als großer Glücksfall stellte sich die Zusage der Cleveland Burlesque Company heraus, nicht nur das der ohrenbetäubte Metaller nun hauptsächlich Genuss für die Augen serviert bekam, so stellte sich schnell heraus, das während der Darbietung der Burlesque Girls noch jede Menge cash donations, sprich Dollars als Spende für die Cleveland Foodbank eingesammelt werden konnte.
Auch nach Aussage der bezaubernden Aurora Sans war es für die Mädels sehr ungewöhnlich, aber auch aufregend mal vor einer Meute Metalfans zu performen. Zu späterer Stunde sollte dann auch noch ein zweiter Auftritt der Cleveland Burlesque Company folgen.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Mädels, die diesem Festival eine besondere erotische Note verliehen.

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Wie man von einer erotischen Stimmung sehr schnell wieder in elektrisierte, schwitzende und grölende Metalmonster zurückmutieren kann hat uns dann der Auftritt der wohl härtesten Band des Abends gezeigt. SOULLESS machen keine Gefangenen, mit messerscharfen Riffs, rasend schnellen drums und Bassläufen wird alles in Grund und Boden gethrasht und Shouter Jim Lippucci gibt mit seinem extremen Gesang auch eine ganz klare Definierung vor: Death Metal !
Was diese Truppe aber von vielen Death Metal bands abhebt, sind immer wieder sehr groovige parts innerhalb der knallharten Stücke und es ist immer wieder beeindruckend welches enorme Pensum alleine schon der drummer einer solchen Truppe absolvieren muss. In diesem Falle bearbeitet Chris Dora mit Wucht und Präzision das drumkit und scheint trotz rasender Geschwindigkeit irgendwie niemals zu ermüden…
Jeder der dem extrem harten Metal zugeneigt ist sollte diese außergewöhnliche Band auf jeden Fall mal im world wide web anchecken, ein neues Album ist jedenfalls auch geplant. Leider liegt uns auch auf Nachfragen bei der Band selbst keine setlist vor.
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Nach dem hammerharten Klängen folgte dann mit BREAKER die nächste Cleveland Metal-Legende, über deren musikalische Qualitäten sicher nicht mehr extra berichtet werden muss. Nicht ohne Grund waren BREAKER die erste Metalband aus Cleveland, die im Jahr 2000 vor großem Publikum in Wacken auftreten durften, ihr alltime classic Album „Get Tough“ wurde weit über die Grenzen der U.S.A. bekannt und verschaffte ihnen Fans weltweit.
Mit diesem Auftritt musste dann Greg „Wags“ Wagner in die zweite Runde, hatte er doch schon zuvor mit H.A.T.E. einen furiosen Auftritt hingelegt, alles kein Problem, denn dieser Kerl ist zu 100 Prozent Metal-Profi!
Die Klassiker dieser Band sind dann auch immer Garant für beste musikalische Unterhaltung und sehr ungewöhnlich war, das selbst ein sonst so ruhiger Zeitgenosse wie Mastermind und Gitarrist Don Depew so sehr von der Stimmung mitgerissen wurde, das er nach dem letzten Stück die Saiten seiner Gibson Flying V herausgerissen hat…that´s Metal!

Setlist BREAKER:
Lie To Me
Blood Money
Action
Manifesto
Black Light Ark
Luck And Gasoline
Still Life
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Eine der aufstrebenden Bands der neueren Generation sind LICK THE BLADE, die mit ihrem an Iron Maiden angelehnten Sound schon einige Erfolge vorweisen können, auch sie haben in Deutschland beim Headbanger´s Open Air gespielt und einiges an Aufmerksamkeit erregt. Der sympathische Frontbolzen Ted Anderson gibt auf der Bühne immer Vollgas und hat sich auch diesmal die Seele aus dem Leib gebrüllt. Durch seinen hohen Sirenenhaften Gesang entschärft er auch zu viele Vergleiche mit den „Eisernen Jungfrauen“, denn die Instrumentierung der sehr guten Musiker ist im Endeffekt lupenreiner US Metal !
Setlist LICK THE BLADE:
Prelude To War/Thanatos
Resistance,Rebellion And Death
Royal Blood
The Blessing
Blood-Soaked Majesty
Lick The Blade
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Mit Spannung wurde der Auftritt von BLACK DEATH erwartet, die ursprünglich aus komplett schwarzen Musikern bestand und nun nur noch Bassist Greg Hicks aus dem Original-Lineup beinhaltet. Die größte Veränderung hat es aber beim Gesang gegeben, denn nun ist mit Sandy Kruger die ehemalige Sängerin von Sacred Few am Mikrofon zu hören, was aber den alten Klassikern absolut neues Leben einhaucht. Sandy´s kraftvolle Stimme verleiht dem klassischen Sound der Band neue Eigenständigkeit und es wäre sicher sehr interessant in der neuen Zusammensetzung eigene Stücke zu schreiben und aufzunehmen.
Im Publikum tauchte dann auch noch der ehemalige Frontmann und Sänger Siki Spacek auf, der anscheinend überallhin seine Gitarre mitnimmt und auch an diesem Abend mit Instrument bewaffnet durchs Publikum zog, um den Auftritt der der neu formierten BLACK DEATH zu verfolgen. Eigentlich hätte man bei der Gelegenheit ja mit einem kurzen Auftritt des ehemaligen Fronters zumindest bei einem Song rechnen dürfen, allerdings dient seine Gitarre heutzutage wohl nur noch als „Schmuckstück“.
Der starke Auftritt der neuformierten Gruppe ließ allerdings absolut nichts vermissen und so kann man sagen, dass mit den „neuen“ BLACK DEATH in Zukunft wohl zu rechnen ist.

Setlist BLACK DEATH:
Night Of The Living Death
Black Death
Streetwalker
Wrecking Crew
Screaming Iron Messiah
Taken By Force
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„And now to something completely different“ hieß es dann wieder mit dem zweiten Auftritt der Cleveland Burlesque Company, obwohl man wirklich sagen kann, das Burlesque und Heavy Metal sehr gut miteinander harmonieren, die Mädels zumindest sind sehr wohlwollend in die Metal family aufgenommen worden und eine Band wie Queensryche hat schon mal bei einer Tournee auf der Bühne mit Burlesque girls performed. Beide Daumen hoch für die Cleveland Burlesque Company!
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Mit „Go For The Throat“ ist 1984 das erste Album auf Auburn Records veröffentlicht worden und das von einer Band, die heute stärker ist denn je, SHOK PARIS ! Die Band, die 2010 eine der Hauptacts beim H.O.A. war und nun ihre großartigen Live-Qualitäten erneut in ihrer Heimat unter Beweis stellen konnten.
Groß war da die Überraschung des Namensgebers des Festivals, als Sänger Vic Hix vor dem Auftritt verkündete, das der Moderator selbst mit ihm auf der Bühne „Burn It Down“ singen sollte…fern der Heimat und zu allen Schandtaten bereit ist diese ehrenvolle Aufgabe aber mit großem Spaß über die Bühne gegangen und hat für einen der unvergesslichen Augenblicke des Rezensenten gesorgt, es sollte aber noch mehr folgen, dazu aber später mehr…
Da SHOK PARIS einen unglaublichen Fundus an Song-Klassikern haben und mit Vic Hix einen der wohl besten Sänger nicht nur in Cleveland, sondern der gesamten Metal-Szene, konnte natürlich auch in dieser Nacht nichts schief gehen. Heavy Metal in seiner reinsten Form perfekt live umgesetzt von einer Band, die auch dem Auburn Records Label von Bill Peters keinen besseren vorstellbaren Start hätten geben können. Grandioser Auftritt! Da passt das Wort „legendär“ dann wirklich voll und ganz.

Setlist SHOK PARIS:
Full Metal Jacket
Burn It Down
Take You Away
Hell Day
Go Down Fighting
Never Say Why
Run But Don´t Hide
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Der glänzende Abschluss dieses denkwürdigen Events sollte dann noch folgen.
MAIDEN VOYAGE schickten sich an die gesamte Klassiker Scheibe „The Number Of The Beast“ von Iron Maiden zu performen und auch SHOK PARIS Bassist Ed Stephens war mit von der Partie. Egal wie oft man dieses Jahrhundert-Werk auch zu hören bekommt, es wird niemals langweilig und live haben die Stücke noch einmal alle nur erdenklichen Kräfte mobilisiert und freigesetzt, die Menge ist noch einmal richtig aus sich herausgekommen.

Großartig auch die Leistung von Sänger Ty Cook, der nicht nur stimmlich voll überzeugen konnte, sondern auch im Zusammenwirken mit dem Publikum klasse war (zu sehen unter anderem auch auf youtube!). Eine Überraschung wartete noch auf die tapfer durchhaltenen Fans. Bei der letzten Zugabe des Songs „Iron Maiden“ genau in dem Part wo sonst Maiden-Maskottchen Eddie die Bühne betrat, um die Musiker anzugreifen, wurde ich vorher stilgerecht mit aufwendiger Eddie-Gummimaske inklusiver Weihnachtsmütze und Metal-Weihnachtsmann Kostüm ausgestattet, um nach Attacken auf die Musiker aus einem großen Sack Auburn Festival T-Shirts und CDs ins Publikum zu werfen und das in einer solch großen Anzahl, das selbst nach Schluss des letzten Stückes weiter fleißig in die Menge verteilt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt wussten viele nicht, wer in dem Kostüm steckt, als aber die „goodies“ verteilt waren und die Maske gelüftet wurde, feierte man lautstark den stark beeindruckten Schreiber dieser Zeilen ab, das war völlig unglaublich!

Damit ging ein denkwürdiges und unvergessliches Festival zu Ende an dem nach Danksagung aller Beteiligten eigentlich nur noch dem Mann gehuldigt werden sollte ohne den dieses und auch viele anderen Events niemals hätten stattfinden können, the real boss, Auburn Präsident und Mr. Cleveland Metal himself: BILL PETERS !!!
IronIngo