JUWELEN

Hier werden wir euch unsere "Goldstücke" aus unseren Sammlungen vorstellen. Teils ziemlich rares oder total unbekanntes Material von noch unbekannteren Bands. Nach diesen CDs oder LPs lohnt es sich unserer Meinung nach, bei Börsen oder auch bei "eBay" Auktionen zu stöbern. Let's go !

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DIGITAL RUIN

"Listen"

1997 Siegen Records (48:27)

Mit dem zweiten und zugleich auch deutlich schwächeren Werk "Dwelling In The Out" (2000) der Band aus Rhode Island /USA kann man sich in schier unbegrenzter Stückzahl und auch recht kostengünstig bei Ebay eindecken. Schwieriger gestaltet sich da schon die Suche nach dem ganz hervorragenden Erstling "Listen" aus dem Jahr 1997. Als ich damals auf dem "Powermad Sampler 1997" (auf welchem sich unter anderem MYSTIC FORCE, LEVIATHAN, LETHAL, OPPOSITE EARTH und PSYCO DRAMA tummelten) das erste mal den Song "Listen" hörte, konnte ich es kaum erwarten endlich die komplette Scheibe in den Händen zu halten. Als sie mich dann irgendwann auf dem Importweg erreichte, weckte sie schon beim ersten Hören Erinnerungen an das Jahrhundertwerk "Operation Mindcrime" von QUEENSRYCHE. Auch wer FATES WARNING oder DREAM THEATER in ihrer 90er Phasen mochte, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Mit Matthew Pacheco hatte die inzwischen leider nicht mehr existente Band zudem einen absoluten Ausnahmesänger in ihren Reihen und erinnert stellenweise sogar stark an DREAM THEATER Frontsirene James LaBrie zu seinen besten Zeiten.

Holger

 

RAZORMAID

"First Cutt"

2000 Toe Jam Records (43:44)

in Arbeit !!!!

Holger

 

WICKED LESTER

"Better Off Dead"

1998 Eigenpressung (40:57)

Das Risiko eines Blindkaufes ist zwar generell sehr hoch, aber irgendwie treibt einen die Sucht dazu, sofort zuzuschlagen. Man kann ja nicht immer voll in die Sch..... greifen. Als ich endlich nach aufregenden Tagen des Wartens das Baby in den Händen hielt, war ich vor Gier fast am kollabieren. Den Briefumschlag habe ich wie eine reißende Bestie aufgefetzt und die schlichte Aufmachung hat mich schon mal hell auf begeistert. Da kann doch nichts mehr schief gehen, dachte ich mir. Also weiter mit den geübten wenigen Handgriffen bis die Boxen endlich das Geheimnis in die Welt hinaus hämmerten. Und ich muss sagen, es war bei dieser CD endlich der ersehnte absolute Glücksgriff in die Schatzkiste des heiß begehrten US Power Metals. Traditioneller geht es schon nicht mehr und das im Jahr 1998!!! Geile Gitarrenriffs und noch geilere Melodien und alles gepaart mit einem Sänger, der mit seiner aggressiven
Stimme dem ganzen das Sahnehäubchen aufsetzt. Mann, der Typ ist ja die Ausgeburt der Hölle persönlich. Stilmäßig bewegt sich die Band auf den Pfaden alter SAVATAGE gemixt mit W.A.S.P. und WICKED ANGEL (müssten ja alle Sammler auch kennen). Meine Fresse, dieses Teil macht richtig süchtig. Einziger Wermutstropfen, der Sänger ist bereits ein Jahr vor Veröffentlichung der CD abberufen worden (R.I.P.). So hat diese CD den Eindruck eines Nachrufes. Aber der hat es in sich. Sammlerpflicht!!!!!!

RonJacMetal  

 

THROES OF SANITY

"The Upheaval"

1995 Preserved Moose (67:21)

Wer wie ich das Debüt "Programmed" von den Amis LETHAL zu seinen absoluten Favoriten zählt, sollte sich um die CD von THROES OF SANITY dringend bemühen (wird nicht leicht und auch ziemlich teuer). Sänger Scott King klingt fast zu 100% nach Tom Malicoat und die Songs an sich gehen wie bei LETHAL in die progressiv angehauchte QUEENSRYCHE Ecke. Musikalische Vergleiche lassen sich auch zu den Schweden HOLLOW ziehen, wenngleich THROES OF SANITY in einer höheren Liga spielen. Keiner der Songs klingt aber wie bei den genannten Bands abgekupfert. Die Produktion erscheint im ersten Moment etwas dünn, was sich aber bessert wenn man den Lautstärkeregler aufdreht. Ist wohl nur etwas leise aufgenommen worden das gute Stück. Von der angegebenen Spielzeit sollte man sich nicht täuschen lassen, denn Netto ergibt die Scheibe 10 Minuten weniger. Dieses Sahneteil ging damals völlig zu Unrecht unter und soll euch an dieser Stelle ausdrücklich ans (Metal-) Herz gelegt werden.

Holger  

 

BANSHEE

"Take 'em By Storm"

1991 Snowblind Records (43:01)

Die mit Abstand seltenste und somit auch teuerste BANSHEE Veröffentlichung ist die 1991 in Eigenregie veröffentlichte "Take 'em By Storm" CD. Für damalige Verhältnisse gut produzierter US-Metal auf dem bandeigenen Label Snowblind Records. Wer die geniale "Cry In The Night" EP und die Langrille "Race Against Time" kennt oder gar sein Eigen nennt, wird die Anschaffung dieses Sahnestückchens nicht bereuen. Songs wie "Running Wild" oder "Stand Strong" sollten in keiner BANSHEE Sammlung fehlen. Mit "Desire" findet sich auch ein Song des vorhergehenden Albums wieder, allerdings in etwas überarbeiteter Form. Ab und zu taucht diese CD bei eBay-USA oder auch -Kanada mal auf und erzielt dort Preise um die 25 bis 30 Dollar (Stand: Sommer 2005). Also durchaus noch erschwinglich. Übrigens: Die grauen Randstreifen auf dem Cover sind wirklich so ...

Holger

 

RAISING CAIN

"Hell On Earth"

1994 Celestial Records (17:45)

Nachdem ja in der letzten Zeit CD-Reviews von Bands wie CRILSON, THROES OF SANITY usw. die sammelwütigen Truemetaller total heiß gemacht haben, gibt es gleich noch einen Nachschlag der gleichen Güte. Auch wenn das Cover nichts sagend ist, liegt hier eine absolute Perle des US Powermetals vor. Wer einmal in den Genuss einer Hörprobe gekommen ist, muss bzw. will dieses Kleinod sowieso besitzen. Da rennt man garantiert mit Schaum vorm Mund, wie bei o.g. Bands, rum. Schon der erste Song ist eine absolute Offenbarung. Achtung, absolute Suchtgefahr. Ich habe keine Ahnung wie oft ich mir mit diesem Track schon den Schmalz aus den Ohren geblasen haben. Der Silberling ist eine Perfektion von Power, Melodie, Gesang und....Gänsehaut pur. Hier hat sich ein Goldkehlchen mit einer Rhythmusfraktion zusammengefunden, die wohl als Vierlinge zur Welt gekommen sind und bereits im Mutterleib den Metal zelebriert haben. Einen Vergleich zu anderen Bands abzuleiten erspare ich mir, da soll sich ruhig jeder selbst seine Gedanken machen. Schade, dass die CD 5 Songs recht kurz ist, aber so ist es oft mit den schönen Dingen des Lebens. Meine Empfehlung, mindestens 3-facher Durchlauf. In diesem Sinne ein 1000-faches "Metal Rules !!!"

RonJacMetal

 

IMPACT

"Take The Pain"

1991 Avanzada Metalica (49:16)

Band: Darren Abad (lead guitar), Dean Kendziera (bass), Nathan Kane (lead guitar), Glen Schroeder (drums)

Wenn ich gefragt werde, was denn meiner Meinung nach die beste Thrash-Metal Scheibe aller Zeiten ist, antworte ich wie aus der Pistole geschossen "IMPACT - Take The Pain". Reinrassiger Thrash ist es eigentlich nicht, sondern es ist auch eine gehörige Portion Speed-Metal mit an Bord des gewaltigen IMPACT-Schlachtschiffes aus Milwaukee, Wisconsin. Titel wie "Kill On Kommand" und "It's The End Of The World" gehören mit zum besten, was je auf CD erschienen ist. Ohne Übertreibung ! IMPACT veröffentlichten diese CD auf dem mexikanischen Label Avanzada Metalica, welches sich aber eigentlich bereits in den letzten Atemzügen befand. Das Grenzübergreifende Veröffentlichen  war damals gar nicht so selten, auch die genialen SAVAGE THRUST gingen damals diesen Weg. Diese schon immer sehr rare CD ist eigentlich kaum noch aufzutreiben. Preise zwischen 50 und 70 Euro für diese CD sind dem Seltenheitswert angemessen. Wer die Gelegenheit zum Kauf hat, sollte ruhig etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Es lohnt sich !  

Holger

Ps: Nicht verwechseln mit den holländischen IMPACT, welche zwei LPs ('82 und '87 auf BMR) veröffentlichten !!!

 

SINDROME

"Sindrome"

199? Brutal (43:59)

Auf dieser CD befinden sich das "Vault Of Inner Conscience" (1991) und das "Into The Halls Of Extermination" (1987) Demo einer der besten und hoffnungsvollsten Thrash-Bands aus Chicago. Leider kam es nie zu einer offiziellen Veröffentlichung und die original Demos gehören heute zu den Gesuchtesten überhaupt. Aggressiver Thrash-Metal der Marke FORBIDDEN wird einem hier um die Ohren geblasen. Auch SACRED REICH zu ihren besten Zeiten schimmern ab und zu durch. Spieltechnisch bewegte sich die Truppe um ex- HAMMERON Klampfer Mick Vega auf allerhöchstem Niveau. Die Produktion des "Vault ..." Demos hält locker die Qualität anderer regulärer Veröffentlichungen auf diesem Sektor. Da man es trotz zweier genialer Demos bei keinem der anvisierten Label zu einem Deal brachte, lösten sich SINDROME nach ihrem 91er Demo auf. Gitarrist Ken Savich spielte 1992 LAAZ ROCKIT's LP "Nothing'$ $acred" ein, bevor er endgültig von der Bildfläche verschwand. Bassist Shaun Glass tauchte später bei BROKEN HOPE wieder auf und spielt heute bei SOIL. Diese CD ist ein Leckerbissen für jeden Thrash-Fanatiker. Besonderes Merkmal: Bei allen ausgelieferten CDs wurde die Matrizennummer unkenntlich gemacht, so das man schon allein daraus auf ein Bootleg schließen kann (muss).

Holger

 

SORCERER

"Sorcerer"

1995 Brainticket (70:10)

Die Schweden SORCERER sind ein echter Geheimtipp in Sachen Doom. Wer auf CANDLEMASS oder noch besser auf alte TAD MOROSE steht, kommt an dieser Band nicht vorbei. Sie brachten es leider nur zu dieser einen Veröffentlichung. Die CD besteht aus Aufnahmen vom 92er Demo und den regulären Tracks, wobei dabei keine Qualitätsunterschiede auszumachen sind. Mit dem RAINBOW Klassiker "Stargazer" ist auch eine sehr gelungene Coverversion vertreten. Sänger Anders Engberg ist sogar ein recht bekannter Mann am Mikro. Er wurde später Sänger bei LION'S SHARE, mit welchen er bisher vier Alben veröffentlichte. Bassist Johnny Hagel wechselte zu TIAMAT und Drummer Richard Evensand spielte bis vor kurzem bei SOILWORK. 

Holger

 

Selah

ORACLE

"Selah"

1992 Independent (31:47)

Eins gleich mal vornweg: NEIN, es sind nicht die ORACLE die 1993 ,,As Darkness Reigns" herrausbrachten. Es handelt sich hier um die Christen Power-Metal Band. Eine Band die damals total untergegangen ist, obwohl ihre Mucke mehr als gut ist. Nach 12 Jahren bin ich immer noch von der Wucht und Spielfreude des Vierers überwältigt. ORACLE spielen auf der 7 Song Scheibe harten, progressiven Power Metal den man kaum besser machen kann. Druckvolles Riffing und ein Sänger, der in normalen Stimmlagen zu Hause ist, aber sich auch nicht vor hohen spitzen Schreien scheut. Einigen sollte Shawn Pelata auch von K-OCTAVE oder TRAMPLED UNDERFOOT her bekannt sein. Jedes mal, wenn ich dieses Scheibchen höre fällt mir immer die geniale Band LETHAL ein.........ha und genau das ist es. Wer "Your Favourite God" von LETHAL liebt, sollte versuchen sich dieses Teil auch zu ergattern. Glücklicherweise hat Magdalene Records (M8) ,,Selah" re-released und zwar zusammen mit ,,Armed for Battle" von EMERALD (US). Leider ist auch diese CD in der Zwischenzeit auch schon wieder etwas schwer zubekommen. Also Leute zuschlagen wenn ihr sie seht........es lohnt sich 100 pro.

RON

 

LEATHER NUNN

"Take the night"

CD Metal Reunion Records (2003) / Original LP-Release: Key Records (1986)

Spielzeit: 56:05 Min

Besetzung: Wade Williams (lead vocals), Jerry Brever (guitar), John Gouchnour (guitar), Jungle Jim Mehm (bass, vocals), Jimmy Evens (drums)

Endlich!!!! Die bisher zu Horrorpreisen gehandelte und von vielen Sammlern gesuchte LP gibt es nun auch als Widerveröffentlichung für alle CD-Freaks zu erwerben. Angereichert ist die CD zusätzlich mit 4 Bonusstücken des einzigen mir bekannten Demos, die den Kaufanreiz dieses Silberlings zusätzlichen fördern. Ich denke eventuell auch für Vinylfreaks! Die Aufmachung ist recht ordentlich, es wurden auch alle Texte abgedruckt. Auf dem Backcover findet man auch ein kleines Bild der Band, was mich schmunzeln lässt. Es war nun mal in dieser Zeit Mode sich mit jeder Menge bunten Schnickschnack zu behängen. Glücklicherweise orientiert sich die Musik nicht am Kleidungsgeschmack der 5 Herren aus Florida. Geboten wird reinrassiger US-Metal, der über die gesamte Spielzeit jeden Fan dieser Stilrichtung ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Fakt ist, die Jungs verstehen ihr Handwerk. Gitarrenarbeit im Doppelpack sowie geile Gitarrenriffs und der Sänger versteht seine Stimme auch gut in Szene zu setzen. Was will man mehr. Als absoluten Ohrwurm würde ich Song „Leather Nunn“ bezeichnen. Ich persönlich könnte diesen Songs stundenlang hören, macht irgendwie süchtig. Also, wer schon immer die Mucke haben wollte und bisher aus finanziellen Gründen gescheitert ist, sollte hier zugreifen. Lange wird es sicherlich dieses Teil nicht geben, da laut Angabe auf dem Backcover die Auflage auf 1000 Stück limitiert ist.

RONJACMETAL


 

SWORD

,,Metalized"

1986 Aquarius Records

Besetzung: Rick Hughes (Vocals), Mike Plant (Guitars), Mike Larock (Bass), Dan Hughes (Drums)

In Montreal/Kanada gründete sich 1980 eine Power-Metal Band die in ihrer gesamten Schaffensphase nie so richtig Beachtung fand,  obwohl mit der hier besprochenen Scheibe ein erstklassiges Power-Metal Album vorliegt. Treibende Songs mit einer Stimme veredelt, die rau und doch gleichzeitig hoch ist. In den Songs steckt gerade soviel frische, erdige und kraftvolle Power, dass es kein Thrash-Metal ist. Eigentlich sollte dieser vorzügliche Power-Metal Rundling in jeder Sammlung stehen. Wenn nicht, sei somit hier noch mal  heftigst daran erinnert ihn sich zu holen. Schwer ist es nicht, dieses Teil aufzutreiben. Egal ob als Vinyl oder den Re-Release auf CD. Wer sich "Metalized" zulegt, sollte auch gleich ihr zweites Werk von 1988 "Sweet Dreams" mit holen. Ist zwar nicht ganz so gut (da kommerzieller), aber noch lange nicht schlecht.

RON


 

Demo

BLOODCUM

"Demo EP"

WILD RAGS RECORDS 1987

Band: John Araya - Bass, Guitar, Joey Hanneman - Vocals, George Hierro - Bass, Guitar, Jimmy Sotelo - Drums, Bobby Tovar - Guitar

Wer sich die Besetzung der Band BLOODCUM durchliest, wird auf zwei bekannte Namen stoßen: Araya und Hanneman. Hoppla, da war doch was !? Genau ! Dieses "Etwas" heißt SLAYER und ist aus Los Angeles. Genau daher kommen auch BLOODCUM und haben tatsächlich die jüngeren Brüder der SLAYER Recken in ihren Reihen. Musikalisch orientiert man sich natürlich an den großen Verwandten, versucht aber auch eigene Akzente zu setzen. der Gesang ist deutlich Hardcore lastiger und die Mucke ist im allgemeinen auch schneller als die meisten SLAYER Songs. Als Vergleich können hier ruhig die älteren D.R.I. oder auch GANG GREEN (aber ohne den Fun-Faktor) herhalten. Sogar der Gesang klingt etwas nach D.R.I.'s Kurt Brecht. Wen (wie mich) Ende der 80er die Thrash- und Crossover-Welle mitreißen konnte, macht mit dieser Scheibe nichts falsch. BLOODCUM veröffentlichten ein Jahr nach der EP ein komplettes Album mit dem Titel "Death by a clothes Hanger", auf dem neben den fünf Songs der EP noch fünf weitere zu hören sind. Mehr Spaß macht allerdings die EP mit ihrer angenehm kurzen Spielzeit. Zehn Songs am Stück sind mir dann doch zu anstrengend. Das halte ich nur bei ihren großen Brüdern durch ...   

Holger

 

SULTAN

"Check and Mate"

ZAR MUSIK 1990

Band: Marc B. (guitars), David Paria (guitars), Dragi Majstorovic (vocals), Andy Pasker (Bass), Fabian Ranzoni (drums, keyboards)

SULTAN aus der Schweiz haben eher Durchschnittsware anzubieten. Trotzdem krame ich sie doch öfter heraus und lege sie auf, als andere europäische 08/15 Bands. Was diese Scheibe so interessant macht, sind die unglaublich melodischen Soli, welche sich die Gitarristen aus den Fingern gesogen haben. Auch das ein oder andere Killerriff schüttelt man aus dem Handgelenk, aber die Songs sind im allgemeinen leider wie gesagt nur Durchschnitt. Weiterhin interessant ist die Unterteilung der LP in eine "White Side" und die "Black Side". Nicht nur durch unterschiedliche Label gekennzeichnet, sondern auch textlich und musikalisch sind die Seiten etwas unterschiedlich. Auf der "guten" Seite finden sich Titel wie "Pictures of Heidi" (KULT !), das an MSGs "Into the Arena" erinnernde Instrumental "Whizzing" oder auch einfach nur "Mary". Die "böse" Seite hat da schon metallischere Songtitel wie "Darkness" (klasse Song übrigens), "Night Knights" (mit geilem Intro) oder "Shout in the Fight" aufzubieten. Handwerklich gibt's an den Schweizern absolut nichts auszusetzen und auch der Sänger zählt mit zu den besseren seiner Zunft. Wäre die gesamte LP so ausgefallen wie die "Black Side" mit ihrem leichten US Metal Einschlag, sie wäre heute vielleicht ein Klassiker. Alles in allem eine gute Metal LP mit Seltenheitswert.     

Holger

 

BISCAYA

"Biscaya"

Electra Schweden 1983

Band: Mats Clausen Lead vocal, Hans Johansson Bass, Taurus Magnus Stroemberg Keyboards, Paer Edwardson Guitar,

Birger Loefman Drums, Kristian Bredin Guest keyboardist

Als ich ca. 1985 das erste mal den Song "Howl in the Sky" von den Schweden BISCAYA hörte, war ich sofort hin und weg. Jahrelang war ich auf der Suche nach weiteren Songs oder einem Album der Band, aber  erst im Jahre 1995 entdeckte ich einen weiteren Song auf dem Black Mark Label Sampler "Scandinavien Metal Attack II". Einige Jahre später legte ich mir dann die Japan CD zu, die gegenüber der Vinyl Version sogar 4 Bonus Tracks aufweisen kann. Musikalisch auf allerhöchstem Niveau angesiedelt, zelebriert die Band eine Mischung aus Metal, 70er Prog Rock und eine kleine Portion Klassik. Bei einem Song erinnern sie an RAINBOW, beim nächsten an SILVER MOUNTAIN und dann mal wieder an DEEP PURPLE (vor allem die Keyboards). Sogar Fans von AOR Bands wie SURVIVOR oder FOREIGNER können bei Songs wie "Hit it hard" und "Greg's Song" auf ihre Kosten kommen. Die Platte ist so unglaublich abwechslungsreich, dass man sogar mit Musical Sounds experimentiert ("Singing in harmony"). Der klassische Gitarren Track "Divine Lady of warmth" hätte auch von einem Meister wie Vito Bratta (WHITE LION) stammen können. Nur war an den zu jener Zeit noch gar nicht zu denken. Besonders die Ballade "Walls" sticht neben dem von mir bereits eingangs erwähntem Song hervor. Wer wie ich seit den seligen 80ern mit Metal und Hard Rock aufgewachsen ist, wird die Scheibe am ehesten mögen. Wer nur auf Power, fette Klampfen oder Mega-Produktion abfährt, sollte die Finger von dieser Scheibe lassen. Überlasst sie bitte den Feinschmeckern !

Holger  

 

DRIVE

"Charakters in Time"

Rampage (US) 1988

Band: David Taylor (voc.), Rick Chavez (guit.), Mercy Valdez (guit.), Michael Anthony Guerrero (bass), Valentine San Miguel (drums)

Für dieses edle und leider auch genauso unterbewertete Stück US Metal History sollten sich alle Fans von SACRED WARRIOR, HITTMAN, RUFFIANS,  oder frühen VILLAIN begeistern können. Vor allem Sänger David Taylor glänzt auf dem kompletten Album mit seiner phantastischen und glasklaren Stimme. Schon beim zweiten Song "Kamikaze" stellt er klar, wer hier der Herr im Ring ist. Genau so ein Mann wäre der richtige Carl Albert (R.I.P.) Ersatz bei VICIOUS RUMORS gewesen. Klasse Riffs, coole Solis und eine satte Produktion runden die Sache ab. Leider konnte die Band auf ihrem zweiten Album "Diablero" den Standard nicht annähernd halten. Die Power war aus den Songs verschwunden und man hatte sich "plötzlich" dem weichen Melodic Metal zu gewand. Ich tippe mal auf den Druck der Plattenfirma, denn anders kann (oder will ?) ich mir so einen Qualitätsabfall nicht erklären. Wer nur die zweite Scheibe kennt und diese nicht so stark findet, sollte sich nicht irritieren lassen und sich "Charakters in Time" trotzdem besorgen. Die CD enthält übrigens mit "I need the Night" noch einen Track mehr, der auf der Vinyl Version leider nicht enthalten ist.

Holger

 

PORTRAIT –s/t

 

C 1990  Portrait (Stonecross)

 

Gordon W. Chapman             All vocals, guitar, bass

John Garett Gorman              Drums, Percussion

Special guest: Chris Olsen         Bass on (You are) my only angel

Time: 43:33 min

Es kann nicht immer nur Speed und Thrash sein. Zur Entspannung braucht jeder Banger auch mal ein paar etwas ruhigere Minuten. Hier eignet sich vorzüglich der Silberling von Portrait. Von einer Band zu sprechen ist hier sicherlich falsch. Da der gute Gordon W. Chapman den Gesang sowie den Großteil aller Instrumente übernommen hat, kann man eigentlich schon von einem Soloprojekt sprechen. Und damit nicht genug, produziert hat er dieses Highlight auch noch ! Geboten wird Melodic-Metal aller erster Sahne. Die etwas länger ausfallenden Songs (5-6 Minuten) werden zu keiner Zeit langatmig und rocken auch mal richtig ab. Auch nach dem zehnten Durchlauf macht die Mucke immer noch Laune. Diese CD versauert jedenfalls nicht in einer staubigen Schrank-ecke. Leider ist mir nicht bekannt, ob die „Band“ noch weitere Songs produziert hat oder eine Eintagsfliege war. Für Fans von Bands der Richtung FIFTH ANGEL & Co. ist dieses Teil unbedingt zu empfehlen. Leider ist diese CD wie so oft sehr rar und wenn sie mal irgendwo auftaucht auch recht teuer.

 RONJACMETAL

 

  AMETHYST

"Flames To Eternity"

(56:11)

2000 Eigenproduktion CD
Besetzung:  Liz Galea (Vocals) , Georgie Lariu (Guitar) , Evan Harris (Bass) ,
                            Nestor Melone (Drums) , Endel Rivers (Keyboard)

Ein sehr gutes Power-Metal Album erblickte 2000 in Down Under das Licht der Welt. Es hat mich fast umgehauen in Sachen purer Gitarren-Power ! Trotz der Härte ist es aber jederzeit ein melodisches Album, was man mit METAL CHURCH, REVEREND u.s.w. vergleichen könnte. Ja wenn nicht da der Gesang wäre ! Denn was Liz Galea auf diesem Album zelebriert ist schier unbeschreiblich und kaum zu toppen. Mit Ihrer hohen klaren Stimme gibt sie den Songs noch das Sahnehäubchen oben drauf. Mann denkt die Scheibe ist von vorn bis hinten ein Brett vom aller feinsten...........ha falsch ! Plötzlich macht Evan Harris seinen Einfluss geltend (er ist bekannt durch die australischen Prog-Götter "TARAMIS") und es folgt ein Break vom allerfeinsten um gleich wieder in die pure Power um zu drehen. Fantastisch !!! Eigentlich sind alle 12 Songs sehr sehr gut aber trotzdem stechen die Songs: "The Archer" (ruhig & mystisch) übergehend in "Point Of No Return" (hart & treibend) und wechselnd in "The Ballad" (ruhig) heraus. Sie kommen wie aus einem Guss rüber. Schade das solche Bands wie AMETHYST nie eine Chance bei den großen Labels bekommen ! Auch aus diesem Grund gibt es unsere Website ! Weil wir meinen das solche Bands unseren Support gut gebrauchen können.
Ihr solltet versuchen euch diese Scheibe zu besorgen. Vielleicht hat ja Liz noch welche, die ihr euch abgreifen könnt. Mailt einfach mal an: www.amethystmetal@hotmail.com. "Flames To Eternity" stellt in meiner Sammlung ein absolutes Highlight dar !!!

RON

 

TYTON

"Mind Over Metal"

USA 1987 LP

Medusa / Enigma

Band: Vocals: Shawn Damien-Barusch, Guitars: Joey Scott, Guitars/BV: Ronnie Mitchell, Bass/BV: Scott Swan, Drums: Bobby Tait

Songs:  1. Fanfare, 2. The Warrior, 3. Legacy, 4. Castle Donnington, 5. Destiny Calls, 6. Arcadian, 7. Will You Follow, 8. The Valiant, 9. Mind Over Metal, 10. Musical Maze

That's Metal ! Diese Scheibe findet seit über 10 Jahren (seit ich sie erstanden habe) immer wieder den Weg auf meinen Plattenspieler. Große Überredungskünste braucht man bei mir dazu nicht. Diese LP der texanischen TYTON hat eine sagenhafte Ausstrahlung auf mich. Titel wie "The Warrior", "Castle Donnington" und "The Valiant" weisen schon eindeutig darauf hin, um welche Themen es bei dieser Band geht.  Klassischer Heavy Metal (bei dem auch mal das Gaspedal durchgetreten wird) paart sich mit gefühlvollen Balladen. Interessant für Komplettisten ist vieleicht noch die Tatsache, dass am Bass der Bruder von Kal Swan (LION, BAD MOON RISING) werkelt. Diese Scheibe taucht relativ oft auf Börsen oder Auktionen für wenig Geld auf. Ich hoffe ihr lasst sie euch nicht durch die Lappen gehen.

Holger

  

 

DEFENDER

"A Symbol of Devotion"

Deutschland 1989 LP

Songs: 1. Intro (The ffinal Condom), 2. Senseless Discriminations, 3. Bright Glare, 4. Ghostrider, 5. Relentless Dominion, 6. N.Y.C.

Band: Dirk Bender (vocals), Andreas Schmitt (guitar), Josef Pomponio (guitar), Daniel Herbert (bass), Thorsten Kalbhenn (drums)

 

Eine deutsche Band unter den Juwelen ? Sicher eine Seltenheit, aber eine die sich gewaschen hat ! Speed Metal der alten Schule wird hier dargeboten. Die Mucke erinnert schwer an VENDETTA (ebenfalls Deutschland), obwohl der Gesang deutlich extremer ausgefallen ist. Spitze Schreie die euch fast das Trommelfell platzen lassen sind an der Tagesordnung. Wer sich eine schnellere Version von EXUMER vorstellen kann, hat in etwa eine Vorstellung, was ihn hier erwartet. Viel Abwechslung gibt es allerdings nicht. Aber wer Bock auf 'ne Portion teutonischen Speed Metal auf internationalem Niveau hat, kommt an dieser EP einfach nicht vorbei.

 

Holger

 

V.A.

"Metal Gon"

AZRA Records 1987

Picture Shape LP / 500 copys

Bands & Songs: 1. AXEMASTER "Slave to the blade", 2. MARS "Ash Tuesday", 3. CODA "She", 4. TRIAX "Us Against Them", 5. LEGEND "Stormbringer"

Eigentlich war ich ja auf der Suche nach JAG PANZER LPs auf AZRA Records. Da fiel mir der "Metal Gon" Sampler doch eher zufällig in die Hände. Ungewöhnliche Form, kultiges Ritter Motiv und noch dazu 'ne Picture LP vom AZRA Label ? Sofort verhaftet ! Und was soll ich sagen ? Es hat sich definitiv gelohnt. Schon der erste Song von AXEMASTER aus Ohio ist die Kohle wert. Waren mir jene noch bekannt, ging es mit dem Bekanntheitsgrad der folgenden Bands steil bergab. Aber um so interessanter ist es doch, oder ...? MARS aus Pennsylvania (haben nix zu tun mit PROJECT: DRIVER) fallen da schon etwas gemäßigter aus und sind eher was für die melodische US Metal Ecke. Weiter geht's dann auf Seite B mit CODA aus Virginia. US Hard Rock mit gutem Sänger, der ab und zu an Vince Neil erinnert. TRIAX aus Texas gefallen mir da schon weniger. Leute, die Gitarre klingt so beschissen, da möchte man nur noch weglaufen. Das ist einfach gestrickter Rock 'n Roll und die Produktion hat noch nicht mal Demo Qualität. Der letzte Song von LEGEND versöhnt dann aber wieder. Die Band aus Georgia holt die Power Metal Keule raus und macht den miesen Song von eben schnell wieder Vergessen. Also doch eine Empfehlung an alle US Metal Sammler. AXEMASTER und LEGEND allein sind schon die Anschaffung wert. Gleich noch mal auflegen, he he ....!

Holger        

 

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PHARAO

"Bad Boys from East"

1991 Musicolor LP / CD

Songs: 1. Bad boys of rock'n roll, 2. Cry of crusader, 3. Fire of the night, 4. Say "Hi" to Metal maniacs, 5. When the night begins, 6. Pain and pleasure, 7. Soldier of the future, 8. Bastard, 9. tyrant of the airbase, 10. The book of ibon

Vorgeschichte: Meine erste physische Begegnung mit den Ost-Berlinern PHARAO fand irgendwann zu finsteren Zonezeiten statt. Das dürfte so um 1987 in Halle/Saale gewesen sein. Obwohl ich, angetrieben durch den berühmten Buschfunk, schon mit einer gewissen Erwartungshaltung zum Gig pilgerte, klappte mir schon beim ersten Song die Kinnlade runter. Diese Band war einfach Saustark. Wenn ich mich recht erinnere, kamen neben eigenen Songs auch welche von OZZY ("Shot in the Dark") und den heute legendären MALICE (ich denke es war "Chain Gang Women") zum Zuge. Bis zu diesem Abend waren meine nationalen Heroes eigentlich Bands wie MCB, FEUERSTEIN, BIEST, REGENBOGEN und COBRA, was sich dann aber schlagartig änderte. Der Sänger Jackie Lee Man (ex- REGENBOGEN) zählt für mich noch heute zu den besten Metal Sängern, die damals in unserem Ost-Metal-Universum unterwegs waren. Auch der Gitarrist Michael Jurischk (damals mir nur bekannt als "Locken Micha" und ebenfalls ex- REGENBOGEN) spielte so ziemlich alle an die Wand (inklusive kultigem "Blackmore Solo"  mit den Turnschuhen auf der am Boden liegenden Gitarre).

Doch nun zur eigentlichen Überraschung. Die erlebte ich erst vor kurzem, als ich das erste mal "Bad Boys from East" hörte. Bereits nach der Wende in Stuttgart aufgenommen, habe ich sie mir aber doch unter dem Gesichtspunkt "Ost Metal" in den CD Player geschoben. GROßER IRRTUM ! Der erste Song der CD ließ mich nicht gerade aufhorchen, war er doch offensichtlich für Radio Einsätze gedacht und klang 100% nach Ost Rock. Aber dann ! Schon bei "Cry of Crusader" hatte ich so eine komische Vorahnung, dass die Scheibe vielleicht doch überdurchschnittlich sein könnte. Pah !! Was heißt hier überdurchschnittlich ? Ab dem dritten Song brachen dann alle Dämme. Power Metal vom Feinsten kann ich euch sagen ! Ich erspare es mir hier alle Songs der CD aufzulisten, denn genau das müsste ich tun, um die besten Songs zu benennen. Nach dem Knaller "Bastard" folgt ein Instrumental, welches sich gewaschen hat und so manchen westlichen Bands gut zu Gesicht gestanden hätte. Und dann kam es noch dicker ! Der letzte Song "The Book of Ibon" ist ein fast 11 min. Leckerbissen für Fans von KING DIAMOND (ICH !!!) oder MERCYFUL FATE (schon wieder ICH !!!). Nicht nur die Stimme, nein auch die Gitarren klingen verdammt ähnlich. Nostalgiker sollten sich um das Teil bemühen, auch wenn das richtig ins Geld geht. Für alle weniger flüssigen besteht Hoffnung: Es erscheint voraussichtlich noch in diesem Jahr eine "Best of ..." CD von PHARAO.

Das die Band heute wieder existiert, setzt dem ganzen für mich noch die Krone auf. Auf der Homepage (www.pharao-rockband.de) könnt ihr euch bei Interesse bestens informieren. Wir sehen uns garantiert bei einem Gig der Pharaonen !

Holger

 

CommandeR

"The High N' Mighty"

Iron Works USA 1987 / LP

Songs: 1. Knights Of The Round Table, 2. Wizard, 3. High'n Mighty, 4. We're Ready, 5. Terror, 6. Return Of The Goths, 7. Kill The King, 8. Die By The Sword, 9. The Blade Shines On
 

Band: Ron Avila (?), Dave Macias (?), Jon Natisch (?), Richard Mejia (?)

Eine gnadenlos gute US-Metal Perle, die total unterbewertet und dadurch in Vergessenheit geraten ist: "The High n' Mighty" von COMMANDER aus dem Jahre 1987. Wer auf den klassischen US-Metal wie ihn HELSTAR, MALICE, SWORD, RIOT u.s.w. Mitte der 80er gespielt haben steht, sollte versuchen, sich diese LP (gibt es meines Wissens nur als LP) zu besorgen. Es wird verdammt schwer werden, sie auf Börsen oder dergleichen zu finden , aber es lohnt sich definitiv !!! Los geht es auf der Scheibe mit einem mystisch angehauchtem Keyboard-Intro, welches dann in "Knights Of The Round Table" übergeht. Gleich bei diesem 1. Song zeigen COMMANDER, was alles in ihnen steckt. Geile Metal Riffs mit einer Rhythmus-Sektion, die tight spielt und einen Shouter der normale bis sehr hohe Töne problemlos bringt !!! Der Übersong auf der mit 9 Songs voll gepackten Platte ist gleichzeitig der Titelsong!!! "High n' Mighty" beginnt mit einem kleinen Drumsolo und rockt dann stampfend los, im Mittelteil des Songs wird es dann fast balladesk und steigert sich dann wieder zu einem wahren US-Metal Klassiker. !!! Wahnsinn !!! Einen Coversong gibt es auch noch zu hören und zwar: "Kill The King" von RAINBOW. In einer Version, die für mich die Beste darstellt die jemals gemacht worden ist. Und wie oft wurde "Kill The King" schon gecovert !
Seht euch das Cover und die Titel an und ihr könnt euch denken, dass es klassischer nicht mehr geht. (NEIN: "Die By The Sword" ist kein SLAYER Cover!!!)
Kurzum: Solche US-Metal Perlen sollten als CD rereleased werden !!!!

RON

 

THUNDER RIDER

"Tales of Darkness & Light"

Dance Planet Records Canada LP 1987 / CD 1991

Songs: 1. Death To Death, 2. Electric Chair, 3. Executioner, 4. For Christ's Sake, 5. Rain Dance, 6. Blackwing, 7. Galaxy, 8. Preacher

Band: Vocals, Guitars, Keyboards, Flute : Skull Blackwing, Guitars : Arion Axmun, Bass, Keyboards : Nick Stilldream, Drums : Pat Hammer

Ein bedrohliches Keyboard-Intro zelebriert den Todesmarsch von Gustav Mahler. Dazu spinettartige Klänge wie aus einem Horrorstreifen. Einen gruseligeren Beginn kann man sich kaum vorstellen. Unglaublich ! Gänsehaut und der erste Song hat noch nicht mal richtig begonnen ! Wie soll das enden ? Natürlich mit dem erneuten Drücken der Play Taste nach dem 8. Song. Diese Scheibe ist an Pathos und Epik nicht zu übertreffen. Vom besagten Todesmarsch über Kettenrasseln mit dämonischem Lachen, Minnegesang untermalt von mittelalterlichen Klängen, geisterhaftem Frauengesang bis hin zu Indianergesängen ist hier alles vertreten. Die Keyboards werden nicht wie bei den allseits beliebten Italo Metal Bands eingesetzt, sondern dienen als eine Art Teppich  oder Soundtrack. Man untermalt damit die genialen Songs von THUNDER RIDER (welche die coolsten Pseudonyme der Metal Geschichte haben) vortrefflich. Der Sänger besitzt diese gewisse Aura in der Stimme, die solche Bands schon allein deswegen interessant machen. Mit "Galaxy" hat man auch die obligatorische Ballade am Start. Und was für eine ! Einfach nur zum Dahinschmelzen. Als Vergleich kommen mir hier epischere SACRED RITE in den Sinn, die ein ähnliches Feeling verbreitet haben. Auch wenn es hier weitaus ruhiger zu Werke geht, sollten sich alle Fans des obskuren Metals der Marke MANILLA ROAD oder THE LORD WEIRD SLOUGH FEG dieses Teil unbedingt zulegen. Preisangaben mache ich hier keine außer: CD teuer, Vinyl schweineteuer ! Ich denke, ihr wisst selbst, was das bei raren Metal Scheiben bedeutet.

Holger

Nachtrag 16.09.03: Die Band hat die CD re-released ! Also ran an den Speck und nicht zu viel hinblättern !

 

LEVIATHEN

"Onward thru the fog"
Land: USA
Year: 1993 / CD
Label: Leviathen (Eigenpressung)       

 Band: Joe Stumer (guitar + very aggressive lead & backing vocals), Jimmy Vacca (drums + melodic lead & harmony vocals), Chris Dinan (bass & backing vocals)

                     Time: 48:02 min                   

 Songs: Cry wolf, Devil takes a ride, In search of the truth: A.     The search, B.     Another lie, C.     Vicious circle, 90 days (Same as cash), Invader, Jokers wild, Read my lips, The key 

Hier wird mal wieder in der Oberliga des Power-Metal gelärmt. Was die 3 Members so aus dem Hut zaubern ist schon beachtenswert und lässt jeden Fan o.g. Musikrichtung vor Entzücken erstarren. Von langsamen melodischen Parts bis zu leicht thrashigen Einlagen bekommt man hier einfach die komplette Vollbedienung. Hier wird noch mit Hingabe musiziert. Es macht einfach Spaß die CD von Anfang bis Ende zu hören und seiner Lust zu frönen. Enttäuschung macht sich breit, wenn nach 48 Minuten der Traum zu Ende ist. Grandios ist auch der Gesang. Diesen teilen sich Joe und Jimmy. Dadurch wird die ganze Mucke noch abwechslungsreicher. Joe’s Stimme klingt wie ein Reibeisen. Da gibt es wohl zum Frühstück immer eine Portion hochprozentigen Stoff. Jimmy’s Stimme dagegen klingt glasklar. So richtig interessant wird es dann in den Songs in denen beide zum Zug kommen. Einfach Klasse. Hier passt einfach alles zusammen. Die CD wird zu keiner Zeit langatmig und ein zweiter Durchlauf zwingt sich unweigerlich auf. Daumen hoch! Sehr zu empfehlen!!

Achtung: Unter ähnlichem Namen gibt es ja einige Truppen. Man sollte auf die Feinheit achten, dass die Band Leviathen und nicht Leviathan geschrieben wird.

RONJACMETAL

 

INVADER

"Same"  (CD)

Land :  USA

Year:  1992

Label:  Chateaux Studios

Time:  45:29 min

 

Band: Gary Cobb (voc), Jeff Olsen (git), Dan Hulford (bs / key), Scott Kasper (dr)

 

Songs: 1) Master Of Suspense, 2) Living Scared, 3) Victims Of Terror, 4) Infinite Quest, 5) Imaginary World, 6) The Fool's Masquerade, 7) Light Me Up, 8) Glass Castles, 9) The Uncontrollable Fire, 10) Legends

 

Klasse!!! 45 Minuten Metal auf Höchstniveau. Diese CD war lange Zeit ein Traum meiner schlaflosen Nächte. Eine der besten Eigenpressungen der 90-ger Jahre in einer Zeit als Grunge die Welt regierte. Hier vereinen sich alle Tugenden des traditionellen US-Power Metals zu einem Überhammer. Eine hervorragende Gitarrenarbeit und ein genialer Sänger....da fehlen einem einfach die Worte. Sagenhaft was sich die Jungs da von der Seele spielen. Die sehr variablen Songs und hervorragenden Melodien lassen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Viele kleine Feinheiten (mal sehr sparsam eingesetztes Keyboard) werten diese noch zusätzlich auf. Vergleiche sind ja immer etwas schwierig, aber wer auf Bands wie HALLOWEEN (US) abfährt, kann hier nichts falsch machen. Meiner Meinung nach ein Pflichtteil für alle Sammler die auf geile US-Mucke abfahren. Es ist schon traurig, dass solche Perlen der breiten Masse nicht zugänglich werden. Daran wird sich wohl auch nichts ändern. Vielleicht liegt der Kaufanreiz bei dem etwas sehr zurückhaltenden Cover ebenfalls nicht sehr hoch. Fazit: Suchen, suchen, suchen......verhaften und anbeten!!!!!!

 

RONJACMETAL

 

 

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