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CD TIPPS Hier stellen wir die aktuellsten CDs aus unseren Sammlungen vor. Nur Sachen welche uns selbst gefallen und die wir weiter empfehlen möchten. Keine negativen Kritiken oder gar Verrisse. Wir sind der Meinung, das man die Arbeit jeder Band respektieren sollte. Am Ende ist so oder so alles reine Geschmacksache. Für ältere Einträge siehe unser CD ARCHIV ! Also: Los geht es !
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ANNO MUNDI "Cloyster Graveyard In The Snow" 2011 Private Pressing Die Musik auf dieser Scheibe sollte sowohl alte BLACK SABBATH Jünger als auch Prog-Fans neueren Datums ansprechen. Von den doomigen und fast durchweg langen bis überlangen Songs werden einige ab und an von wilden psychedelischen Sounds und Spielereien unterbrochen, wie man sie vor allem noch aus der 70er Jahre Progressive Szene kennt. Sehr schön finde ich in dem Kontext frühe BLACK SABBATH und Doom übrigens, dass hier nicht wie bei vielen ähnlich gelagerten Bands versucht wird einen Sänger der Marke "junger Ozzy Osbourne" vor das Mikrofon zu zerren. Dadurch bewahrt man sich trotzt des oben genannten Vergleichs davor, wie eine bloße Kopie der Birminghamer zu wirken. Wenn hier auf Teufel komm raus eine Band als Vergleich herangezogen werden müsste, dann wäre das für mich die Doom Legende PAGAN ALTAR. Das aber wiederum mit sehr eigenwilligen und im positiven Sinne kauzigen Vocals. Das trifft die Sache ganz gut, denke ich. Diese Scheibe sollte man sich aufgrund der vielen Feinheiten (Flöte, Akustik Gitarre, Saxophon oder Piano) unbedingt mehrmals zu Gemüte führen, um auch wirklich alles zu hören was in den Sound eingebaut wurde. Dennoch ist bereits nach dem ersten Durchlauf klar, das man es hier mit etwas ganz Besonderem zu tun hat. Im fast zehnminütigem "Dwarf Planet" hat die römische Band im Übrigen mehr oder weniger auffällig einige Zitate des BLACK SABBATH Klassikers "Black Sabbath" eingebaut. Allein dieser geniale Song rechtfertigt die Anschaffung dieses außergewöhnlichen Meisterwerkes. Die auf nur 100 Stück limitierte und üppig ausgestattete Vinylversion war in nur 2 Monaten restlos ausverkauft, soll aber in absehbarer Zeit mit zwei unveröffentlichten Bonustracks neu aufgelegt werden: "Dawn" mit einem Mitglied von Rondò Veneziano an der Flöte und "Venus Fight" mit GRAAL's Michele Raspanti am Bass. Voraussichtlich im Februar 2012 wird dieses Underground Juwel via Blood Rock Records (u.a. GRAAL) mit dem eben beschriebenen Bonusmaterial aber auch als CD veröffentlicht. Egal ob nun CD oder Vinyl, wer auf doomigen, leicht kauzigen und progressiven Rock der 70er Ära steht, sollte hier unbedingt zuschlagen! Kontakt: it.myspace.com/annomundigroup Holger
SACRED GATE "Creators Of The Downfall" 2011 Demo/EP Schon der erste Durchlauf von "Creators Of The Downfall" lässt einen ungläubig dreinschauenden Rezensenten zurück. Was hier aus den Boxen schallt, ist für eine mehr oder weniger als Demo gedachte Eigenpressung sehr professionell gespielt und zudem auch noch verdammt geil produziert. Bereits ab dem Titel gebenden ersten Song "Creators Of The Downfall" mit seinem an alte METALLICA erinnernden Riffing macht diese Scheibe Bock auf MEHR. Das anschließende "Burning Wings" erinnert vor allem Gitarren technisch und mit einem ganz famos gezupften Bass an die eisernen Jungfrauen. "Vengeance" haut in eine ähnliche Kerbe, bleibt aber vor allem durch seinen kurzen und prägnanten Refrain im Gehörgang hängen. Das Ding wird sich sicher auf der Live-Setlist fest einbrennen, dann genau dafür ist so ein Song gemacht. Anschließend hat man noch drei Live Songs mit auf den Silberling gepackt, die qualitativ etwas abfallen, aber immer noch mehr Potenzial besitzen als so mancher gehypter Mist im Netz oder im Laden. Ganz egal ob man nun über Gitarrist Nicko Nikolaidis, Bassist Peter Beckers, Drummer Christian Wolf oder den wirklich guten Sänger Jim Over schreibt, alle samt machen hier eine ausgesprochen gute Figur. Bleibt abschließend noch zu bemerken, dass die Mönchengladbacher Anfang 2012 mit ihrem ersten kompletten Album "When Eternity Ends" am Start sein wollen. Also ich kann es kaum noch erwarten ... Holger
EXXPLORER "Vengeance Rides An Angry Horse" 2011 Pure Steel Records (54:53) Sie haben es tatsächlich geschafft! Eine der kultigsten der Kult U.S. Metal Bands ist wieder da. Nach dem fürchterlichen Ausrutscher "ColdBlackUgly" haben sie nun endlich den würdigen Nachfolger zur sehr guten 1994er Veröffentlichung "A Recipe For Power" aufgenommen. Sofort nach dem Drücken der Play Taste tönt mit "Gypsy" ein saustarker Song aus den Boxen. Typisches 80er Jahre Riffing paart sich mit einem klasse Refrain und die Leadgitarren zaubern jedem Metaller der alten Schule ein Retro-Lächeln ins Gesicht. Diese Beschreibung steht stellvertretend für jeden Song auf dem Album. Hier stimmt einfach alles. Gesanglich hat es original Sänger Lennie Rizzo immer noch drauf, auch wenn er nicht mehr wie einst in den sehr hohen Tonlagen schwelgt. Anspieltipp meinerseits wäre für euch neben dem Anfangs erwähnten "Gypsy" noch das fast siebenminütige "Chasing The High". Wer auf echten Heavy Metal fernab jeder Trends steht, sollte sich die neue EXXPLORER unbedingt zulegen. Ach ja, noch etwas: Der Klassiker "Symphonies Of Steel" bleibt natürlich weiterhin unerreicht und das ist auch gut so. Holger
GRAAL "Legends Never Die" 2011 Blood Rock Records (54:03) Und schon wieder eine Band, die sich 70er Jahre Rock zum Vorbild nimmt und ihren Idolen nacheifert. Eine für dieses Genre nicht ungewöhnliche Melange aus URIAH HEEP, JETHRO TULL, KANSAS, YES und alten GENESIS schallt hier druckvoll produziert aus den Boxen. Während ich beim Intro und dem anschließenden "Gods of War" noch dachte, es mit einer eher durchschnittlichen Prog-Rock Scheibe zu tun zu haben, wusste ich spätestens beim dritten Song "Maybe Tomorrow, maybe one Day" dass diese Truppe zu höherem berufen ist. Die Stimme von Sänger Andrea Ciccomartino erinnert mich an eine Mischung aus Steve Walsh (KANSAS) und Mark Shelton (MANILLA ROAD). Aber nicht nur die frappierende Ähnlichkeit in der Stimme lässt hier Assoziationen zu KANSAS aufkommen. Die gesamte CD könnte glatt als ein neues, etwas rockiger ausgefallenes KANSAS Album durchgehen. Da mich diese Scheibe so dermaßen beeindruckt hat, legte ich mir umgehend den Vorgänger "Tales Untold" zu. Dieser ist etwas geradliniger ausgefallen und ist mir genau wie "Legends Never Die" eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für all jene wert, bei denen es musikalisch nicht immer nur ballern muss. Holger
THE GATE "Earth Cathedral" 2011 Rock It Up Records Es ist noch gar nicht lange her, da hat sich eine deutsche Metal Legende langsam selbst demontiert und ist (angeblich für immer) gesunken. Die Rede ist hier natürlich von den einst so mächtigen Hamburgern RUNNING WILD. Wer den guten Zeiten der Band noch immer hinterher trauert -und wer von uns macht das nicht- sollte "Earth Cathedral" unbedingt mal sein Ohr leihen. Die Ähnlichkeit mit den Verblichenen kommt aber nicht von Ungefähr, denn mit Gerald "Preacher" Warnecke ist hier ein ehemaliger RUNNING WILD Musiker der ersten Stunde am Start. Trotz der angesprochenen Ähnlichkeit limitiert man sich aber keineswegs selbst, sondern hat auch den einen oder anderen stilistisch etwas anders gelagerten Titel auf Lager. Das lange "1000 Miles Away" könnte bis auf den Gesang sogar als lupenreiner BLACK SABBATH Song aus der Dio Ära durchgehen. RUNNING WILD sind tot, lang lebe THE GATE! Holger
ROXXCALIBUR "Lords Of The N.W.O.B.H.M." 2011 Limb Music (61:18)
Mit ihrem zweiten Streich “Lords Of The
N.W.O.B.H.M.“ verpassen ROXXCALIBUR der überaus produktiven und großartigen
Frühphase des Heavy Metal wieder eine Frischzellenkur erster Güte. Bereits in
einigen Internetforen völlig zerredet über Sinn und Zweck von Coverversionen
von zum Teil unbekannten Titeln obskurer Britenbands steht doch wohl eines
außer Frage, Heavy Metal soll Spaß machen und diese Veröffentlichung macht
verdammt nochmal extrem viel Spaß! IronIngo
SCARLET ANGER "Kill The King" 2011 Eigenpressung Was braucht man als Thrasher um den ultimativen Thrash Metal Sound z.B. auf eine CD zu bannen? Am besten mischt man den europäischen Sound mit dem Bay Area Sound und schon kommt was Hammerhartes und geiles dabei raus. Glaubt ihr nicht? Dann hört euch die im Jahre 2007 in Luxemburg gegründeten SCARLET ANGER an! Auf der 2011 erschienen EP „Kill The King“ gibt es 5 absolut erstklassige Thrash Songs die ich so schon lange nicht mehr gehört habe. Da können für mich HEATHEN und OVERKILL mit ihren wahrlich famosen Alben von 2011 nicht mithalten!!! Ich weiß, mit meiner Meinung lehne ich mich verdammt weit aus dem Fenster, aber wenn ihr die fünf Songs gehört habt stimmt ihr mir bestimmt auch zu. Auf den gut 21 Minuten von „Kill The King“ trifft die Virtuosität aus der Bay Area auf die brachiale Wucht vom europäischen Kontinent. Und das absolut Punkt genau. Egal ob SCARLET ANGER die melodischere Axt (Face Of Evil) schwingen lassen oder das brutalste (New God Rising) aus sich raus holen, die fünf Tracks bieten alles, was sehr guter Thrash Metal haben muss. Natürlich erfinden auch SCARLET ANGER den Thrash Sound nicht neu, aber sie hören sich nicht so an als hätten sie von irgendeinem Idol etwas abgekupfert. Ein Vergleich mit anderen Thrash - Größen werde ich hier nicht ziehen, dafür sind mir SCARLET ANGER doch viel zu eigenständig in ihrem Sound. Das Beste wird sein, wenn ihr euch die Songs bei www.myspace.com/scarletanger rein zieht. Aber ich gebe euch Brief und Siegel, wenn ihr Thrash Fans seit, machen euch die 5 Hammersongs süchtig!!! Denn ich bekomm die EP (als schönes kleines Digipack gestaltet) schon seit Monaten nicht so richtig aus dem Player. Ron
CROWN THE LOST "Cold Pestilent Hope" 2011 Gas Can Music Die inzwischen dritte CROWN THE LOST Scheibe ist eine gelungene Mischung aus Power Metal und Thrash, wobei der Power Metal Anteil relativ hoch ist. Da ich die ersten beiden Alben auch schon lange kenne und mein Eigen nenne, war ich beim ersten Hören erstaunt, was für einen gigantischen Qualitätssprung diese Band aus Pittsburgh, Pennsylvania gemacht hat. Und zwar nach oben. Denn die beiden Vorgänger fand ich einfach nur "ganz nett", wobei die zweite sogar etwas schwächer war als das Debüt. Im direkten Vergleich mit anderen Bands dieses Genres sind sie aber ab sofort in der ersten Liga anzusiedeln. Abwechslungsreiche und durchdachte Songs, welche nie langweilen und dazu die Hammer geile Stimme von Neuzugang Leon Mallah am Micro. Die Gitarren braten ordentlich und die teilweise pfeilschnellen Solis sind allesamt sehr melodisch, songdienlich und vor allem brillant gespielt. Holger
H.A.T.E. "Inject The Infection" 2011 Auburn Records (47:07) Nach etlichen Demos und einer Bandgeschichte, die bis in die 80er Jahre zurückreicht, liegt jetzt mit „Inject The Infection“ das erste offizielle Album vor. Nachdem sich die Band 1992 auflöste, fand man 2005 aufgrund der Nachfragen von Fans wieder zusammen und macht seitdem wieder die Bühnen unsicher. Man hat auf dem aktuellen longplayer aber keinesfalls alte demotracks neu aufpoliert und aufgenommen, außer den Titeln „ Hey Baby“ und „H.A.T.E.“, die beide aus den 80ern stammen, sind nur brandneue Kompositionen zu finden, sieht man von der gelungenen Coverversion „Swords And Tequila“(Riot) einmal ab. Der Bandname H.A.T.E. bedeutet „halfway at the end“, was den Zerfall der Gesellschaft beschreibt und heutzutage wohl relevanter denn je ist. Der Sound der Truppe aus New Philadelphia, Ohio lässt sich mit einer variablen, kraftvollen Mischung aus Metal Church und Annihilator (grandioses riffing!) beschreiben und vor allem bei tracks wie dem Titelstück „Inject The Infection“ ist der Vergleich zu Metal Church sowohl kompositorisch wie auch stimmlich herauszuhören, da Sänger und Stagetier Greg „Wags“ Wagner eine ähnliche Stimmfärbung wie David Wayne (R.I.P.) aufweist. Greg ist übrigens auch Sänger der legendären Breaker und hat Alben für Archetype und Shatter Messiah eingesungen. Aufgenommen wurde „Inject The Infection“ im Studio von Curran Murphy (ex-Nevermore, ex- Annihilator Gitarrist), der auch einige Gitarrenparts zu diesem Album beigesteuert hat. Unser web-Magazin nennt sich Metal Rules und wer das durchgehend saustarke Album dieser Truppe zu hören bekommt, kann nur noch zu einem Schluss kommen: H.A.T.E. rules!!! Um sich davon überzeugen zu können besucht www.myspace.com/injectthehate, wo unter anderem der Titeltrack dieses Albums zu hören ist. Lasst uns nun mit den Worten eines stets grandios aufgelegten Wags Wagner schließen: It´s ass kicking time! IronIngo
ALPHA TIGER "Man Or Machine" 2011 Sonic Attack / Soulfood (55:09) Schon beim phantastischen Opener "Starrider" steht beim ersten Hördurchlauf des Albums fest, dass man es hier mit einer außergewöhnlichen Veröffentlichung zu tun hat. Als bei diesem Song der Gesang einsetzte, fühlte ich mich sofort angenehm an die John Arch Phase der Metal Götter FATES WARNING erinnert. Das liegt vor allem am extrem hohen Gesang von Stephan Dietrich, der sicher nicht jedermanns Geschmack ist. Ich für meinen Teil bin mit genau diesen hohen Stimmlagen in den 80ern bombardiert worden und liebe sie bis heute. Als Vergleich für den Sound, den die Jungs aus Freiberg in Sachsen fabrizieren, müssen aufgrund der Twin-Gitarren-Soli vor allem IRON MAIDEN herhalten. Aber ganz egal welche Band man sich damals - im Falle einer frühen Geburt - auf den Oberarm hat tätowieren lassen, solange es traditioneller Metal ist, passen sie irgendwie alle. Das coole Artwork, eine satte Produktion und das kultige Bandlogo passen wie der berühmte Arsch auf den Eimer. Ach ja, Eingangs hatte ich es ja schon angerissen: Außergewöhnlich ist für mich vor allem der Umstand, dass ausgerechnet aus dem Black Metal "verseuchten" Osten Deutschlands so ein Knaller von einem US-Metal lastigen Album kommt. Holger
HELLFIGHTER "Damnation's Wings" 2011 Heavy Metal Records (54:29)
Obwohl hier vier ehemalige XENTRIX Musiker am
Start sind, hört sich dieses Album weniger nach dieser Thrash Legende an,
sondern tendiert eher hin zu einer Mischung aus klassischem Bay Area Thrash
und den Schweden WOLF. Besonders der Gesang von Simon Gordon erinnert ein ums
andere Mal an die skandinavischen Wölfe. Die Gitarrenfront macht ordentlich
Druck und kann auch im solistischen Bereich glänzen. Anspruchsvolle Solos, die
jedoch nie in Gedudel ausarten, sondern stets sehr songdienlich gehalten
wurden. Einige Knaller wie "Faith of Lies", das schnelle "Descent" oder der
Titelsong "Damnation's Wings" könnten auch gut und gerne auf der genialen
HEATHEN Comebackscheibe „Evolution Of Chaos“ zu finden sein. Producer Andy
Sneap hat hier ganze Arbeit geleistet und dem Album wie nicht anders von ihm
erwartet einen fetten Gitarrensound verpasst. Die Drums klingen angenehm
"natur belassen" und nicht übertrieben synthetisch wie bei vielen anderen
seiner aktuellen Arbeiten. Eine klasse Scheibe, die ganz sicher noch oft in
meinem CD Player rotieren wird und das seit Tagen ja auch schon tut.
THUNDERBOLT "Dung Idols" 2011 IceWarrior Records
Im Jahr 2003 schrieb ich in meinem Review (siehe
Archiv) zum Debütalbum "Demons and
Diamonds": "Ich bin mir sicher, dass da noch so einiges auf die Metal Welt
zukommt". Was soll ich sagen?! Volltreffer. Schon der zweite Streich
"Love & Destruction" war eine deutliche Steigerung gegenüber dem
Debüt und mit ihrem dritten und
zugleich auch "make it, or break it" Album sollten sie endlich den
Durchbruch packen. Egal ob nun der Titelsong "Dung Idols", die klasse
Midtempo Nummer "Special" oder das fetzige "Heel Run", THUNDERBOLT punkten
jedes Mal voll. Zudem klingt die Band heute um einiges eigenständiger, auch
wenn die mächtigen IRON MAIDEN hier und da noch durchschimmern. Wem an
letztgenannter Band besonders die sich ab und an duellierenden Leadgitarren
gefallen, sollte sich mal den Song "Crime of the Sentry" zu Gemüte führen.
Klasse Scheibe. 10 Points to Norway!!!
DOMINUS PRAELII "Keep The Resistance" 2010 Open The Road Records (39:28) Die
brasilianischen Power Metaller Dominus Praelii sind mit ihrem dritten
Frontalangriff namens “Keep The Resistance” am Start und knüpfen nahtlos an
die 2 starken Vorgänger an.- Man kann sogar behaupten das die neuen Songs
etwas eingängiger als die vorhergehenden Ergüsse sind, was aber nicht bedeutet
das Dominus Praelii an Druck und Power verloren haben, im Gegenteil !
RAVEN "Walk Through Fire" Vinyl release: High Roller Records (56:24) Das eine old
school Metal Band wie Raven einfach auf Vinyl gebannt werden muss steht wohl
außer Frage und eben das haben High Roller Records in gewohnt hochwertiger
Qualität gemacht.
AXENSTAR "Aftermath" 2011 IceWarrior/Rock It Up (54:05) Die Schweden AXENSTAR zählen nun schon seit fast zehn Jahren zu meinen absoluten Favoriten in Sachen melodischer Power Metal. Nachdem die Band ihre ersten vier Alben in schöner Regelmäßigkeit und nahezu im Jahresrhythmus veröffentlichte, mussten die Fans der Truppe nun volle vier Jahre auf dieses Album warten. Wie bei so vielen Bands blieben auch AXENSTAR in solch einer langen Zeit nicht von personellen Veränderungen verschont. Aber vielleicht war ja gerade das der Hauptgrund für die lange Schaffenspause. Wer weis!? Fakt ist jeden Falls, dass sich die beiden Neuzugänge Adam Lindberg (Drums) und Jens Klovegard (Guitars) nahtlos ins Bandgefüge integriert haben. Aus den elf Songs (incl. Bonus Track und Videoclip auf der Limited Edition) sticht vor allem das etwas über acht Minuten lange "Agony" heraus. Was für ein Ohrwurm von einem Refrain! Auch das ebenso lange "Forever the Pain" ist ein echtes Highlight auf einer an sich schon starken Scheibe. Melodie wird im Sound von AXENSTAR immer noch groß geschrieben. Nur klingt diesmal alles etwas weniger verspielt, fetter produziert und vor allem die Gitarren drücken endlich mal ordentlich. Die auf den Vorgängeralben recht dominanten Keyboards sind diesmal nur marginal bis gar nicht auszumachen. Was man dann dennoch von ihnen hört, ist kein Gedudel wie bei fast allen italienischen Truppen dieser Couleur, sondern ein dezenter Klangteppich für den immer noch typischen AXENSTAR Sound. Mit "Aftermath" haben die Nordmänner ihr bislang stärkstes und zugleich auch reifstes Werk vorgelegt, das alle Anhänger von Bands wie STRATOVARIUS und SONATA ARCTICA begeistern sollte. Und alle anderen natürlich auch. Holger
BUTCHER "Welcome To The Night" 2010 Infernö Records (57:13) 14 Jahre nach ihrem Debüt Album "Iron Tiger" sind die amerikanischen BUTCHER zurück. Als nach dem Intro beim anschließenden "The Dark" (nö, is nich von METAL CHURCH ;-) der weibliche Gesang einsetzte musste ich schlagartig an Leather Leone von CHASTAIN denken. Sängerin Lil Tang würde auch auf jedem von David T.'s Alben gut rüberkommen. Allerdings taucht die Gute in der folgenden knappen Stunde nur noch bei drei oder vier anderen Titeln auf. Den Großteil der Vocals auf dem neuen Album übernimmt original Sänger und Bassist Stoneage. Und dessen Stimme ist dermaßen cool und passt ganz hervorragend zu den Songs, dass ich die Dame zu keiner Sekunde vermisst habe. Keine Ahnung, ob sich Gitarrist Joel Myers diese absoluten Old-School Riffs erst jetzt aus den Fingern gesogen hat, oder sie schon lange auf Halde lagen. Fakt ist, dass seine Spielweise sowie der Gitarrensound ein Lächeln in das Gesicht eines jeden 80er Jahre U.S Metal Fans zeichnen sollte. Einen der coolsten Effekte überhaupt stellt das gesamte Album an sich dar. Die Übergänge der einzelnen Titel sind immer wieder von Radio News und Commercials (Werbungen) unterbrochen, und erwecken so den Eindruck, dass man irgendwo in den Staaten vor dem Radio sitzt. Das gab es in dieser Art zwar schon auf anderen Alben, doch habe ich das dort eher als störend empfunden. Bei BUTCHER's "Welcome To The Night" hingegen passt dieses Gimmick zum Gesamtkonzept. Mehr Infos unter http://www.inferno-records.net/ oder der Home-/Myspacepage der Band http://www.butcherusa.com/, http://www.myspace.com/butcherusa. The 80s are alive! Holger
SKÜLL HAMMER "Pay It In Blood" 2010 Eigenpressung / Self release (42:12) Meine Fresse, das ich das noch erleben darf. Zwar waren mir bis dato so ziemlich alle Bands der neuen Thrash Welle mehr als nur sympathisch, doch kränkelten sie irgendwie immer am meist recht schwachbrüstigen Sänger. Mit ihrem Frontmann Steve ''Ace'' McArdle (ex- LETHAL FURY) haben SKÜLL HAMMER ein As im Ärmel nach welchem sich oben genannte Bands die Finger lecken würden. Neben seinem kraftvollem Gesang zockt der Gute auch noch etliche famose Solis auf seiner Gitarre. Schon der mega geniale Opener "Soldier of Misfortune" macht deutlich, dass wir es hier mit einer Band zu tun haben die in einer höheren Liga zuhause ist, als die Bubis von BONDED BY BLOOD, FUELED BY FIRE, EVILE und wie sie nicht alle heißen. Deren -durchaus vorhandenen- Stärken, gepaart mit der derben Kompromisslosigkeit einer U.S. Metal Legende wie AT WAR, macht "Pay It In Blood" zu einem schier unglaublichem Album. Und ein Track wie "The Gladiator" hat das Zeug zu einem echten U.S. Metal Klassiker zu werden. Ach ja, hinter dem Drum-Kit hockt übrigens kein geringerer als Dan Kowal von RAVAGE. Mehr Infos unter: http://www.myspace.com/skullhammertheband Holger
ZERO DEGREE "Surreal World" 2010 Eigenpressung / Self release
Vor ca. 2 Jahren fand ich in meinem
Metal-Briefkasten eine Demo CD die mich damals sehr beeindruckte! Die CD hatte
ein echt gutes Cover, nannte sich "The Storm and the Silence" und kam von der
deutschen Band ZERO DEGREE. Auf diesem Demo waren vier wirklich geile
melodische Death Metal Songs, die sofort mein Interesse weckten. Ich war
äußerst gespannt, ob die 6 Jungs aus Nordhausen (Thüringen) durchhalten und es
zu einem Longplayer schaffen würden. Ich sag euch, sie haben durchgehalten und
wie!!! Denn Ende Oktober 2010 haben sie ihr Debüt Album auf uns losgelassen.
Unter dem Namen "Surreal World" ist ein fantastischer Silberling in
Eigenproduktion erschienen. Auf das sehr gut aufgemacht Digi-Pack haben es 11
Songs (davon 3 vom starken Demo) geschafft die von vorne bis hinten total
überzeugen können. Melodischer Death Metal schwedischer Prägung und mit
Gitarren Leads vom aller feinsten. Mal sind sie so Tonnen schwer das es einen
zu Boden groovt und dann im nächsten Song drehen einem die Riffs die Rübe vom
Hals. Eigentlich wollte ich keinen Song heraus heben, aber hört euch nur mal
"Virus" an und ihr wisst von was ich hier schreibe. Der Sound von ZERO DEGREE
wird von einer Trippel-Guitar-Attack angeführt, aber auch die Rhythmusfraktion
und vor allem der Sänger runden alles perfekt ab. Wer Bands wie DARK
TRANQUILLITY und vor allem IN FLAMES zu seinen Faves zählt, der hat sich ab
sofort noch ein drittes Geschütz in die Sammlung zu holen. Und das kann er für
lächerliche 14,- Euro (Inkl. P&V) in dem er eine Mail an zerodegree@gmx.de
schreibt und sich die gut 50 Minuten allerfeinsten melodischen Death Metal in
die heimischen Metal-Hallen holt. Ron
VASTATOR "Machine Hell" 2010 Infernö Records (53:45) Die Chilenen VASTATOR sind sicher nichts für jeden Geschmack. Diese Scheibe wuchs bei mir mit jedem Durchgang und entfaltete sich so von der hässlichen Raupe zum Schmetterling - natürlich ein schwarzer mit Nieten - nur das wir uns nicht missverstehen. Der wirklich starke Sänger Nelson "Rob Díaz" D'Aldunce erinnert mich in den hohen Tonlagen etwas an die ex- AGENT STEEL Sirene Bruce Hall oder Wade Black. Letzterer allerdings weniger wie zu CRIMSON GLORY Zeiten, sondern extrem hoch singend wie bei LEASH LAW. Mit dem Gitarristen Metal Mike Chlasciak (HALFORD) und Sängerin Veronica Freeman (BENEDICTUM) konnte man sogar zwei in der Szene recht bekannte Gastmusiker zur Mitarbeit gewinnen. Wäre die Produktion nicht so schwachbrüstig ausgefallen, hätten wir es hier mit einem absoluten Volltreffer für Underground verrückte Power Metal Fans zu tun. Was bleibt ist aber dennoch ein richtig starkes Stück Metal weit abseits vom Mainstream. Da wie gesagt der extreme Gesang so manchem sauer aufstoßen könnte, informiert euch vorm Kauf unter http://www.myspace.com/vastatoronline. Holger
AXEVYPER "Axevyper" 2010 My Graveyard Productions Bereits beim Opener "Revenge Of The Axe" begann ich arg zu bezweifeln, dass es sich hier tatsächlich um eine Band neueren Datums aus Italien handeln soll. Als danach noch "Rats In The Wall" in bester Old School U.S. Metal Manier aus den Boxen ballerte, war es um meine Beherrschung geschehen. Genau DAS und nichts anderes ist Heavy Metal. Wer seine Songs mit "Poserkiller" und "Immortal Steel" betitelt, hat definitiv begriffen worum es geht. Besonders deutlich machen das die kultigen und wie die Faust aufs Auge passenden Intros zu einigen Songs. Obwohl musikalisch fest in den 80ern verwurzelt, kommt der Sound absolut zeitgemäß, druckvoll und transparent rüber. Diese Scheibe MUSS einfach jedem Traditionalisten einen wohligen Schauer über den Rücken jagen. Ich kann mir schon jetzt bildlich vorstellen, wie verschwitzte Metaller in reichlich bebilderten Kutten auf einem der Underground Festivals zu "Faster THan The Law" die Faust in den Himmel recken und den Refrain mitbrüllen. Ein schönes Bild! Und eine verdammt geile Band!!! Holger
HOLY GRAIL "Crisis In Utopia" 2010 Prosthetic Records Mit Sänger James Paul Luna, Gitarrist James J LaRue und Bassist Tyler Meahl sind hier gleich drei ex- WHITE WIZZARD Members am Start. Schon die gute "Improper Burial" EP der Jungs aus Pasadena/USA machte vor gut einem Jahr mächtig neugierig auf das erste komplette Album. Dieses steht ab sofort in den Läden und wartet eigentlich nur noch darauf, von Euch abgeholt zu werden. Wer schon die erste WHITE WIZZARD EP mochte, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Die zwei Tracks der oben genannten HOLY GRAIL EP sind übrigens mit auf dem Album gelandet. Schade nur, dass sie die zwei sehr gelungenen Coverversionen "Exciter" (JUDAS PRIEST) und "Fast as a Shark" (ACCEPT) der CD Version nicht auch noch mit draufgepackt haben. Holger
HALCYON WAY "Building The Towers" 2010 Nightmare Records
Auf kein anderes Album war ich so gespannt wie auf den 2. Longplayer "Building
The Towers" von HALCYON WAY aus Atlanta, Georgia (USA). Denn für mich war das
veröffentlichte progressive Debüt Metal Album "A Manifesto For Domination" das
absolute Highlight im Jahre 2008!!! Doch leider musste ich 2009 erfahren, dass
einer der besten Sänger (Sean Schields) im Metal - Zirkus das Mikro bei
HALCYON WAY aus den Händen gelegt hatte. Jeder von uns Fans weiss es, dass der
Sound einer Band oft steht oder fällt mit dem Posten hinterm Mikro. Aber meine
Sorge um die Zukunft der sehr sympathischen Jungs war im Nachhinein umsonst.
Denn mit Steve Braun haben sie mehr als einen Ersatz für den Posten hinter dem
Mikro gefunden, der durch seine Variabilität in der Stimme zu den neuen Songs
sehr gut passt. Im allgemeinen und ein bischen auf Kosten der Progressivität
ist der Sound auf "Building The Towers" ein Zacken härter geworden. Was man
gleich beim Opener "Rise To Revise" um die Ohren gehauen bekommt. Nein, ich
nenne das nicht Anbiederung an irgendwelche Trends, sondern eine ganz klare
Weiterentwicklung des eigenen und unverwechselbaren Band eignen Stils. Denn
auch "Building The Towers" ist sehr vielschichtig und erschließt sich nicht
nach einmaligen Hören! Von HALCYON WAY ist es nach wie vor ein sehr sehr
großes Plus........die Variabilität auf dem kompletten Album. Da reihen sich
knallharte Songs an Songs in denen man das Mitsingen einfach nicht lassen
kann. Mal geht es sehr flott zu, dann wird die ruhige Ecke ausgepackt. Ein
Song sei in diesem Zusammenhang genannt: " Death Of A Dream". Im weiteren
Verlauf von "Building The Towers" kommt dann eine Stimme zu der von Steve
Braun dazu, die jeder Metal Fan kennt bzw. kennen müsste (Wer kennt nicht den
weiblichen Part auf den Über-Longplayer "Operation: mindcrime“ von QUEENSRYCHE?)
Genau: Pamela Moore hat mal wieder mitgeholfen ein Metal Album mit ihrer
göttlichen Stimme zu veredeln. War schon klar, das Pamela einen fantastischen
Job gemacht hat und z.B. dem ruhigeren Song "Mouth Without A Head" seinen
besonderes Flair gibt. Ansonsten regiert auf "Building The Towers" die Power
des Gitarrenduos Jon Bodan und Zane, mit herrlichen Leads oder aber einem
Riffing, das sich einen gnadenlos in die Gehirngänge fräst. Aber auch die
Rhythmusfraktion Ernie Topran (Drums) und Kris Maltenieks (Bass) kennt kein
Erbarmen und lässt keinen Stein auf dem anderen. Für mich ist "Building The
Towers" wieder ein erstklassiges Album geworden , mit einem Monster Sound, der
wieder von Lasse Lammert & Jon Bodan gebastelt wurde, dass ich jedem Metal Fan
nur empfehlen kann. Egal, ob Ihr Fans von den alten QUEENSRYCHE, den neuen
FATES WARNING oder CAGE seit. Versteht mich nicht falsch, mit den 3 genannten
Bands versuche ich euch nur die Richtung etwas vorzugeben, damit ihr
einigermaßen wisst, um was es geht bei HALCYON WAY...............Aber der
Sound von den Jungs aus Atlanta ist viel zu Eigenständig um sie in irgendeine
Schublade zu stecken. Gebt den Jungs von HALCYON WAY und ihren Alben einfach
eine Chance und ich bin mir sehr sicher, dass ihr weltweiten Metal Fans eine
neue Band für Euch entdeckt.
DARKWATER "Where Stories End" 2010 Ulterium Records Die Schweden DARKWATER klingen eher wie melodische, progressive U.S. Bands der neunziger Jahre als nach typischem Schweden Metal. Eine Mischung aus den verkannten ETERNITY-X oder den viel zu früh von uns gegangenen OPPOSITE EARTH beschreibt das Ganze sicher recht gut. Dazu noch ein Schuss AVIAN und BALANCE OF POWER und fertig ist ein ganz hervorragender Cocktail. Die Stimme von Ausnahmesänger Henrik Båth gefällt mir hier noch besser als auf den ohnehin schon guten HARMONY Scheiben. Hört euch nur mal den Über-Song "Why I Bleed" mit seinem wunderbaren Refrain an und ihr habt keine Fragen mehr. Aber auch DREAM THEATER und SYMPHONY-X Fans sollten hier mal das eine oder andere Ohr riskieren, denn die Keyboard- und Gitarrensolos reichen von mega- gefühlvoll bis wahnwitzig. Falls euch dieses Album genauso flashen sollte wie mich, dann macht es auch so wie ich und besorgt euch das 2007-er Debüt Album "Calling The Earth To Witness" gleich mit. Das klingt zwar noch roher und ungeschliffener als das aktuelle Material, dafür wirkt es aber um einiges härter. Und dagegen hat ja wohl niemand von uns etwas, oder !? DARKWATER sind für mich bis jetzt DAS Highlight 2010 !!! Mehr Infos auf der Band Homepage: http://www.darkwater.se oder auf http://www.myspace.com/darkwaterofficial. Holger
TOMMY VITALY "Just Me" 2010 IceWarrior Records (36:58) Den Italiener Tommy Vitaly sollten sich alle Fans von neoklassischem Power Metal auf den Einkaufszettel schreiben. Besonders jene, die wie ich den Gitarrengott Tony MacAlpine anbeten, denn einige rein instrumentale Songs wie z.B. "Raven Attack" könnten glatt auf einem der ersten Alben des Meisters gewesen sein. Lediglich bei den zwei gesungenen Titeln geht die Mucke dann in die europäische Melodic/Speed Metal Ecke. Die oft zitierten "alten" HELLOWEEN standen hier wahrscheinlich wieder einmal Pate. So ein klasse Song wie "Fly high, touch the Sky" würde den Hamburgern heutzutage noch gut zu Gesicht stehen. TOMMY hat sich mit Thomas Vikström einen klasse Sänger geangelt, welchen man schon von einigen Alben mit STORMWIND, CANDLEMASS, AUDIOVISION, BRAZEN ABBOT und THERION her kennt. Hinter der Schießbude sitzt kein geringerer als Rhino (ex- MANOWAR) und der hat den Gitarristen und ehemaligen MANOWAR Bandkumpel David Shankle gleich mitgebracht. Dann wären da noch Andrea Torricini (ex- VISION DIVINE, WONDERLAND) am Bass, sowie die beiden Keyboarder Vitalij Kuprij (ARTENSION, TSO, ADAGIO) und Giuseppe "Maestro Mistheria" Iampieri (Bruce Dickinson, Rob Rock). Freunde von oben genanntem Tony MacAlpine, Vinnie Moore, Yngwie Malmsteen und anderen qualitativ hoch angesiedelten Könnern an der Gitarre machen hier beim Kauf nichts falsch. Mehr Infos und Bestellmöglichkeit unter: www.rockitup.org und www.myspace.com/tommyvitaly. Holger
SKULLVIEW "Metalkill The World" 2010 Pure Steel Records (50:43) Als waschechter
U.S. Metal Fanatiker muss man eigentlich alle SKULLVIEW Alben im Schrank bzw.
Regal stehen haben. Also richten sich diese Zeilen eigentlich eher an den
Nachwuchs oder an jene, an denen die Band aus Portage/Indiana bislang
vorbeigerauscht ist. In den Jahren von 1998 bis 2001 brachte die Band mit
"Legends of Valor", "Kings of the Universe" und "Consequences of Failure" drei
wirklich gute Scheiben in relativ kurzer Zeit heraus. Nach dem Weggang von
Sänger Mike "Earthquake" Quimby Lewis wurde es anschließend merklich ruhiger um
die Amis. Mit seinem Nachfolger Eric Flowers nahm man 2004 lediglich ein Demo
auf und die Fans warteten eigentlich auf nichts anderes als auf Quimby's
Rückkehr. 2010 ist es jetzt endlich soweit: Mike "Earthquake" Quimby Lewis is
back. Und das lange Warten hat sich definitiv gelohnt. Lewis singt und schreit
sich in bester Metal Tradition in den höchsten Tonlagen durch die allesamt guten
bis sehr guten Songs. Das typische SKULLVIEW Cover stammt - wie schon auf den
ersten drei Alben - von Kris Verwimp (BEWITCHED, ARCH ENEMY, IMMORTAL, LORDES
WERRE, NEVERMORE und vielen anderen) und rundet somit ein perfektes Metal
Package ab. Holt Euch diese Scheibe, oder der SKULLVIEW Warrior holt Euch !!!
FALL "Samozatracenie" 2010 Temple of Torturous (32:21) Wenn ich schon mal Black Metal höre, dann genau diesen hier. Die Herren Unvit und Razor stammen aus Polen und zelebrieren auf ihrer ersten EP genau diesen doomigen, melancholischen und atmosphärischen Black Metal der unter die Haut geht. Keine Raserei und kein Geholze. Alles sehr getragen und wundervoll depressiv. Der Opener "...W Jesieni" ist noch der flotteste Titel auf "Samozatracenie". Das anschließende über 10 Minuten lange "Fall Vol.1" stellt für mich das absolute Highlight auf dieser CD dar. Herzzerreißende Melodien paaren sich mit schleppenden und monotonen, aber dennoch Ohrenschmeichelnden Gitarrenriffs. Doch auch das folgende "Duch We Mnie Umiera" zieht einen in seinen wiederum fast 10 Minuten Spielzeit in seinen Bann. Mit dem äußerst gelungenen DRUDKH Cover "Glare of Autumn" klingt dann aber auch schon eine viel zu kurze halbe Stunde suizidal gelagerter Black Metal aus. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Für eine EP ist das Teil dann doch ganz schön üppig ausgefallen. Als ungefähren Vergleich ziehe ich hier mal eine Mischung aus MY DYING BRIDE, BURZUM und KATATONIA (an die erinnern vor allem die Lead-Gitarren) heran. Aber das ist nur eine grobe Richtungsweisung für Euch. Denn wirklich geklaut klingt hier nichts. Also einfach CD kaufen, einlegen, Augen zu und schon geht das Kopfkino an. Schaut einfach mal online bei ihrem Label vorbei: http://templeoftorturous.com/ oder hört in ein paar der Songs rein auf: www.myspace.com/autumnalvoid. Holger
WINTERSTORM "A Coming Storm" 2010 Eigenpressung (44:06) Die Bamberger WINTERSTORM kann ich allen Fans von melodischem Powermetal wärmstens empfehlen. Es gibt zwar massig Bands die auf der momentan sehr populären Viking- und Power Metal Welle mitschwimmen, aber nur wenige haben die Klasse einer Band wie WINTERSTORM. Als direkten Vergleich nenne ich hier einmal TURISAS, die für meine Begriffe phantastischen FALCONER oder die Schweizer ELUVEITIE. Und genau hinter diesen Bands brauchen sich die Neulinge aus Franken nicht zu verstecken. Treibende und Ohrwurmartige Songs wie "Battlecry", das schon beinahe süchtig machende "Winterheart", die mit einem Auge auf MANOWAR schielende Ballade "Climb The Highest Mountains" oder das abschließende "Thirst Of Revenge" sollten eigentlich jedem gefallen, der das Metalherz am rechten Fleck hat. Mit Alexander ''Alex'' Schirmer hat die Band einen Sänger mit einer angenehm mittig klingenden Stimme ohne jeglichen "Nervfaktor" in ihren Reihen. Und technisch sind die Jungs an ihren Instrumenten auch über jeden Zweifel erhaben. Mich würde es freuen, wenn die Band diesem guten Debüt noch etliche hochklassige Alben folgen lassen würde. Das Zeug dazu haben sie allemal. Ich werde sie definitiv im Auge behalten. Mehr Infos und Kontakt unter: www.winterstormarea.com Holger
SEVEN KINGDOMS "Seven Kingdoms" 2010 Nightmare Records (56:23) Endlich wieder mal richtig guter, traditioneller Power-Metal mit einer klasse Sängerin und fetten Death Crowls. SEVEN KINGDOM kommen aus Daytona Beach, klingen aber gar nicht mal so sehr U.S. typisch. Die Amis schaffen es spielend, den Bogen zwischen dem von uns so geliebten US Metal und dem eher traditionellen europäischen Metal zu spannen. Phasenweise hört sich die Sängerin Sabrina Valentine wie die kleine Schwester von Amy Lee (EVANESCENCE) an. Und deren Klasse ist sogar bei denen unumstritten, welche EVANESCENCE nicht unbedingt mögen. Die Death Crowls sind recht rar gesät, kommen aber von Herzen und wirken nicht so aufgesetzt wie bei so mancher Möchtegern Death Metal Combo. Erinnert mich in diesem Zusammenhang etwas an die besten Songs der Holländer ORPHANAGE. Auch die Gitarrenarbeit und die Rhythmus Sektion sind über jeden Zweifel erhaben. Nightmare Records haben sich der eigentlich bereits vor einem Jahr in Eigenregie veröffentlichten zweiten Scheibe der Band angenommen, um dieses kleine Juwel nun professionell zu vermarkten. Geile Scheibe. Holger
NACHTMYSTIUM "Addicts - Black Meddle Pt. II" 2010 Century Media (48:01) Beim ersten Titel stellte sich erst im letzten Drittel Interesse ein. Bis dahin war es einfach nur Black Metal Gepolter auf gehobenem Niveau. Doch schon der zweite Titel "Nightfall" lässt erahnen, das diese Band doch um einiges vielschichtiger zu Werke geht als viele ihrer düsteren Kollegen. Erinnert mich alles in allem etwas an frühe KILLING JOKE oder die von mir ach so geliebte und doch von vielen gehasste "Feel Sorry for the Fanatic" Scheibe von MORGOTH. Also etwas für Leute die auf düstere, atmosphärische und teils experimentelle Musik stehen. Für den "durchschnittlichen" Metaller nicht geeignet. Hier braucht es Toleranz und vor allem: keine Scheuklappen. Holger
HEMORAGY "HeadBang Till Death" 2010 Eigenpressung (36:03) Das 2007er Album "Jesus King Of Wine" der Franzosen HEMORAGY zündete bei mir damals leider gar nicht. Trotz mehrerer Anläufe und dem echt kultigen Cover wurde ich mit dem Teil nicht warm und es verschwand schon bald in den unglaublichen Tiefen meiner Plattensammlung. Als ich nun die neue Scheibe von der Band zugesandt bekam, war die Überraschung schon nach den ersten Takten perfekt. Da hatte sich doch einiges getan. Ganz egal ob man "Sold-Out", "My Ticket To Hell", "The Hemo Truck" oder irgend einen anderen beliebigen Song des Albums nimmt, sie alle versprühen den Charme einer 80er Jahre Underground Heavy Metal Pressung mit einer gesunden Portion Humor. Eine ganz klare Steigerung gegenüber dem noch unausgegorenem Vorgänger. Testet diese Pariser Truppe mal im Netz an unter: www.myspace.com/hemoragy und eventuell wird durch meine Zeilen ja auch der eine oder andere deutsche Vertrieb hellhörig. Holger
DRIFTER "Demo 2010" 2010 Eigenpressung (34:46) Endlich!
Gefühlte Hundert Jahre habe ich auf ein neues Lebenszeichen der Schweizer Power/Thrash
Legende DRIFTER gewartet. Der erste Song "The Clown" mutet etwas modern und
sperrig an, mausert sich aber nach mehrmaligem hören zum Ohrwurm. Das
anschließende "Dream Eagle" könnte auch gut und gerne auf einer der beiden 80er
Scheiben der Band gewesen sein. Der Song zündet sofort und macht einen echt
gespannt auf den dritten und letzten Titel des neuen Demos. Bei "Tortured Brain"
wächst Sänger Tommy Lion über sich hinaus. Wieder mal eine absolut geile
Mischung aus Thrash- und Power-Metal Gesang. Für mich ist er eh einer der
unterbewerteten Sänger in diesem Genre. Nach etwas über 15 Minuten ist der Spaß
dann leider auch schon wieder vorbei. Die restlichen Minuten hat man dann noch
mit vier schon bekannten Songs voll gepackt (darunter selbstverständlich "Reality
Turns To Dust"!!!), damit sich auch "unwissende" ein Bild machen können, wie
DRIFTER zu den Hochzeiten des Heavy Metal klangen. Die drei neuen Songs
und natürlich auch einige Klassiker der Band könnt Ihr Euch auf
www.myspace.com/driftermetal reinziehen. Ich freue mich jedenfalls schon
tierisch auf ein komplettes neues Album von DRIFTER !!!
DAWN OF RETRIBUTION "The Plan To End Humanity" 2010 Eigenpressung (42:29) Dieser Tage fand
ich in meinem Metal-Briefkasten ein kleines Päckchen aus dem Land der Koala
Bären und der Kängeruhs - Australien!!! Kurz gefühlt und festgestellt es kann
nur eine CD sein. Hey was für ein geiles Cover jetzt muss die Musik nur noch
stimmen!!! Also auspacken und rein in den Schlund meines CD Players. Und was
soll ich sagen? Die Musik stimmt gewaltig ...... DAWN OF RETRIBUTION haben mit
Ihrem Debüt Album "The Plan To End Humanity" einen Tonnen schweren Death/Thrash
Metal Brocken raus gehauen, der so manchen etablierten Bands zeigt wo der Hammer
hängt! Death Metal Growls duellieren sich mit den Thrash Riffs und die Rhythmus
Fraktion walzt alles in Grund und Boden. Bei den 8 Songs von "The Plan To End
Humanity" gibt es für mich nicht einen Ausfall. Ganz im Gegenteil. Alle Songs
knallen wie die Sau. Heraus heben möchte ich aber trotzdem "The Wake Of
Devastation".... das Riffing schraubt einem die Rübe ab und lässt beim
Headbanging die Nackenmuskeln nur so knacken.
WARBEAST "Krush The Enemy" 2010 Housecore Records (47:48) So ziemlich
alles was auf Phil Anselmo's Label Housecore Records bisher herauskam ging mir
komplett am Allerwertesten vorbei. Dem entsprechend war meine Erwartungshaltung
-was WARBEAST (ehemals TEXAS METAL
ALLIANCE) anbelangt- nur marginal bis gar nicht vorhanden. Doch bereits das vor
etlichen Wochen von der Band online gestellte "We Are The Vultures" und der
Videoclip zum Track "Scorched Earth Policy"
schürten irgendwann dennoch meine Vorfreude auf ein Thrash Gewitter aller erster
Sahne. WARBEAST klingen verdammt nach alten SACRED REICH zu "Ignorance" Zeiten
und vor allem Sänger Bruce Corbitt (RIGOR MORTIS) erinnert mich fast zu 100% an
Phil Rind. Besonders "The Plaque at Hand" lärmt aus den Boxen wie SACRED REICH
in den späten 80ern. Einen solchen Hammer wie zum Beispiel "Born With A
Blackened Heart" hätten viele der hochgejubelten jungen Bands aus diesem Genre
auch gern auf ihrer Scheibe. Haben sie aber bis auf wenige Ausnahmen nicht...
Thrash Maniacs sollten die Band und natürlich die Songs auf
www.myspace.com/texasmetalalliance unbedingt antesten.
STEELWING "Lord Of The Wasteland" 2010 NoiseArt Records (47:54) Und wieder
einmal mehr geiler Metal aus Schweden, “Lord Of The Wasteland” nennt sich das
herausragende Debut dieser jungen Truppe, die gleich mal den Rock The Nation
Award 2009 gewonnen haben und den N.W.O.B.H.M.-Sound frisch und klasse aus den Boxen
wummern lassen.
ELIMINATION "Destroyed By Creation" 2010 Rising Records (62:25) Nach den Senkrechtstartern WARBRINGER und EVILE haben wir mal wieder eine klasse Band aus den Vereinigten Königreichen am Start, welche sich der guten alten Tradition des Thrash Metals verpflichtet fühlt. Sänger Neil Stevens klingt wie der kleine Bruder von Matt Barlow (ICED EARTH) und auch das eine oder andere Riff erinnert an die US Metaller. Wer sich zum Beispiel eine thrashige Variante der US Metaller CATCH 22 vorstellen kann, der sollte hier unbedingt mal ein Ohr oder auch zwei riskieren. Einzelne Titel auf "Destroyed by Creation" hervorzuheben fällt schwer, da man sich sowohl spieltechnisch als auch beim Songwriting durchweg auf gehobenem Niveau bewegt. Nichtsdestotrotz blieb mir gleich beim ersten Durchlauf "Rising from the Grave" mit seinem geilen Eröffnungsriff und den starken Leadgitarren (erinnern ein ums andere Mal an IRON MAIDEN) in den Gehörgängen kleben. Auch der abschließende Titelsong mit seinen über acht Minuten Spielzeit macht Bock auf mehr. Meine beiden Tipps für Euch zum Antesten der Scheibe. Für mich sind ELIMINATION eine DER Überraschungen des Jahres. Wie sagt man so schön?: Unverhofft kommt oft. Wenn es so rockt, dann von mir aus gerne ... Holger
SCARRED "Haunting Memories" 2009 Self Released (24:06) Schon nach den ersten Takten vom Opener "Rise like the Sun" war mir klar, das wir es hier mit einem kleinen Juwel zu tun haben. Klein nur deshalb, weil es sich leider nur um eine 4 Track EP der Kalifornier SCARRED handelt. Spontan kommen einem US Metal Bands wie BANSHEE, BARREN CROSS, MASS, HALLOWEEN und GOTHIC KNIGHTS in den Sinn. Bei den eher getragenen Titeln kann man etliche Parallelen zu frühen SAVIOUR MACHINE und vor allem zu den göttlichen SOLITUDE AETURNUS ausmachen. Die EP klingt absolut zeitlos und Gitarrist John Toscano hat ihn gemeistert, den berühmten Tanz auf der Rasierklinge. Old school riffs gehen Hand in Hand mit einer drückenden und modernen Produktion. Einen nicht unerheblichen Anteil an dem nahezu perfekten Gesamteindruck hat Sänger Eric Claro. Ich kann und will mir keinen anderen für diesen Job vorstellen. Definitiv einer der besten seines Fachs. Einen so geilen Titel wie "First Encounter" würde man heute mit absoluter Sicherheit zu den Klassikern des US Metal zählen, wäre er zwanzig Jahre früher zur Welt gekommen. Besonders die dezenten FATES WARNING und QUEENSRYCHE Anleihen beim "First Encounter" Gitarrensound gefallen mir. Nur am Rande sei der Vollständigkeit halber noch erwähnt, dass Sami De John von den allseits bekannten und beliebten RUTHLESS ("Metal Without Mercy") mal bei SCARRED gesungen hat. Who cares ... ? Mehr Infos unter www.myspace.com/scarredmetal Holger
EREB ALTOR "The End" 2010 Napalm Records (48:17) Schon vom perfekt produzierten Sound her kann das Teil hier keine neue BATHORY Scheibe sein. Nach Quorthons Ableben vor einigen Jahren so oder so ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch erinnert fast alles an selige "Hammerheart" oder "Blood on Ice" Zeiten. Die kurzen gesprochenen Intros ähneln sehr stark den Einleitungen zu alten MANOWAR Epen. Auch das passt, waren diese doch auch ein großer Einfluss für den jungen Quorthon. Das dreiteilige "The End" (Balders Fall / Vargavinter / The Final War) am Ende des Albums sucht vergeblich seines gleichen. Allein diese zusammen 25 Minuten rechtfertigen den Kauf des Albums. BATHORY Fans müssen in dieses Album unbedingt mal reinhören und alle anderen sollten sich eine "doomigere" Version der letzten CROM Scheibe "Vengeance" vorstellen. Blut geleckt? Ich hoffe doch ...! Holger
Thom Mathews "Promo 2010" 2010 Private Pressing (16:32) Nach den ersten Takten glaubte ich noch, ein verschollenes Demo eines mir unbekannten DEATH Songs zu hören. Schon echt frappierend diese Ähnlichkeit in Sound und Spielweise. Doch gleich danach war mir klar, dass Thom Mathews' aktuelles Demo mehr in Richtung der genialen Solo Werke von "Guitar-Shreddern" wie Tony Fredianelli (APOCRYPHA) und Toby Knapp (ONWARD) geht. Aber auch Freunde von eher ruhigeren Kollegen wie Tony MacAlpine, Vinnie Moore oder Patrick Rondat kommen hier voll auf ihre Kosten. Thom hat bereits 2006 mit den extrem Technikern QUINTA ESSENTIA ihr im Underground viel beachtetes Debüt Album "Neutrality For Defined Chaos" eingespielt und im gleichen Jahr auch sein erstes Solowerk "Mindcraft" an den Start gebracht. Die mir vorliegenden drei Songs des Demos sind vom zweiten Soloalbum, welches ursprünglich 2008 erscheinen sollte. Durch die Pleite seines Labels Black Flame Records und persönlichen finanziellen Schwierigkeiten wurde daraus bis heute leider nichts. Er ist also momentan auf der Suche nach einem neuen Label. Alle großen und kleinen Plattenbosse (bitte nur ernst gemeinte Angebote) können Thom hier kontaktieren: thom.mathews@yahoo.com. Hmm ... Wäre doch eigentlich ein gefundenes Fressen für unseren Kumpel Franko von Rock It Up Records (Toby Knapp, NEW EDEN, BYFIST, SAVIOR FROM ANGER u.a.). Muss den doch glatt mal anrufen ... Holger
PAINSIDE "Dark World Burden" 2010 Inner Wound Recordings Meine Herren ... Das Jahr ist keine drei Monate alt und es gibt einen Überraschungsangriff nach dem anderen auf meine Lauscher. Nach den überragenden Scheiben von HEATHEN, OVERKILL und DARKOLOGY schon wieder so ein Gitarren Brett. Neben den fetten Killer Riffs fällt aber vor allem die Stimme von Sänger Guilherme Sevens positiv auf. Man stelle sich ausnahmsweise mal vor, Bruce Dickinson würde bei ICED EARTH oder GRAVE DIGGER singen, dann habt ihr in etwa eine Vorstellung wie das Teil hier abgeht. Die Scheibe knallt dermaßen, dass es an dieser Stelle schon fast überflüssig ist, auf solch illustre Gäste wie Chris Boltendahl (GRAVE DIGGER), Gus Monsanto (REVOLUTION RENAISSANCE, TAKARA, ex- ADAGIO) and Renato Tribuzy (TRIBUZY) hinzuweisen. Hier gilt endlich wieder einmal "All killers - no fillers". Um meiner Begeisterung noch mehr Ausdruck zu verleihen, vergebe ich hiermit 9 / 10 Punkten, obwohl es hier eigentlich keine Punktewertung gibt. Holger
MYSTERY BLUE "Hell & Fury" 2009 Bernett Records (48:27) Die Franzosen MYSTERY BLUE haben wir euch ja schon im Jahr 2003 (siehe Archiv) schmackhaft gemacht. Seitdem hat die Band einige Alben veröffentlicht, welche leider völlig an mir vorbeigegangen sind. Der Gesang von Frontröhre Nathalie Geyer passt prima zu den 11 Songs, egal ob es ein midtempo Titel wie "Piece of Eternity" ist oder eine Power Granate mit thrashigem Einschlag der Marke "Welcome to Chaos" ist. Neben den sich ins Gehirn fräsenden Refrains gefallen mir besonders die ultra geilen Gitarren Soli. Hört man heutzutage leider viel zu selten so etwas. Kurz gesagt ist "Hell & Fury" die perfekteste Verschmelzung von traditionellem Heavy und Power Metal die ich in letzter Zeit gehört habe. Noch dazu hat Produzent Achim Köhler (BRAINSTORM, SACRED STEEL, PRIMAL FEAR, SINNER) der Scheibe einen transparenten und absolut authentischen Sound verpasst. Umso erstaunlicher ist es, das eine Band die es bereits seit Anfang der 80er Jahre gibt in unseren Breitengraden noch so unbekannt ist. Mit der Qualität die MYSTERY BLUE hier abliefern sollte sich das aber schleunigst ändern. Aber irgendwie liegt das ja auch an uns Fans, oder?! Ihr wisst also hoffentlich was ihr zu tun habt! Checkt bitte unbedingt die Homepage der Band www.mysteryblue.com an. Holger
ARMOR COLUMN "Armor Up Your Ass" 2009 MWA Records (21:21) Thrash with
class bieten uns die 5 New Yorker Musiker von ARMOR COLUMN auf ihrer Dedut EP
“Armor Up Your Ass”, dessen Titel sicherlich dem legendären Metallica-Bootleg
“Metal Up Your Ass” aus den 80ern entliehen ist und genau in diese zeitliche
Phase des Thrash Metal lässt sich auch dieser grandiose 4-tracker einordnen,
ohne dabei angestaubt oder altbacken zu klingen.
STEEL ASSASSIN "In Hellfire Forged" 2009 High Roller Records (Vinyl; 37:29) Nach “War Of The
Eight Saints” beglücken uns STEEL ASSASSIN mit einer mehr als Sinn machenden
Neueispielung alter Demotracks, die man schon vom grandiosen “From The Vaults”
Album mit Doni Escolsa am Micro her kennt, die Neueinspielung auf „In Hellfire
Forged“ ist aber umso druckvoller im Sound und bietet mit dem neuen Sänger John
Falzone einen grandiosen Stimmakrobaten, der durch sein kraftvolles Organ zum
Teil sehr an Harry Conklin von JAG PANZER erinnert.
RE-ACTIVATE "Prevailing of the Unkind Domination" 2009 Rock It Up Records (72:23) Das noch junge
deutsche Label Rock It Up Records hat uns Metal Fans ja nun schon mit einigen
Schmankerln (MANIFEST DESTINY z.B.) beglückt. Nun kommt das Label mit dem
Rerelease von „Prevailing Domination“ von den US- Thrashern RE-ACTIVATE um die
Ecke. Auf diesem Rerelease heißt es aber nicht kleckern sonder klotzen!!! Denn
als Bonus gibt es das einzige und selbst betitelte Album von UNKIND. Das macht
dahingehend Sinn, weil bei beiden Alben die Bandbesetzungen fast identisch sind.
RE-ACTIVATE spielen auf dem lang verschwunden und damals in Eigenregie
veröffentlichten Longplayer gemäßigten Thrash Metal und erinnert mich immer
wieder an SACRED REICH (zu The American Way Zeiten) und PANTERA der frühen
neunziger Jahre. Damals wurde im Thrash Metal mehr Wert auf die groovigen
furztrockenen Beats als auf Geschwindigkeit gelegt. Was aber den Hörgenuss von „Prevailing
Domination“ in keinster Weise schmälert. Im Gegenteil, es lässt sich auch hier
zu wunderbar headbangen. RE-ACTIVATE ist auf diesem einzigen Album unüberhörbar
die Spielfreude bei den Powergrooves an zu merken. Ron
FAUSTUS "... And Still We Suffer" 2009 Rock It Up Records Mit dem einzigen Album ’’… and Still We Suffer“ von FAUSTUS hat das deutsche Label Rock It Up Records ein Rerelease an den Start gebracht, was für jeden Thrash Metal Fan ein absolutes Pflicht Album sein muss!!! 1996 veröffentlichten die aus Seattle (Washington, USA) stammenden FAUSTUS mit ’’… and Still We Suffer“ ein technisches Power / Thrash Metal Album in Eigenregie, was nun endlich jedem Thrasher zugänglich gemacht worden ist. Ausgestattet mit 6 Bonus Live Songs (von denen 2 Songs nicht auf dem Album waren) kommt das Rerelease von Rock It Up Records an. Schon 1996 war der Sound von ’’… and Still We Suffer“ sau stark und glasklar und weis die Power der Songs voll und ganz rüber zu bringen. Songwriterisch gab und gibt es absolut nichts auszusetzen, die hauptsächlich im Midtempo angesiedelten Stücke wissen durch eingestreute, schnellere Passagen, fette Grooves und geschickt platzierte Breaks ohne Ausnahme gnadenlos zu überzeugen. Die Vocals pendeln zwischen melodischem Gesang und sehr aggressivem Shouting und können dadurch fette Akzente in jedem einzelnen Song setzen. Bei den Live Bonus Songs wirkt ein gewisser Curran Murphy mit. Ja genau der, der seine Gitarren Künste bei NEVERMORE, ANNIHILATOR und seiner jetzigen eigenen Band SHATTER MESSIAH unter Beweis stellte und noch stellt. FAUSTUS zeigen auf ’’…and Still We Suffer“ ob Studio oder Live jeder Thrash Band der neuen Ära wo der Thrash Hammer hängt. Für jeden Thrash Fan der was auf sich hält ist dieses Re-release ein absolutes MUSS in der Sammlung!!! Ron
SEVENGATES "The Good And The Evil" 2009 IceWarrior Records Das kleine aber
feine deutsche Label IceWarrior Records (Rock It Up Records) hat mit SEVEN GATES
aus Italien, ein starke melodische Power Metal Band, für sich unter Vertrag
genommen. Und mit dem Re-release vom 2008 in Eigenregie veröffentlichten "The
Good And The Evil" Album den ersten Wurf gelandet. Holger
HEATHEN "The Evolution Of Chaos" 2010 Mascot Records (68:36) Nach fast 20 Jahren melden sich HEATHEN endlich mit einem kompletten neuen Album zurück. Und wie!! Zwar schürte die 2004 erschienene "Best of/Cover" Scheibe "Recovered" auf Grund ihrer Klasse starke Erwartungen an das kommende Album, dieser verflüchtigten sich aber im Laufe der letzten Jahre mit zunehmender Wartezeit. Erst als ich HEATHEN 2008 auf dem K.I.T. X live erleben durfte keimte wieder Hoffnung auf. Nach so einer Hammer Performance MUSSTE einfach endlich ein Album kommen. Nämlich ein Hammer Album. Und jetzt ist es tatsächlich wahr geworden. "The Evolution Of Chaos" knüpft tatsächlich fast nahtlos an alte Zeiten an. Mit den Thrash Klassikern "Breaking the Silence" und "Victims of Deception" haben sich HEATHEN die Messlatte selbst in Schwindel erregende Höhe gelegt. Das sie diese nicht toppen würden war mir von vornherein klar, aber das sie so gefährlich nah an ihre eigene Bestmarke herankommen, damit hatte ich nicht gerechnet. Egal wo der famose Klampfer Lee Altus auch mitmischt, es gefällt mir. Sogar die von meinen Lauschern sonst eher gemiedenen DIE KRUPPS waren während ihrer "Altus Phase" gar nicht so übel. Der Mann ist für mich über jeden Zweifel erhaben. Scheint immer das Salz in der Suppe zu sein, der Gute. Wer es bis jetzt (vielleicht auf Grund seiner noch jungen Jahre) noch nicht gerafft hat: HEATHEN sind den viel gelobten und oft zitierten EXODUS nicht nur sehr ähnlich, sondern auch ebenbürtig !!! Thrash 'til Death !!! Holger
EXCALION "High Time" 2010 LMP Records (47:57) "High Time" heißt das neue Album der finnischen Melodic Power Metal Band EXCALION. Die 11 Songs bieten eine konsequente Weiterentwicklung des Band typischen Sounds der auf dem Vorgänger Album "Waterlines" schon sehr ansprechend war. Die Songs sind allesamt höchst eingängig, sehr kompakt und flüssig arrangiert, die nötigen Portion Härte und Power fehlt an keiner Stelle. Leidenschaftliche Melodien reiten auf den Kronen mal sanft knisternder, mal tosend aufschäumender Gitarren-Wellen, die Keyboards begnügen sich zum Glück weitestgehend mit der dezenten Untermalung der Kompositionen. Frontmann Jarmo Pääkkönen verfügt über eine exzellent ausbalancierte Stimme, die melodische Klarheit mit emotionaler Tiefe verbindet, ohne in Weinerlichkeit abzudriften. Bei solchen Tracks wie "The Flags In Line", dem etwas flotteren "Bring On The Storm" oder dem geilen "The Stroud" zeigt Jarmo was er alles drauf hat. Wer auf melodischen Power Metal typisch finnischer Machart steht, kann mit "High Time" gar nichts verkehrt machen. Warum sollen es immer die etablierten Bands aus diesem Metal Genre sein? EXCALION sind allemal genau so gut!!! Ron
ETERNAL LEGACY "Lifeless Alive" 2009 Auburn Records (54:20) Cleveland Metal
strikes again! Mit “Lifeless Alive” ist am 8. Dezember 2009 das neue zweite
Album von Eternal Legacy auf Auburn Records erschienen, welches im bandeigenem
Mercinary Studio in Cleveland von Sänger und Gitarrist Jason Vanek selbst
produziert worden ist und der sehr druckvolle und authentische Sound überzeugt
auf ganzer Linie. IronIngo
RAMPART "Voice Of The Wilderness" 2009 Infernö Records (43:18) Achtung! Exotenalarm. Eine Band aus Bulgarien ist mir schon lange nicht mehr auf den Plattenteller gekommen. Und schon gar nicht solch eine gute. Beim ersten Song "Under Control" dachte ich sofort an einen HELLOWEEN Clone zu "Walls of Jericho" Zeiten. Dieser Eindruck zerschlug sich jedoch mit zunehmender Spielddauer, denn ich ertappte mich im späteren Verlauf der CD immer öfter dabei, dass mich Marias Stimme doch eher an Vidonne Sayre-Riemenschneider (LORDIAN GUARD) erinnert. Wem diese nun doch schon etwas ältere Dame nichts sagt, der sollte aber wenigstens mit dem Vergleich zu CRYSTAL VIPERs Leather Wych (Marta Gabriel) etwas anfangen können. Eine tolle Scheibe, die mit jedem Durchlauf wächst und einen tatsächlich immer öfter zum mitsingen und headbangen animiert. Macht echt Laune das Teil. Für Freunde der oben genannten HELLOWEEN, alten RUNNING WILD oder GRAVE DIGGER sind RAMPART sicher eine gute Wahl. Traditioneller Metal der alten Schule eben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Holger
BIBLEBLACK "The Black Swan Epiloque" 2009 Vic Records (44:22) BIBLEBLACK sind Kraftfutter für die härteren unter euch, die auf BIOMECHANICAL, alte ARCH ENEMY mit Johan Liiva am Mikro oder dessen aktueller Band HEARSE stehen. Auch die guten alten AT THE GATES schimmern stellenweise durch. Das war vor dem ersten Hören gar nicht so klar, denn immerhin ordnete ich bisher Gitarristen wie Mike Wead (HEXENHAUS, KING DIAMOND, ABSTRAKT ALGEBRA, MEMENTOMORI) und Simon Johansson (MEMORY GARDEN, STEEL ATTACK, ABSTRAKT ALGEBRA) Schubladentechnisch doch etwas anders ein. Hier zocken die Schweden eine Mischung aus Thrash Metal und einer Art soundtrackartigem und atmosphärischem Black Metal. Das Ganze auf einem Schwindel erregend hohem technischen Niveau. Beim Übersong "I am Legion" bewegt man sich von der Komplexität her schon fast in DEATH oder DREAM THEATER Gefilden. Passend dazu der ständig wechselnde Gesangsstil von Kacper Rozanski, welcher von Death Growls über Thrash Geschrei bis hin zum typischen Black Metal Gekeife alles drauf hat. Geile Scheibe. Holger
HORDE OF ANACHRON "Aeons Of Damnation" 2009 Eigenproduktion (48:05) Seit kurzer Zeit
habe ich Kontakt (myspace sei Dank) zu einer Band aus Kanada!!! Die Truppe nennt
sich HORDE OF ANACHRON und ist seit 2005 in der Metal Welt unterwegs. Gute vier
Jahre hat es dann gedauert, um jetzt ihren selbst produzierten Debüt Longplayer
auf die Metal Meute los zulassen. Und mit "Aeons Of Damnation" ist ihnen auch
ein feiner Erstschlag in Sachen Blackened Death/Thrash Metal gelungen. Die Songs
dringen mit voller Intensität und Spielfreude aus meiner Anlage und lassen mich
immer wieder aufhorchen, wegen den thrashigen Riffs. So ganz leichte Kost ist
der Stoff von HORDE OF ANACHRON nicht, denn es geht zu dem auch noch phasenweise
ziemlich progressiv zu Werke. Die schnellen Tempo-Wechsel fordern die volle
Konzentration bei mir und so erschließt sich "Aeons Of Damnation" erst nach
mehrmaligem Hören. Das nenne ich mal ein Debüt Album. Von Null auf Hundert! Es
passt wirklich alles perfekt zusammen. Auch hat man in Sachen Covergestaltung
Nägel mit Köpfen gemacht und sich Dan Seagrave ins Boot geholt. Was der Typ für
coole Arbeiten abliefert, dürfte ja wohl jedem Metal Fan klar sein!!! Wen
wundert es da, dass das Cover perfekt zum Sound von "Aeons Of Damnation" passt? Ron
DARKOLOGY "Altered Reflections" 2009 Rockaholics Records (54:35) Michael und Brian
Harris haben es geschafft mal wieder ein gemeinsames Album aufzunehmen!!! Dazu
gründeten sie 2004 DARKOLOGY mit dem Anspruch ein hartes progressives Album auf
den Markt zu bringen. Das ist Ihnen mit "Altered Reflections" aber auch in
Perfektion gelungen. Wie, was Ihr kennt die Gebrüder Harris nicht? Da seit Ihr
selbst Schuld, sag ich nur ... sie sind z.B. auf beiden Alben von ZANISTER zu
hören. Ja genau und ZANISTER sind aus dem Umfeld von David T. Chastian mit
seinem Leviathan Records. Aber genug der Geschichtsstunde, kommen wir wieder zu
dem Debüt Album "Altered Reflections" von DARKOLOGY. Ron
VÖRGUS "Hellfueled Satanic Action" 2009 Infernö Records (30:35) Die bereits seit 1994 existierenden Schweden VÖRGUS stehen in der Tradition alter N.W.O.B.H.M. Bands wie VENOM, TANK und MOTÖRHEAD. Das Ganze noch ordentlich mit einer gehörigen Portion Thrash Metal aufgepeppt und fertig ist der VÖRGUS Drink. Aber geschüttelt und nicht gerührt. Mit dem Song "In Metal We Trust" hat die Truppe aus Stockholm den perfekten Live "mitbrüll" Titel am Start. Das total coole "Down in Flames" hab ich mir wohl an die zehn mal hintereinander rein gezogen. Nur einer der vielen guten Songs des Albums. Bei "Headhunter" wird dann mal kurzzeitig einen Gang runter geschaltet. Ein sehr Doom lastiger Titel, welcher vom Gitarrensound her stellenweise an alte COUNT RAVEN oder SAINT VITUS Riffs erinnert. Danach geht es dann aber volle Kanne weiter. Und zwar Vollgas! Denn "Slave" erinnert mich dermaßen an die guten alten EXCITER, das ich mir deren Klassiker gleich mal wieder aus dem Regal gezogen habe. Diese klasse Scheibe ist für meinen Geschmack mit nur knapp über 30 Minuten Gesamtspielzeit leider etwas zu kurz ausgefallen. Aber wir wollen mal nicht so sein. SLAYERs Überhammer "Reign in Blood" ist ja sogar noch zwei Minuten kürzer. In der Kürze liegt hier mal wieder die Würze. Holger
SHADOW GALLERY "Digital Ghosts" 2009 Inside Out (74:13) Nach dem tragischen Verlust ihres Ausnahmesängers und zugleich auch Aushängeschildes hätte ich diese Band nicht so schnell und schon gar nicht so stark zurückerwartet. Neuzugang Brian Ashland liefert am Mikro eine mehr als nur respektable Leistung ab und lässt einen den leider viel zu früh von uns gegangenen Mike Baker fast vergessen. Musikalisch wird von Anfang bis Ende die gewohnt starke SHADOW GALLERY Kost geboten. Songs wie "Pain" und "Gold Dust" gehören mit zum stärksten, was ich in diesem Jahr von progressiven Metal Bands gehört habe. Die ganz hervorragende Produktion des Albums lässt übrigens auch keine Wünsche offen. Falls ihr SHADOW GALLERY noch nicht kennt: Freunde von SYMPHONY X oder DREAM THEATER sollten unbedingt mal reinhören in diese Scheibe. Die oben angegebene Gesamtspielzeit bezieht sich auf das nett aufgemachte Digipack mit sage und schreibe vier Bonustracks. Schön das es euch trotz so einem Rückschlag noch gibt, Jungs ... Holger
RED CIRCUIT "Homeland" 2009 Limb Music (46:26) Gute drei Jahre
hat es gedauert, bis RED CIRCUIT ein Album zum schon sehr guten Debüt "Trance
State" nachschieben konnten. Die Mannen um Ausnahme Sänger Chity Somapala (u.a.
ex FIREWIND) und Keyboarder Markus Teske haben mit "Homeland" ein fantastisches
Werk in Sachen melodischer leicht progressiver Power Metal abgeliefert. In den
gut drei Jahren seit "Trance State" drehte sich das Besetzungskarussell, was
sich aber nur positiv auswirkte und zu einer enormen künstlerischen
Weiterentwicklung der Band führte. Ron
POWERSTEEL "Ready To Attack" 2009 Private Pressing, 17 tracks (70:37) POWERSTEEL Sänger Lauro Brito -welcher auf dem in unserem Archiv zu findenden Demo noch nebenher Gitarre spielte- ist eine überaus sympathische Person. Seit meinem Review über das letzte Demo stehen wir in mehr oder weniger regelmäßigem Kontakt. Dieser Tage flatterte mir nun endlich die versprochene Debüt CD der Brasilianer ins Haus. Wie erwartet wird auf dieser Eigenproduktion traditioneller Power Metal gespielt. Überrascht war ich darüber, das es keiner der vielen guten Songs des Demos auf das Album geschafft hat. Alle Titel sind komplett neu, hauen aber in die gleiche Kerbe wie das schon bekannte Material. Lauro versucht gar nicht erst irgendwelche Höhenrekorde mit seiner Stimme zu brechen und singt dementsprechend in mittleren Tonlagen. Vom ersten bis zum letzten Titel bietet sich mir hier der Eindruck einer homogenen Band. Passt alles prima zusammen. Zu meinen Favoriten zählen das treibende "Freedom Fighter", der Stampfer "Search for Power" und "Devil's Game". Am besten verschafft ihr euch selbst einen ersten Eindruck und klickt euch durch die Songs auf www.myspace.com/powersteelband. Zu Guter letzt hier noch die Entwarnung: alle 8 Songs des 2005er POWERSTEEL Demos "Don't let Heavy Metal die" als Bonus auf der CD enthalten. Holger
LICK THE BLADE "Graveyard Of Empires" 2009 Auburn Records, 12 tracks (57:37) Mit dem Debut von
LICK THE BLADE aus Ohio liefert uns Auburn Records den nächsten Streich
U.S.-metallischer Metalkunst, wobei man hier schon gleich zu Anfang des reviews
sagen muss, das es einen sehr europäischen Einfluss auf diese junge talentierte
Band gibt : IRON MAIDEN! IronIngo
WHITE WIZZARD "High Speed GTO" 2009 Earache Records (26:49) Eines gleich vorweg: Hier ist der Titel mal nicht Programm, denn High Speed sucht ihr auf dieser CD vergebens. Auf diesem Mini-Album bewegt man sich Sound- und Geschwindigkeitstechnisch auf Augenhöhe mit Bands aus der NWOBHM-era. Als da wären: DIAMOND HEAD, UFO, TYGERS OF PAN TANG und so weiter. Von den Amis aus Los Angeles ursprünglich 2008 als Eigenpressung veröffentlicht und jetzt mit leicht veränderter Tracklist von Earache Records neu aufgelegt, stellt dieses Kleinod ein echtes Highlight für Heavy Metal Puristen dar. Absolut kultig ist das auf der CD enthaltene Video zum Titelsong. Mehr 80er Jahre Retro Feeling geht echt nicht !!! Da die Band das nächste Album in fast komplett umgekrempelter Besetzung aufnimmt, bin ich jetzt schon gespannt ob sie diesen hohen Standart halten können. Holger
SAVAGE MESSIAH "Insurrection Rising" 2009 Candelight Records (43:26) Aus der Asche von
den, für meine Begriffe sehr guten aber doch unbekannten HEADLESS CROSS,
gründete Dave Silver (Vocals & Guitars) 2007 SAVAGE MESSIAH, welche 2007 die
viel Staub aufwirbelnde EP "Spitting Venom" veröffentlichten und nun mit ihrem
Hammer Debüt Album "Insurrection Rising" den etablierten Thrash Bands das
Fürchten lehren will. Ha, und was soll ich sagen: SAVAGE MESSIAH machen das auf
"Insurrection Rising" fast 45 Minuten gewaltig!!! SAVAGE MESSIAH decken die
gesamte Bandbreite des Thrash Metals ab. Knallharte Schädelspalter, groovende
Midtempo-Monster und balladeske Themen sind im Sound der Londoner zu finden.
Auch Sänger & Gitarrist Dave Silver hat zur Vorgänger EP sehr an der
Variabilität seiner Stimme gearbeitet, so das sich alles super zusammen fügt.
ARTILLERY "When Death Comes" 2009 Metal Mind (62:15) Ich gebe es ja zu: Die dänischen Thrasher ARTILLERY haben in meinem Metal Universum bis Dato eine eher unbedeutende Rolle gespielt. Erst als ich sie im Jahr 2000 live auf dem Wacken Open Air sehen durfte, wurde ich durch die starke Performance auf diese Truppe aufmerksam. Und damals hatte ich immerhin schon zwanzig Jahre Metal Erfahrung auf dem Buckel. Und heute, wieder fast zehn Jahre später überraschen mich die Jungs erneut. Verdammt noch mal ! Wo habt Ihr denn diesen Sänger aufgetrieben ? Der ist ja so etwas von geil ! Søren Nico Adamsen ist definitiv mehr als nur ein Ersatzmann für den abtrünnigen Flemming Rönsdorf. Das er die Thrash Songs drauf hat liegt ja in der Natur der Sache, aber was der mit seiner facettenreichen Stimme aus einem Titel wie "Delusions Of Grandeur" herausholt ist einfach nur unglaublich. Wer auch nur einen Funken Metal in sich hat, gehe los und kaufe dieses Hammer Album. Die wieder veröffentlichten ersten drei Klassiker Alben der Band könnt ihr übrigens bedenkenlos gleich mit eintüten. Vor allem "By Inheritance" gehört in JEDE Metal Sammlung. Die oben angegebene Spielzeit bezieht sich übrigens auf das limitierte Digipack mit zwei Bonustracks. Holger
CAGE "Science of Annihilation" 2009 Music Buy Mail (55:43) In allen wichtigen Metal Gazetten wird sie abgefeiert und angepriesen. Auch etliche meiner Kumpels schwören auf die neue CAGE. Mal wieder ist die Rede von einer "zweiten Painkiller" und so weiter und so fort. Man kennt das ja zur Genüge von anderen Reviews. Doch so weit lehne ich mich diesmal nicht aus dem Fenster. Hier klingt für mich vieles zu gleich oder sogar eintönig im Vergleich zu den wirklich saustarken Vorgängeralben "Darker Than Black" und "Hell Destroyer". Obwohl ich nicht so euphorisch über den neuen Output reagiere, gehört er doch UNBEDINGT als Tipp auf unsere Seite. Handwerklich sind CAGE nämlich wie immer über jeden Zweifel erhaben. Vor allem Sänger Sean Peck liefert hier eine schier unglaubliche Leistung ab. Sicher blasen die Kalifornier noch immer 90% aller Power Metal Bands von der Bühne und aus dem CD Player, doch für meinen Geschmack wäre mit etwas mehr Abwechslung diesmal noch mehr drin gewesen. Trotzdem eine der geilsten Bands auf diesem Planeten ... Holger
ILLUSION SUITE "Final Hour" 2009 Limb Music (52:54) Endlich ist es
soweit und die aus Oslo (Norwegen) stammenden ILLUSION SUITE geben mit "Final
Hour" ihr Longplayer Debüt. Wer ILLUSION SUITE noch nicht kennen sollte, aber
z.B. PAGAN'S MIND zu seinen Faves zählt, ist jetzt in der Pflicht. Herrlicher
Progressive Power Metal mit wunderbaren Melodien und entsprechender Härte. Ron
TORCH "Dark Sinner" 2009 Mausoleum Records (51:26) Neu eingespielte Klassiker sind ja meist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite tut es (in den meisten Fällen) gut, die alten Songs endlich mal mit einer ordentlichen Produktion zu hören. Auf der anderen Seite geht natürlich ein ganzes Stück Nostalgie den Bach runter. Beim Hören der TORCH Scheibe trifft für mich ausschließlich ersteres zu. Die neu formierte Truppe um das einzige Originalmitglied und Sänger Dan Dark liefert hier nach sage und schreibe 25 Jahren mal wieder einen Tonträger ab. Und der hat es wahrlich in sich. Die 13 "Best of ..." Songs plus 2 neue Titel knallen ordentlich aus den Boxen. Macht richtig Laune mal wieder "Fire Raiser" oder "Gladiator" mitzubrüllen. Doch auch das neue Material macht definitiv Lust auf ein neues Album. Am besten ihr fackelt nicht lang (geiles Wortspiel) und schaut mal bei Mausoleum Records (www.mausoleum.music-avenue.net) vorbei und hört euch dort die mp3 Files in Hammer Qualität an. Welcome back TORCH !!! Holger
CHICKENFOOT "Chickenfoot" 2009 Ear Music Während sich die Van Halen Clique mit Rückkehrer David Lee Roth am Mikro krampfhaft am Schreiben neuer Songs aufzureiben droht, haben sich zwei ehemalige Bandmitglieder aufgerafft und mal eben ein kleines Meisterwerk eingespielt. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern Joe Satriani (u.a. DEEP PURPLE) an der Gitarre und Drummer Chad Smith (RED HOT CHILI PEPPERS) ist den zwei ex- Van Halen Musikern Michael Anthony und Sammy Hagar eine perfekte Punktlandung gelungen. Fett produzierter und mächtig drückender Rock mit leichtem Blues Feeling. Obwohl hier Ausnahmemusiker am Start sind lassen sich –zumindest musikalisch- keine Starallüren ausmachen. Hier wird absolut songdienlich gespielt. Mal sehen, ob die einstmals so mächtigen VAN HALEN das noch Toppen können. Holger
INMORIA "Invisible Wounds" 2009 Massacre Records (39:25) Wenn man von dem
Städtchen "Bollnäs" in Schweden hört, fallen einem unweigerlich als Metal Fan
die zwei saustarken Metal Bands TAD MOROSE und MORGANA LEFAY ein. Nun kommt mit
INMORIA der nächste Hammer, die das progressive von TAD MOROSE und die Gitarren
Power + Stimme von MORGANA LEFAY vereinen. Wenn ich jetzt noch erwähne, das 4/5
von INMORIA von TAD MOROSE sind und sie sich das unverwechselbare Organ von
Charles "Chulle" Rytkönen (MORGANA LEFAY) ins Boot geholt haben, dürfte jedem
klar sein, was hier auf dem Debüt "Invisible Wounds" zu hören ist. Hammerharte
Gitarren auf einem niemals störenden Keyboardteppich gebettet und mit unheimlich
Druck entfachendem Druming versehen, machen die 10 Songs oder gut 44 Minuten zu
einem absoluten Hörerlebnis. Das auf diesen Sound der Gesang von Charles "Chulle"
Rytkönen passt wie die berühmte Faust aufs Auge, muss ich ja wohl nicht noch
großartig erwähnen. Ron
RESURRECTION "Embalmed Existence" 2008 Massacre (71:53 Min.) Auf den Re-release
von RESURRECTIONs Erstling "Embalmed Existence" aus dem Jahre 1993, hab ich nun
schon ein Weilchen gewartet. Zumal die Reunion von RESURRECTION so ein Sau
starkes 2008er Comeback Album wie "Mistaken For Dead" hervor gebracht hat. Ron
WARPATH "Damnation" 2008 Eigenvertrieb (8 tracks, 39:25 Min.) Das auch in
Großbrittanien großartiger Thrash Metal zelebriert wird, zeigen uns hier
eindrucksvoll die Jungs von WARPATH mit ihrem Debut „Damnation“.- Nicht ohne
Grund wurde die Truppe um ihren sympathischen und stimmgewaltigen Frontmann
Richard Goss als „best unsigned band of the year“ vom Terrorizer Magazine
ausgezeichnet.
MANIMAL "The Darkest Room" 2009 MMM (38:54) Ihr steht auf den
guten alten US-Metal mit geilen Riffs und dem typischen hohen Gesang? Dann seid
Ihr bei den Schweden (!!!) MANIMAL genau richtig. Ihr Sound erinnert phasenweise
an die genialen CRIMSON GLORY. Besonders "Human Nature" ist zu 100% CRIMSON
GLORY. Hätten die auch nicht besser hinbekommen ... Ab und an wird dann doch mal
die europäische Herkunft rausgehangen. "Dreamers and Fools" klingt irgendwie
nach HELLOWEEN mit Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR) am Mikro. "Spinegrinder" ist ein
an alte JUDAS PRIEST Stampfer angelehnter Song und groovt wie Hölle. Samuel "Sam" Nyman
singt wie ein junger Gott und Gitarrist Henrik "Hank" Stenroos zaubert mit viel
Herzblut jede Menge neue Ideen aus dem Ärmel. Hier klingt nichts angestaubt,
geklaut oder altbacken. Es begeistert mich immer wieder, wenn Bands mit der
heute möglichen fetten Produktion und coolen Ideen einem eingefleischten 80er
Jahre Metal "Verfechter" ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Scheibe wird
übrigens ab dem 19.6.09 regulär über Soulfood in Deutschland vertrieben. Sollte
also in jedem gut sortierten Plattenladen zu haben sein. Nix wie hin und
eintüten lassen.
MYSTIC PROPHECY "Fireangel" 2009 Massacre Records (46:10) Da ist es wieder
mal, das Gefühl, etwas ganz besonderes gehört zu haben, nach den ersten
Durchläufen von dem neuen Album "Fireangel" von MYSTIC PROPHECY!!! Gleich beim
Opener "Across The Gates Of Hell" werden die Nackenmuskeln durch das ständige
Headbangen so beansprucht, das man die Wirbel nur noch Knacken hört. Man ist das
ein geiler Sound und eine brachiale Wucht die einem da in die Hörgänge gedrückt
wird. Ich hatte ja mit Neuerungen gerechnet nach dem frisches Blut in die Band
kam. Aber das "Fireangel" so eine Mega Scheibe wird dann doch nicht!!! Man
fragt sich bei den ganzen geilen Solis von Neu - Gitarrist "Constantine", wer
ist Gus G.? (ex- Gitarrist und nun schon lange mit FIREWIND erfolgreich). Diese
rohe aber filigrane Power ist unglaublich. Irgendwie denkt man, das Markus Pohl
und Constantine schon ewig ein Gitarren Duo bei MYSTIC PROPHECY bilden, was ja
so nicht stimmt. Auch die neue Rhythmusbande (Connie Andreszka - Bass und Steve
Dittrich - Drums), machen keine Gefangenen und stampfen alles in Grund und
Boden. Ja und was macht Bandkopf R.D. Liapakis an den Vocals? Einen
Wahnsinns Job den ich nie für möglich gehalten hätte. "Lia" erreicht Höhen mit
seiner Stimme....... unglaublich aber eben doch zu 1000% wahr!!!
HEAVEN & HELL "The Devil You Know" 2009 Rhino (54:52) Nur wo BLACK
SABBATH draufsteht ist auch BLACK SABBATH drin? Stimmt so nicht ganz. Nicht nur
die wieder belebte 1994er "Dehumanizer" Besetzung Dio, Iommi, Butler und Appice
ist zu 100% BLACK SABBATH, nein auch der Gesamteindruck der Platte. Zähflüssige
Riffs von Iommi, gepaart mit dem kraftvollen Gesang einer der besten Sänger der
Rock-Welt. Alles wie erwartet. Am liebsten möchte man selbst mit einem fetten
Filzstift das BLACK SABBATH Logo auf das Booklet krakeln. Die Jungs (ähem …alle
so um die sechzig) haben sich allerdings ganz bewusst neu benannt. Der alte
Bandname ist übrigens „reserviert“ für weitere Aktionen mit Ozzy Osbourne,
obwohl die Namensrechte bei Tony Iommi liegen. Schade eigentlich.
DISASTERPEACE "Disasterpeace" 2009 Music By Mail (49:14) Schon viele
Scheiben wurden in den letzten 18 Jahren seit Erscheinen der übermächtigen "Painkiller"
von JUDAS PRIEST als deren Nachfolger gehandelt. Zu diesen gesellt sich jetzt der
Erstling der neuen Band von Wade Black (CRIMSON GLORY, LEATHERWOLF), Pete Blakk (ex- KING
DIAMOND) und Hal Patino (KING DIAMOND) ein. Durch einen kurzen Gastauftritt
von Andy LaRocque bei "Hallowed Death" ist
bis auf den König selbst fast die komplette DIAMOND Bande am Start. Dennoch hat
das Ganze weniger mit dem alten Betätigungsfeld der Herren gemeinsam als man
annehmen möchte. Der Gesang von Wade Black ist manchmal kurz vorm nerven, aber
Metalheads mit US Metal gestählten Ohren wird sein "Geschrei" zutiefst
entzücken. Hier wird bis auf einige wenige Pausen gepowert und gerifft bis der Arzt kommt.
EISENVATER "IV" 2009 Unundeux (47:24) Die Hamburger
EISENVATER sind Kult. Zumindest für mich. Von Anfang bis Mitte der 90er waren deutschsprachige
Bands wie KIND TOT, SCHWEISSER, DRECKSAU und eben EISENVATER ziemlich angesagt
in der Metal Szene, was sich aber recht schnell wieder legte. Nach 14 Jahren
gibt es nun endlich wieder ein neues Lebenszeichen von EISENVATER. Schlicht und
einfach "IV" genannt, aber das war schon fast Pflicht nach den Alben "I" "II"
und "III". Absolut geil sind wieder einmal die recht langen und fast schon doomigen Songs wie "Vater kommt" und "Holzbein". Zwischendurch lockert man dann
durch kurze und recht verspielte Instrumentals alles etwas auf. Wenn man dann
doch mal das Gaspedal etwas weiter durchdrückt, erinnert der schräge Sound phasenweise an die genialen VOIVOD. Und das beste: Endlich mal wieder deutsche
Texte im Metal, die auch Sinn machen.
HELLRAZOR "In The Wild" 2008 Heaven And Hell Records (39:57) Der
Metal-Underground lebt !- Und das vor allen Dingen und zum Glück auch weiterhin
in den USA. Mit HELLRAZOR kommt ein unglaublicher Hammer aus North Carolina auf
die Metal community herunter, mit „In The Wild“ gibt es treibenden, erdigen,
knallenden und vor allem puren Heavy Metal in der Schnittmenge aus CAGE, HANKER,
METAL CHURCH und MALICE.
IRON HORSES "Titan n´ Bones" (2007 Eigenvertrieb, 10 tracks, 34:42) Mächtig
Bremsspuren und Dampf hinterlässt diese junge talentierte Truppe beim Zuhörer
und begeistert mit höllisch geil gespielten Arschtritt-Rock mit Metal-Attitude
das es nur so sprüht.
XIRON "A Matter Of Gray" 2008 Eigenpressung (44:59) Unverhofft kommt
oft! So gibt es mit “A Matter Of Gray” ein neues Album von XIRON, die bereits
im Jahr 2001 mit „Turn To Stone“ ein wirklich starkes Debüt abgeliefert hatten.
IN SOLITUDE "In Solitude" 2008 High Roller Records (8 Track Vinyl LP) …und wieder einmal
Schweden! Wie kann es nur sein, das dieses Land so unglaublich viele klasse Metalbands hervorbringt ?...- In diesem Fall aus der Stadt mit dem schönen Namen
Uppsala kommt die fünfköpfige Band IN SOLITUDE, die mit ihrem gleichnamigen
Debüt gleich einen gewaltigen Kracher unters hungrige Metalvolk bringen.
HEATHENDOM "Nescience" 2008 Metal On Metal Records (52:52) Nachdem uns das
italienische Label “Metal On Metal” bereits mit den sehr starken CATCH 22
beglückt hat, die wir ebenfalls hier besprochen hatten, hat man mit den
griechischen HEATHENDOM ein weiteres sehr heisses Eisen im Feuer.
WICKED WALTZ "Chapter 1" 2008 Eigenpressung (24:30) Nach dem
unheimlich starken Longplayer Debüt "A Manifesto For Domination" von HALCYON
WAY, habe ich schon wieder so ein Monster Album in Sachen progressiven
Power-Metal zu Gehör bekommen. Na gut, es ist kein komplettes Album was WICKED
WALTZ aus Mobile/Alabama (USA) an den Start gebracht haben - es ist ein 4 Song
starke EP! Aber die 4 Songs sind so stark das jeder Fan des progressiven Metal
Stils vor Begeisterung an die Decke springt. Auch hier sind die Guitars (Micah &
Jamie) unheimlich fett und die Rhythmus Fraktion (Wyatt - Bass & Jason - Drums)
macht keine Gefangenen! Der Sound wird von einem leichten Keyboardteppich (Jeff)
getragen, der sich aber nicht störend auswirkt denn hier steht von Anfang an die
Power im Vordergrund! Auf "Chapter 1",so der Titel dieser Debüt EP, ragt aber
wieder mal der Sänger (Jasyn Rushing) heraus. Es ist unglaublich wo die
progressiven US Bands immer diese sau geilen Sänger ausgraben. Die gut 25
Minuten sind im nu rum und man kommt hier nicht Drumherum den CD Player immer
wieder neu zu starten. Feinster progressiver Metal der einen süchtig macht und
auf ein bald erscheinendes Album hoffen lässt.
HALCYON WAY "A Manifesto For Domination" 2008 Nightmare Records (56:31) Endlich konnte ich
das HALCYON WAY Debüt Album "A Manifesto For Domination" hier in meinen heiligen
Metal Hallen begrüßen. Seitdem ich die 3 Track EP "Deliver The Suffering" hier
habe, hatte ich immer sehr gehofft von den Jungs aus Atlanta, Georgia (USA) mal
ein komplettes Album hören zu dürfen. Denn diese 3 Tracks von der EP haben
unheimlich viel erhoffen lassen. Was soll ich sagen: ein absolut hammergeniales
progressives Metal Album haben HALCYON WAY da mit "A Manifesto For Domination"
an den Start gebracht. Da ist es mal wieder, das Gefühl, etwas ganz besonderes
gehört zu haben!!! Das Album fordert nicht nur die schon völlig überbeanspruchte
Nackenmuskulatur, nein, "A Manifesto For Domination" geht tiefer, viel tiefer
und zwingt einen immer wieder die Repeat Taste im CD-Player zu drücken. Hier
braten die Guitars von Zane Matthews und Jon Bodan vom erstem Takt der CD an und
die Rhythmusfraktion, bestehend aus Ernie Topran (Drums) & Kris Maltenieks
(Bass), walzt alles in Grund und Boden. Aber vor allem die unglaubliche
stimmliche Leistung vom Sänger Sean Shields, macht "A Manifesto For Domination"
perfekt. Natürlich gibt es hier auch ruhige Parts zu erleben, wäre sonst ja auch
auch kein progerssives Metal Album, die sich mehr als perfekt in das Konzept des
Albums einfügen. Wer sich diese gut 57 Minuten progressiven Metal der Extra
Klasse entgehen lässt, dem kann ich auch nicht mehr helfen!!!"A Manifesto For
Domination" ist nur so gespickt mit Highlights und wenn man sie erstmal gehört
hat, schrauben sich die Songs gnadenlos in den Hörgängen fest und man bekommt
sie nicht wieder raus.Wer die härteren FATES WARNING, MAGNITUDE NINE oder
REDEMPTION zu seinen Faves zählt, für den zählt das HALCYON WAY Album nun zur
absoluten Pflicht in der Sammlung.
ENFORCER "Into the Night" 2008 Heavy Artillery (35:12) Das amerikanische
Label “Heavy Artillery” aus New York, die bereits 2 tracks von ENFORCER auf
Ihrem “Speed Kills…Again“ Sampler präsentierten, liefern uns nun (V.Ö.
18.11.2008!) mit „Into The Night“ das erste komplette Album der Schweden. Wieder
einmal wird man sofort nach den ersten Tönen direkt in die 80er Jahre
zurückkatapultiert und mit knalligen Riffs konfrontiert, welche die glorreiche
N.W.O.B.H.M. niemals besser hätte raushauen können, aber auch Größen wie
MERCYFUL FATE und EXCITER seien hier als Orientierung der musikalischen
Ausrichtung genannt. Vom (sehr positiven) Feeling und auch Sound her schlagen
ENFORCER exakt in dieselbe Kerbe wie auch schon die grandiosen METAL INQUISITOR.
Pure Spielfreude, Wucht und unbändige Power, klasse Gesang von Olof Wikstrand
und alles in hammergeile Songs verpackt, die auf diesem Album ausnahmslos als
genial zu bezeichnen sind.
MINDWARP CHAMBER "Delusional Reality" 2008 Netherworld Records (61:17) Wer kann sich noch
an die EP „Sceptics eye“ aus dem Jahr 2007 erinnern? Jetzt gibt es endlich die
Vollbedienung mit der ersten kompletten Scheibe der Band. Interessant ist
natürlich hier auch die Besetzung. Hatte ich mich doch schon riesig gefreut, als
sich
SOTHIS "De Oppresso Liber" 2008 Candlelight Records (48:26) Endlich ist er da,
der erste Longplayer der Kalifornier SOTHIS mit dem Namen “De Oppresso Liber“.
Nach dem ersten selbst betitelten Demo, das zweite Werk der Amerikaner. Eine
Reise in die dunklen, kalten Sphären des Kosmos. Brutal, technischer,
melodischer Black Metal. SOTHIS haben mit ihrem neuesten Werk “De Oppresso Liber“
eine amtliche Scheibe in Sachen moderner Black Metal anno 2008 hingelegt.
Schepperndes, Untergangsstimmung erzeugendes, Keyboard und kraftvolle drums
runden die eigenständigen 9 Songs ab. Wo Bass und Gitarre sich in den Reigen
perfekt einreihen. Black Metal, der nicht unbedingt typisch amerikanisch klingt,
denn auch die europäischen Vorbilder lassen streckenweise grüßen. “De Oppresso
Liber“ ist keine Kopie irgendeiner Band, sondern ganz und gar eigenständig. Für
jeden Black Metal Fan von Bands wie DIMMU BORGIR und CRADLE OF FILTH ein Muss.
Neugierig geworden? Dann checkt SOTHIS auf www.myspace.com.
BULLET "Bite The Bullet" 2008 Black Lodge Records (41:40) Das Metal richtig
Spaß macht und dabei mächtig Arsch tritt, bewiesen die schwedischen BULLET
bereits 2006 mit ihrer CD “Heading For The Top” und grandiosen
Festival-Auftritten letztes Jahr unter anderem auf dem Headbangers Open Air.
Jetzt kommt mit „Bite The Bullet“ der mehr als würdige Nachfolger.
STONE COLD BLACK "The Cell" 2008 Kingstreet Records (47:47) Um den Sound von
STONE COLD BLACK zu beschreiben, fällt mir am ehesten die Bezeichnung “Rock
Thrash” ein und das weiß durchaus zu gefallen, was auch der diesjährige Auftritt
beim H.O.A. bewiesen hat, auf dem Stone Cold Black die undankbare Aufgabe hatte
in der Mittagszeit auftreten zu müssen. Bereits nach kurzer Zeit füllte sich
aber der Platz vor der Bühne für die frühe Zeit sehr gut, da sich dann doch
aufgrund des prägnanten Sounds die Leute angezogen wurden. Ein Indiz für diese
talentierte Truppe ist sicherlich, das Sänger Korea Black (ja zum Teufel,
Klischee muss sein!) wie ein kleiner Bruder von Tom Araya aus den Lautsprechern
dröhnt.- So kommen Songs wie „Day Without Shadows“, „Betrayer“ oder auch vor
allem „D-Fense“und „Reunity“ wie rockige und trotzdem thrash lastige Machwerke
früherer SLAYER rüber, checkt einfach mal die drei tracks auf myspace.com an und
verschafft euch einen eigenen Eindruck.
MEMORY GARDEN "Carnage Carnival" 2008 Vic Records (51:34) Um es gleich vorwegzunehmen, diese Platte ist ein Hammer. MEMORY GARDEN sind zurück! Das neue Album "Carnage Carnival" ist ein eindrucksvolles Comeback der schwedischen Melodic-Power-Doom Meister um Ausnahmesänger Stefan Berglund. Ehrlich gesagt, hätte ich es den fünf Schweden nicht zugetraut, dass sie noch mal ein Album abliefern und so ein Hammer starkes gleich gar nicht! "Carnage Carnival wirkt so frisch, als wäre es das Debüt einer jungen, hungrigen Band. Aber man merkt den Songs auch an, dass hier erfahrene und gereifte Songwriter am Werk sind. Die Melodien und Hooklines jedes einzelnen Songs sitzen und bleiben im Gedächtnis problemlos hängen. Schon alleine der Opener und Titeltrack "Carnage Carnival" gibt beeindruckend die Marschrichtung der gut 52 Minuten dieses Longplayers vor. Es scheint, als hätten MEMORY GARDEN in den acht Jahren seit dem Longplayer "Mirage" an Spielfreude zugelegt. Bei "Carnage Carnival" wurde alles richtig gemacht. Die Produktion von Mike Wead (KING DIAMOND, MERCYFUL FATE) ist kraftvoll und setzt alle Instrumente sehr gut in Szene. Das Cover zeigt einen sehr fies grinsenden Clown und passt zum Album wie die berühmte Faust auf das Auge. Auch einen Ausfall sucht man bei den 10 Songs vergebens ... ganz im Gegenteil. Hit reiht sich an Hit!!! Wer immer noch nicht überzeugt ist, dass das ein Pflichtalbum für alle Power-Doom-Fans von Bands wie CANDLEMASS, SOLITUDE AETURNUS, FORSAKEN usw. ist, sollte sich das Video zu "Carnage Carnival" auf der Myspace Seite von MEMORY GARDEN ansehen:www.myspace.com/memorygardenofficial Es besteht absoluter Kaufzwang. ABER Vorsicht! Suchtgefahr ist nicht ausgeschlossen!!! Ron
CATCH 22 "Soulreaper: Evilution/Devilution" 2008 Metal On Metal Records (84:30)
Vorab erstmal ein persönliches Statement, welches mir sehr am Herzen liegt und
zwar bezüglich der neuen JUDAS PRIEST: Was für ein unglaublicher Müll, wir
wollen die Rübe schütteln und nicht meditieren!!! (Sorry, Holger, aber da ist
mir wirklich nicht zu helfen!). IronIngo
TX.BARRYT "Sharx" 2008 Rough Cat Records (24:19) Mit der aktuellen
CD von TX.BARRYT wird die Band eigentlich zu Grabe getragen. Die Aufnahmen
stammen aus dem Jahr 1994 kurz vor deren Auflösung. Zuvor hatte man 1993 ein
sehr gutes Debüt auf den Markt gebracht (siehe hierzu das Review in
www.metal-treasures.com). Diese CD ist mittlerweile in Sammlerkreisen gesucht
und etwas kostenintensiver in der Anschaffung. Die Songs auf „Sharx“ knüpfen
stilistisch an der ersten Veröffentlichung an. Die Band spielt weiterhin
US-Metal. Mittlerweile hat sich die Band mit 2 neuen Mitgliedern reformiert. Und
das ist auch in großem Maße den Fans zuzuschreiben. Beharrlichkeit zahlt sich
eben aus. RonJacMetal
SWORN AMONGST "And So It Begins" 2008 Rising Records (54:26) Die aus Hull (Großbritannien) stammenden melodischen Thrasher SWORN AMONGST sind mit ihrem zweiten Album nun bei Rising Records gelandet. Was die vier Jungs ein Stück voran bringen müsste! Denn was sie auf dem gut 55 Minuten langem Album "And So It Begins" zu bieten haben, ist arschtighter, extrem die Nackenmuskeln beanspruchender Thrash der zu keiner Phase langweilig oder gar eintönig wird. Jeder Song wird von den höchst melodischen Twin-Guitars getragen, so das man sein Fucking Head bangen muss. Die knallharten Riffs prägen sich sofort ein und werden durch das Double Bass Drumming regelgerecht in das Hirn reingefräst. Das alles zusammen mit einem glasklaren und wuchtigen Sound, der "And So It Begins" verpasst wurde, macht das Album zu einem wahren melodischen First Class Thrash Album, das man unbedingt antesten sollte! www.myspace.com/swornamongst Ron
EXMORTUS "'In Hatreds Flame" 2008 Heavy Artillery (43:00) Meine Fresse, das
ist vielleicht ein Hammer! Wenn der Klampfer nicht stunden-, wochen- oder
jahrelang Yngwie Malmsteen, Joey Tafolla, David T. Chastain und Tony MacAlpine konsumiert hat will
ich Otto heißen. Wahnwitzige shredder Attacken und Neoklassisches Gedudel auf
höchstem Niveau wird hier zelebriert. Das Ganze dann aber nicht in der
herkömmlichen, von den eben genannten Herren fabrizierten Art, sonder in bester
Death/Thrash Manier. Das Album groovt und ballert an allen Ecken und von vorn
bis hinten. Grandios. Der Flitzefinger namens Balmore hat zudem noch die
Gesangsparts übernommen und hat verdammt noch mal Charakter in der Stimme. Sein
Gesang tritt den ohnehin schon sehr harten Songs noch mal so richtig in den
Arsch. Sein Kumpel Conan an der Rhythmusgitarre steht ihm in punkto Spielfreude
und Technik in nichts nach. Das Duo müsste man echt mal live sehen. Überhaupt
klingt die gesamte Band ziemlich tight und reifer als so mancher hochgejubelte
Act der New Wave Of American Thrash Metal. Gefällt mir persönlich
noch einen Tick besser als die letzten Veröffentlichungen von Heavy Artillery. Und die hatten es wirklich in sich ...
GRIFFEN "'Demo 2007" / "Linked In Eternity" Demo 2008 Es sind schon ein
paar Tage in das Land gezogen, als ich beide Demo CDs von GRIFFEN aus Schweden
in meinem Metal- Briefkasten fand. Da ich schon eine gewisse Zeit beobachte was
die Jungs so treiben, wusste ich nur zu genau was mich bei den insgesamt 9 Songs
erwartete. Auf den insgesamt gut 45 Minuten beider Demos ( 2007 "Griffen" und
2008 "Linked In Eternity") knallt richtig geiler Heavy Metal aus den Boxen
meiner Anlage. Den Sound von GRIFFEN kann man grob umreißen mit typischem US
Metal der 80-er Jahre mit einer Prise europäischen Stahls solcher Bands wie
TAROT oder PRETTY MAIDS.
MOONSORROW "'Tulimyrsky EP" 2008 Spinefarm Records (68:18) Mit ihrem neuesten
Opus „Tulimyrsk“ haben MOONSORROW wieder einmal ein Meisterwerk im Bereich Pagan
/ Folk Metal hingelegt. Die EP beinhaltet insgesamt 5 Songs, wobei der Opener „Tulimyrsk“
mit ca. 30-minütiger Länge von dem Hörer einiges abverlangt.. Ruhige
Erzähl-Passagen wechseln sich mit epischen Pagan Metal in gewohnter MOONSORROW
Manier ab. Aber relativ lange Songs sind ja keine Seltenheit bei den Mannen um
Ville Sorvali (Gesang, Bass).
JUDAS PRIEST "'Nostradamus" 2008 Columbia Records/Epic Records (01:42:41) Die Briten JUDAS
PRIEST gehören gemeinsam mit IRON MAIDEN und BLACK SABBATH zu den wichtigsten
Bands in der inzwischen fast 30-jährigen Geschichte des Heavy Metal. Als IRON
MAIDEN 1980 ihr erstes Album herausbrachten, konnten die Priester aus Birmingham
bereits auf stattliche fünf Studio- und ein Livealbum zurückblicken. Auch heute
noch wird in Metal Kreisen teils heftig diskutiert, wer denn die erste „echte“
Heavy Metal Band war. Ich schließe mich der Meinung an, dass die JUDAS PRIEST
Platte „British Steel“ aus dem Jahr 1980 die New Wave Of British Heavy Metal
Welle erst so richtig losgetreten hat. Holger
YIGAEL'S WALL "'Requiem For The Living" 2007 Reign Recordings (67:24) Aus San Francisco in US of A stammen YIGAEL'S WALL, die nun mit ihrem Debüt Album "Requiem For The Living" um die Gunst der Thrash Metal Heads buhlen. Dabei stellen sich die vier Burschen gar nicht so ungeschickt an. Nach dem düsteren Intro, zeigen uns die Jungs, was eine Old School Thrash Metal Harke ist und gehen dabei extrem souverän an die Sache ran. Klar erfinden auch YIGAEL'S WALL den Thrash nicht neu, aber im Rahmen ihres Thrash Metal Käfigs bewegen sie sich sehr sicher und zielgenau. wie das klingt kann sich jeder Thrash Head sicher vorstellen ... rotziger, heißer sehr rauer Gesang der nahe an der Schwelle zu Grunts steht, sägende Guitars, eine flott dreschende Rhythmusfraktion, die auch vor halsbrecherischen Breaks nicht zurück schreckt. In den neun Songs (+ 4 Demosongs) steckt viel Power und Aggression, zu denen man hervorragend headbangen kann. Meist schön schnell und gradlinig = direkt in die Fresse, sind die Songs, die sich sofort im Ohr festsetzen und einfach zu gefallen wissen. Wer den klassischen Thrash Metal zu seinen Faves zählt, sollte sich "Requiem For The Living" dick auf seinen Einkaufszettel schreiben. Oder zumindest mal YIGAEL'S WALL unter www.myspace.com/yigael39swall antesten. Ron
CONQUEST "'End Of Days" 2008 Dark Star Records (49:47) Die Power/Thrasher
aus St. Louis (Missouri), US of A stammenden CONQUEST, melden sich mit ihrem
fünften Langeisen "End of Days" gewaltig zurück. Bis jetzt wurde die Truppe hier
in Europa ja fast ignoriert, was für mich total unverständlich ist. Denn auch wie
die vier Vorgänger Alben, beeindruckt "End Of Days" mit wuchtigen Grooves,
packenden Refrains, brillanten Soli und einem einzigartigen Mix aus hartem
treibenden Power Metal und brachialen Schädel spaltetenden Thrash Metal. "End Of
Days" bietet alles was ein Power/Thrash Metal Fan von einem Album erwartet.
Ob
Songs zum mitgrölen wie "Walk Alone" , groove Monster wie "It's All Over" oder
gnadenlose Thrash Songs wie "Annihilation Complete". Der Übersong ist für mich
"Killer Machine"! Ihn zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen. Nur so
viel, ruhig bleiben ist nicht drin ... Headbangen ist absolute Pflicht!!!
Wer mir nicht glaubt, hört Euch den Killer "Killer Machine" auf
www.myspace.com/conquestmetal
an. Es ist echt an der Zeit, Derrick Brumley (Vocals, Guitar), Mike Crook (Guitar),
Tony Restivo (Bass) und Tim Fleetwood (Drums) die Aufmerksamkeit zu geben die
Sie schon längst verdient haben.
SACRED OATH "'Till Death Do Us Part - Live In Germany" 2008 Angel Thorne Music Company (55:28) Endlich wieder ein
Album einer Kultband aus den 80-er Jahren. Dass es sich hierbei nicht um neue
Songs handelt, wird man bei der Songlist sofort feststellen. Der Spaßfaktor ist
aber davon nicht getrübt. Auf dem Silberling können sich alle Fans von SACRED
OATH nochmals den Gig vom Keep it True im November 2007 ins Gedächtnis rufen.
Und natürlich für alle Metaller, die nicht vor Ort waren, eine Gelegenheit die
Band wenigsten von Konserve live zu hören. Die ausgewogene Mischung der beiden
regulären Alben aus den Jahren 1987 und dem genialen Comeback von 2007 lässt
keine Wünsche offen, höchstens nach mehr!!
SABATON "The Art Of War" 2008 Black Lodge Records (49:37) Mit ihrem neuen
release haben sich die schwedischen Metal Warriors SABATON selbst übertroffen.
Zum Glück sind alle bisherigen trademarks der Band beibehalten worden und mit
dem charismatischen Sänger Joakim Broden (rollt das „R“ mit tiefster
Überzeugung!) hat man im Gegensatz zu vielen anderen Bands einen großen Vorteil:
Wieder erkennungswert!
EDEN SANDS "Livings Kills" 2008 Eigenpressung (40:12) Nach dem ersten
Durchlauf des Debüt Albums war ich überrascht und begeistert zugleich. Wenn ich
es nicht wüsste, hätte ich nie auf eine Band aus Frankreich getippt. Was nicht
nur am englischen Gesang liegt. Feinster melodischer Power Metal aus einer Mixtur
der Stärken des US- und Euro Metals brettert da aus den Boxen. Gekrönt wird das
Ganze durch den kraftvollen und mehr im höheren Bereich angesiedelten Gesang von
Stefan Tudela. Endlich mal wieder ein Sänger der drauf hat und voll meine
Geschmacksnerven trifft. Und die Jungs an den Instrumenten lassen sich auch
nicht lumpen. Hier wird ordentlich geklotzt und nicht gekleckert. Für mich eine
der besten Scheiben aus dem Nachbarland in der letzten Zeit. Weiter so.
www.edensands-band.com
V-PROJECT "New Machine" 2008 DMV Music (45:55) Der Name ist
Programm. Hier handelt es sich um das Projekt von David Vaccaro, der auch für
die musikalische Umsetzung zuständig war. Da hat der Gute wohl leider keine
weiteren musikalischen Mitstreiter gefunden. Schade eigentlich, da die Rockmusik
doch recht alltagstauglich ist, fernab jeglicher Experimente. Doch siehe da, für
das Mikro hat sich David teilweise noch eine Hilfe geholt. Und hierbei handelt
es sich nicht gerade um einen unbekannten Sänger. Wer sich noch an MSG (McAuley
Schenker Group) erinnert, kann sich denken wer gemeint ist. Richtig, Robin
McAuley hat bei diesem Album seine Finger mit im Spiel. Das gibt dem Ganzen noch
einen Schub. Zwar nicht gerade die Headbanger-Mucke, aber zu einem gemütlichen
Abend am Grill die richtige Unterhaltung.
www.dmvmusic.com
BY BLOOD ALONE "Seas Of Blood" 2007 Jericho Hill Records (50:21) Heute beehren uns
die Amis BY BLOOD ALONE mit ihrer noch aktuellen Scheibe. Laut Promo-Info
handelt es sich um Gothic/Progressive/Metal. Nun gut, nehme ich halt zur
Kenntnis. Aber eigentlich läuft die CD flüssig wie eine Gerstenkaltschale rein.
Kein Gefrickel oder Düstermucke. Nein, gediegene Handarbeit von Hard Rock bis
Metal mit einem winzigen Schuss Bombast sowie progressiven Elementen und immer
melodiebetont. Das hier auch Vergleiche zu NIGHTWISH oder WITHIN TEMPTATION
aufkommen, liegt wohl daran, dass wir es mit weiblichen Gesang zu tun haben.
Tja, und da liegt der Hase im Pfeffer. Ich wünschte mir etwas mehr Aggressivität
in der Stimme von Cruella. Würde den Songs sicherlich gut tun. So klingt es doch
teilweise recht zahm. Aber trotzdem sollte man sich die Mühe machen, auf der
Homepage in die Songs reinzuhören.
www.bybloodalone.com
PUNISHER "Deathbed Of Bloodshed" 2007 Eigenproduktion (15:08) Es ist schon einige Zeit her, als ich die CD von PUNISHER aus Derby (England) in meinen heiligen Heavy Metal Hallen begrüßen durfte. Seitdem ist die leider viel zu kurze, 3 Song starke CD aber richtig heiß gelaufen. Geboten wird in den gut 15 Minuten von "Deathbed Of Bloodshed" allerbester Metal, wie wir ihn aus den guten alten Zeiten aus United Kingdom gewohnt waren. Die Jungs von PUNISHER pendeln mit ihrem Sound zwischen hartem treibendem Power Metal (Rebelution) und klassischem 80-er Jahre Insel Thrash (Fear The Punisher). Trotz alledem, können sie die Einflüsse des NWOBHM nicht verleugnen. Dafür sorgt schon allein der Gesang von Chris Whitehurst (ex Dreadnought)!!! Das ganze nenne ich dann doch wieder höchst Eigenständig!!! Ich hoffe sehr, dass PUNISHER ein Bein auf den Boden bzw. in die Tür bekommen, um mit einem Longplayer zeigen zu können, was in ihnen steckt. Wer jetzt noch eine Hörprobe braucht, kann es hier tun: www.myspace.com/punisherband Ron
DIVE "The Truth About Us" 2007 Dive (32:37) Ist schon toll,
was so alles im Briefkasten landet. Die CD ist sicherlich nicht für diese Seiten
geeignet. Aber egal, so erfahren eben alle Leser was sich hinter dieser
Veröffentlichung versteckt. Ich werde mich auch selbst nicht weiter über die
dargebotene Musik äußern, da es wohl reine Geschmackssache ist. Meiner Frau
gefallen jedenfalls die 5 dargebotenen Songs (Liebe Promoter, wenn ihr schon
Promo-CD’s schickt, dann wenigstens mit dem kompletten Album. Stückwerk könnt
ihr gerne behalten. Und schaut vorher mal die Ausrichtung der Homepage an!!). So
nun will ich auch noch die Katze aus dem Sack lassen. Mit der Musik von DIVE
können sich alle Fans von Bands wie COLDPLAY, SNOW PATROL oder MELEE anfreunden.
Nix für Truemetaller.
THE VENGEFUL FEW "The Vengeful Few" 2 007 Beagleator Music (42:40)Da ist sie
nun, die erste CD der 2004 gegründeten Band THE VENGEFUL FEW. Laut
Bandbiographie in der Homepage widmet man sich ausschließlich dem legendären
80-er Metal. Diese Aussage kommt bei mir und meinen empfindlichen Lauschlappen
immer gut an. Nun musste nur noch der Beweis angetreten werden. Dies geschah
nach den ersten Takten des Openers sofort. Eine wohlige Entspannung machte sich
während der gemütlichen Autofahrt breit. Und man kann den Junges getrost ein
Kompliment machen, dass sie nicht zuviel versprochen hatten. Der typische
US-Metal gepaart mit einem Mix aus IRON MAIDEN / JUDAS PRIEST lässt die Mucke
munden wie ein gutes Rinderfilet. Na was will denn ein alter Metaller wie ich
denn noch mehr. Vor allem verstehen es Tom Catuosco und John Zambri auch mal wieder zu
demonstrieren, wie eine Leadgitarre zu klingen hat. Und mit Keith Vitali hat die
Band einen Sänger, der gekonnt die gebotenen Songs mit seiner angenehmen Stimme
veredelt. Yeah, da wippt das Holzbein im Takt mit, hehehe. Ich hoffe, dass
einige Vertriebe in Deutschland diese Zeilen lesen (machen sie ja sowieso) und
das Teil bei der Band ordern.
www.thevengefulfew.com
BYFIST "Preserving The Past: The Collection" 2008 Rock It Up Records (50:45) Mit Davey Lee, Notch Vara, Jay Wegener und Jesse Vara sind bei den Texanern BYFIST heutzutage sage und schreibe drei aktuelle und ein ex- Mitglied von REVEREND am Start. Die Band werkelt seit 1987 in ständig wechselnder Besetzung im Underground herum (mit Unterbrechung von 1992 bis 1999) und ist mit Sicherheit nur totalen Insidern ein Begriff. Dafür genießt sie bei denen aber einen absoluten Kultstatus. Der Opener "Mary Celeste" von der '89-er EP "Adrenalin" legt die Marschroute für die nächsten fünfzig Minuten fest. So und nicht anders muss schnörkelloser US-Metal klingen. Und Knaller wie das speedige "Meltdown" treiben einem unweigerlich die Freudentränen in die Augen. Kurios: Nicht weniger als vier Sänger tummeln sich auf diesem Release (darunter ex- FIARRO Shouter Vikk Real, heute bei ONE OF SIXX). BYFIST sollte sich jeder Fan von US-Metal Bands wie HEIR APPARENT, SACRED RITE, SHOK PARIS oder WARRIOR auf dem Einkaufszettel notieren. Bestellmöglichkeit: www.rockitup.de Holger
WHITESNAKE "Good To Be Bad" 2008 Steamhammer (50:38) Nach über zehn Jahren ist es WHITESNAKE Chef David Coverdale endlich gelungen ein neues Studioalbum zu veröffentlichen. Die weiße Schlange aus Großbritannien rockt nach der doch etwas enttäuschenden „Restless Heart“ endlich wieder richtig. Wieder mal beeindruckend ist, wie die Band den Bogen vom erdigen Blues Rock ihrer Frühphase hin zu druckvollen Hard Rock Nummern spannt. Natürlich dürfen auf einer WHITESNAKE Scheibe auch die obligatorischen Balladen nicht fehlen. „All I Want All I Need“, „Till The End Of Time“, sowie das an den Überhit “Still Of The Night“ erinnernde „Lay Down Your Love “ sind genau diese typischen Schmachtfetzen, welche in den mittlerweile mehr als dreißig Jahren Bandgeschichte zum unverkennbaren Markenzeichen geworden sind. Wenn die Truppe um den Macho Coverdale dann auch noch richtig losrockt, wird geklotzt und nicht gekleckert. Neu-Gitarrist Doug Aldrich (einigen sicher bekannt aus Bands wie LION und DIO) machte schon auf der „Live In The Still Of The Night“ DVD eine ausgesprochen gute Figur. Im Studio kann man ihm nun auch einen ähnlich guten Job wie John Sykes (THIN LIZZY) auf der Götterscheibe „1987“ und Saitenhexer Steve Vai auf „Slip Of The Tongue“ bestätigen. WHITESNAKE zeigen hier stellvertretend für alle ihre „älteren“ Kollegen eindrucksvoll auf, dass man mit über 50 noch lange nicht zum alten Eisen gehören muss. Zitat David Coverdale: „Es ist sehr maskulin. Sehr muskulös!”. Besser kann ich dieses Album auch nicht beschreiben. Holger
GUN BARREL "Outlaw Invasion" 2008 Limb Music Products (53:21)
Ladys and Gentleman, here comes the OUTLAW INVASION!!! Ron
ENCHANTER "Secrets Vol. I / Symbols in Stone" 2008 Pure Steel Records (61:48) Als ich vor langer Zeit das Review zu “Symbols in Stone” geschrieben habe, war die Band ein vollkommen unbeschriebenes Blatt. Doch im Laufe der Zeit hatte sich die Qualität dieser Scheibe herumgesprochen, so dass im Underground ein merklicher Zuspruch zu verzeichnen war. Diese Eigenpressung der Band ist nun mittlerweile vergriffen. Schade war eigentlich, dass die CD recht kurz war, obwohl die Band noch einige Songs in der Hinterhand hatte. Mein frommer Wunsch von damals auf Nachschlag wurde nun erfüllt. Endlich hat sich ein Label gefunden, dass dieser Band eine metallische Heimat bietet. Und hier ist der Name auch Programm. Wer sich Pure Steel Records nennt, muss einfach solche Bands unter Vertrag haben. So, nun zur CD. Die 7 Tracks der bereits besprochenen CD sind als Bonus auf der aktuellen Veröffentlichung nochmals zu finden. Hauptsächlich ging es aber um den offiziellen Release der Songs von „Secrets Vol.I“. Jetzt gibt es also ordentlich was für die sauer verdiente Kohle. Insgesamt kann der Silberling jetzt mit 16 Songs den Truemetaller zum Frühlingstanz animieren. Die neu hinzugekommenen Songs stehen den bereits bekannten Ohrwürmern in nichts nach. Es wird weiterhin in der Spur unserer Kultband wie CIRITH UNGOL, OMEN, MANILLA ROAD ect. musiziert. Also true, trueer, am truesten ... ENCHANTER. So, nun liegt es an der Band, das entfachte Feuer am lodern zu halten. Hier wäre es wirklich sehr schade, wenn nicht in kürzester Zeit aktuelles Material nachlegt wird. Also liebe Leute von Pure Steel, tretet den Jungs gewaltig ins Hinterteil. Die Fans warten, aber nicht zu lange. Unbedingte Kaufempfehlung!! Mehr Infos auf: www.puresteel-records.com RonJacMetal
DEKADENT "Deliverance of the Fall" 2008 Pentacle Music (42:54) Na das fängt ja gut an. Man freut sich auf ein neues Jahr voller musikalischer Überraschungen und wird erstmal dermaßen von einer unbekannten Band geplättet, dass man sich ernsthaft fragt, wer dieses Werk bis Jahresende noch übertreffen soll. Ganz egal was da noch kommen mag, das zweite Album der Slowenen DEKADENT gehört für mich jetzt schon zu den Highlights des Jahres. Würden PINK FLOYD Black Metal spielen, es könnte sich so ähnlich anhören. Denn genau wie bei dieser Legende klingt die Musik von DEKADENT sehr Soundtrack-artig. Oft werden in den Titeln sogar Genre fremde Instrumente wie Tuba und Hörner eingesetzt. Die symphonischen und fast schon bombastisch arrangierten Parts erinnern an DIMMU BORGIR, während die Atmosphäre an Bands wie ULVER, MOONSORROW oder AGALLOCH erinnert. Auch sehr schön sind die mitunter recht nach Doom Metal klingenden Gitarrenriffs. Schon die CD allein bietet Kopfkino vom feinsten, aber was dann auf der Bonus-DVD geboten wird verschlägt einem glatt die Sprache. Ein 40-minütiges Epos, welches offensichtlich den Verlust eines geliebten Menschen zum Inhalt hat, fesselt einen fast wie ein Spielfilm mit Handlung. Dennoch bleibt dem Betrachter genügend Freiraum für eine eigene Interpretation, so dass man bei jedem weiteren Durchlauf neue Gedankengänge entwickeln kann. Wer sich auf „Deliverance Of The Fall“ einlässt, wird mit einem sowohl akustischen als auch visuellen Meisterwerk belohnt. Home: www.dekadent.si Holger
HOUR OF 13 "Hour Of 13" 2007 Shadow Kingdom Records (42:54) Bang das
fuckin´Kopf, Mann. So, oder so ähnlich würde wahrscheinlich der gute alte
Messiah Marcolin reagieren, wenn er dieses tonnenschwere Riffmonster zu hören
bekommt. HOUR OF 13 nennt sich dieses großartige Debut um Stimmakrobat Phil
Swanson (Ex-Vestal Claret) und Riffmeister Chad Davis, der mal eben im
Alleingang die komplette Instrumentierung eingespielt hat.
RYCHUS SYN "Rebirth" 2008 Photon Records (35:00) Heute gibt es mal
wieder einen Tipp für Insider. Diese Scheibe ist vollständig in den 80-er Jahren
verwurzelt. Der Albumtitel sagt schon einiges aus. Die Band hatte 1989 eine
Mini-LP am Start, die auch auf dem Griechen-Bootleg „Hard ´n Heavy Vol. 11“
verewigt wurde. Insgesamt sind auf dem kleinen Plastikteller 10 Songs
eingraviert. Die 5 Oldies der o.g. Veröffentlichung sind auch am Start. Ein
musikalischer Unterschied ist aber zu den weiteren Songs nicht auszumachen.
Gediegene US- Metal Kost umschmeichelt das wohl wichtigste Organ eines Metallers
(o.k., Bier kann man da natürlich nicht reinschütten). RonJacMetal
ARMORY "The Dawn Of Enlightenment" 2008 Eigenpressung (69:50) Nachdem ARMORY aus
Massachusetts im Jahr 2004 ihr erstes Demo aufgenommen haben, ist nun nach
dreijähriger Reifezeit ein sehr starkes und speediges Power Metal Album
entstanden, welches überraschenderweise sehr europäisch bzw. in Bezug auf eine
Band brasilianisch klingt. Man stelle sich eine sehr gelungene, stimmige
Mischung aus vor allem ANGRA zu „Holy Land“ Zeiten, der ersten RHAPSODY, einen
Schuß BLIND GUARDIAN und aufgrund des Sängers Adam Kurland einen touch EDGUY.
A TORTURED SOUL "Kiss Of The Thorn" 2007 Eyes Like Snow (46:54) Wie
abwechslungsreich und eigenständig der Metal-Underground ist und sein kann,
beweisen hier A TORTURED SOUL aus Milwaukee/U.S.A. in beeindruckender Art und
Weise.
VIRON "Ferrum Gravis" 2008 Metal Heaven (57:19) Nach dem sehr
starken Debut “N.W.O.G.H.M.”, welches ebenfalls bereits auf dieser Seite
besprochen wurde, liefern uns VIRON nun mit “Ferrum Gravis“ (VÖ:22.02.2008) den
Nachfolger und immer noch ist der Sound (zum Glück!) stark U.S. amerikanisch
geprägt, Bands wie LEATHERWOLF oder auch OLIVER MAGNUM wären wohl hier zu
nennen, um den Sound zu beschreiben.
RAZOR FIST "Razor Fist Force" 2006 Trigger-On-The-Dutendoo-Records (35:32) Selbst für Leute,
die ständig im Metal-Underground herumstochern ist es gar nicht so einfach, eine
Band wie RAZOR FIST „auszugraben“. Ist der kleine Silberling dann aber erstmal
poliert, so stellt sich in diesem Fall wieder mal heraus, das ein echtes Juwel
in Händen gehalten wird.
STRIKEMASTER "Up For The Massacre" 2006 Blower Records/Mexico (39:21) Brutal, brutaler,
STRIKEMASTER! Wütender wuchtiger und absolut geiler Thrashmetal bläst einem bei
entsprechender Lautstärke (und das hier muss laut gehört werden!!!) die Haut von
den Knochen. Die drei Thrash-Maniacs aus Mexico haben sich in der Vergangenheit
bereits mehrfach die Bühne mit MERCILESS DEATH und FUELED BY FIRE geteilt, die
an dieser Stelle ebenfalls schon sehr positiv besprochen wurden.
ETERNAL FEAR "Evil Deeds" 2007 Eigenpressung (51:50) Aus Karlskoga in Schweden stammt die Band
unseres CD Tipps für den Monat Dezember. Kraftfutter für alle, die den seligen
70-ern und dem ursprünglichem BLACK SABBATH Sound nachtrauern. Auch Freunde
von neuzeitlichen Bands wie C.O.C., VOLBEAT, den SPIRITUAL BEGGARS oder THE SWORD sollten bei ETERNAL FEAR
aufhorchen. Der große Unterschied zu den meisten Bands der genannten
Stilrichtungen ist Sänger Ove Jonsson. Mit seinen cleanen (fast schon U.S. Metal
tauglichen) Vocals bildet er den
perfekten Kontrast zu den tierisch tief und fett klingenden Klampfen. Eigentlich
hatte der dem GRIM REAPER Logo nicht unähnliche Bandname und das Death Metal
artige Cover bei mir für Verwirrung gesorgt. Aber man sollte eine CD wirklich
nicht nach dem Cover beurteilen. Das im übrigen
absolut klasse produzierte Teil wird laut Klampfer Mattias Thomasén in kürze als
Digipack erscheinen. Hört einfach schon mal rein unter
www.myspace.com/eternalfearmetal oder besucht
die Bandhomepage
www.eternalfear.com. Das Ding rockt wie die berühmte Sau. Sofort Verhaften !!!
SANITARIUS "Eyes to the Soul" 2007 Eigenpressung (23:20) Für etliche Banger
wird ja in letzter Zeit ein Traum war. Haben sich doch einige Bands gegründet,
die dem alten Old School Thrash Metal die Ehre geben. Einige davon wurden hier
in der letzten Zeit bereits vorgestellt (u.a. MERCILESS DEATH, FUELED BY FIRE).
Und genau da machen die Jungs von SANITARIUS mit. 4 Granaten mit jeder Menge
Power, Melodie und geilen Killerriffs weiter. Also kein gnadenloses Gemetzel.
Hier kann man sich in aller Form die Nackenwirbel wieder zurechtrücken ohne
hinterher einen Kollaps zu bekommen. Um es auf den Punkt zu bringen, die ersten
Alben von FORBIDDEN und TESTAMENT standen hier Pate.
KATAGORY 5 "Hymns Of Dissension" 2007 Nightmare Records (59:45) Spätestens mit "Hymns
Of Dissension" hat sich KATAGORY V in die oberste Liga der Prog/Power Metal
Bands, wie z. B. FATES WARNING gespielt. Progressiver Metal trifft auf
klassischen US Power Metal. Auf Album Nr. 4 macht es die in Salt Lake City
beheimatete Band KATAGORY V nahezu perfekt. Kraftvolle, melodisch sehr kompakte
und eingängige Kompositionen, sowie ein herausragender Shouter dazu, sind die
prägenden Elemente des KATAGORY V Sounds. "Hymns Of Dissension" ist ein Album,
das es ganz locker zu einem Alltime Klassiker schaffen könnte! Es lohnt sogar,
sich das US Release und den European Release zu zulegen, da jede
Veröffentlichung mit zwei unterschiedlichen Bonus Tracks ausgestattet wurde.
KRAGENS "Regeneration" 2007 Locomotive Records (46:57) Der metallische
Leuchtturm an der Cote d' Azur ist mit "Infight", ihrem dritten Longplayer,
zurück!!! Die 2000 in Nizza gegründete Band KRAGENS konnte trotz exzellenter
Kritiken (Review zum Debüt "Dying In A Desert" ist hier an anderer Stelle
nachzulesen!) und brachialer Live-Performance, den Status als Geheimtipp nicht
verlassen. Mit "Infight" ist den Mannen um Ex-DEMON EYES-Shouter Renaud Espeche
nun aber ein sehr eigenständiges Album zwischen Power- und Thrash-Metal
gelungen, das einem unmissverständlich in die Ohrmuscheln genagelt wird.
Ausgestattet mit einen exquisiten Sound, der wie schon beim Vorgänger "Seeds Of
Pain" von Tue Madsen, das geniale Songmaterial veredelt. Mit diesem Silberling
greifen KRAGENS ganz deutlich den Thron an, auf dem solche Bands wie NEVERMORE
oder auch ICED EARTH sitzen. Wer bislang KRAGENS noch nicht angetestet hat,
sollte das schleunigst tun, denn es lohnt sich für jeden Power/Thrash Metaller!
OVERLOADED "Regeneration" 2007 Eigenpressung (34:54) Eine perfekte
Mischung aus Rock und Metal bieten uns hier OVERLOADED aus Detroit Rock City,
Michigan, USA.- Nach zwei im Jahre 2005 veröffentlichten CD-EPs kommt jetzt mit
„Regeneration“ das erste komplette Album und dieses serviert uns eben diesen
schmackhaften Happen aus erdigem Rock und knackigen Metal ohne jedoch dabei
altbacken zu klingen, im Gegenteil, das ganze kommt sehr frisch rüber und hat
einen unbändigen Groove.
TIMELORD "Regeneration" 2007 Shrapnel Records (49:23) Dieser Tage
flatterte mir das Debüt-Album von TIMELORD in meine heiligen Metal-Hallen, was
ich hoch erfreut zur Kenntnis nahm und die CD sofort in meinen Player warf. Denn
nach der schon sehr starken 2005er EP "Dawn of Dissent" waren meine Erwartungen
an "Regeneration" ziemlich hoch! Aber was Gitarrist + Sänger Matt Aub (ja genau
der ex-FORGOTTEN REALM Vocalist) mit seinen Jungs hier ablegt, ließ mir die
Kinnlade runterklappen. "Regeneration" bietet jedem Banger, der mit hartem
leicht progressiven Power-Metal der phasenweise thrashige Elemente vereint - was
anfangen kann, das volle Brett. Egal ob man sich die melodischen Songs (wie z.
B. "Slaves") oder die thrashigen Songs (wie z.B. "Sparks Of Rebellion")
reinzieht, das Album, ausgestattet mit einem wuchtigen Sound, zwingt einem zum
Headbangen und immer wieder die Repeat-Taste des CD-Players zu drücken. Es ist
eigentlich völlig überflüssig einen der 10 Songs (+ 3 Bonus Songs)
herauszuheben, aber "Sirens" muss man in seinem Metaller-Dasein gehört haben!!!
Genau wie den Cover-Song "Faster Than The Speed Of Light" von RAVEN, wozu
TIMELORD sich Originalstimme "John Gallagher" ins Studio holten.
PAGAN'S MIND "God's Equation" 2007 Limb Music Products (60:06) Nach dem 2005er
Prog.-Metal-Album-Highlight "enigmatic : calling" war ich sehr gespannt, ob
PAGAN'S MIND mit dem neuen Album "God's Equation" den Vorgänger toppen kann! Und
was soll ich sagen? Die Mannen um den AusnahmeSänger Nils K. Rue (der auch bei
EIDOLON singt) haben das mehr als geschafft. Äußerst komplex und doch dynamisch,
spiel- sowie experimentierfreundlich präsentieren sich die fünf Norweger auf "God's
Equation". Jörn Viggo Lofstad zaubert nicht nur abgefahrene Solis aus seiner
Gitarre, sondern fährt auch eine brachiale Gitarrenwand nach der anderen auf.
Das komplette Album ist nur so mit Highlights in Sachen progressivem Power-Metal
gespickt ............ und den Vogel schießt der über 8 Minuten lange Song "Osiris'
Triumphant Return" ab. Ein progressiver Power-Metal-Song, der einen aus dem
Sessel reißt um abzurocken! Aufgepasst!!! Ihr so genannten
Prog-Metal-Götterbands ... PAGAN'S MIND haben hier ein Album am Start, das an
eurem Thron gewaltig sägt. Ohne zu übertreiben: "God's Equation" hat alles um
ein Klassiker des progressiven Power-Metals zu werden.
RESISTANCE "Patents Of Control" 2007 Lion Music (50:55) Nun ist er da, der
Nachfolger von „Lies in black“. In der heutigen Zeit ist es ja nicht immer
selbstverständlich, dass eine Band ein weiteres Album veröffentlicht. Die
meisten Undergroundbands gehen halt in diesem unter. RESISTANCE behaupten sich
aber mittlerweile doch schon einige Jährchen. Und dies ist mit dem neuen Album
auch begründet. Gegenüber dem Vorgänger hat die Band einen deutlichen
Qualitätssprung erreicht. Ein ausgefeilteres Songwriting und mehr Komplexität
stehen den 11 Nackenbrechern sehr gut zu Gesicht. Vielleicht hat ja auch der
Neuzugang des Gitaristen Dave Watson dazu beigetragen. Dies ist
MYSTIC PROPHECY "Satanic Curses" 2007 Massacre Records (48:12)
!!! Absolut geniales Power Metal Album !!!
DESTRUCTOR "Forever In Leather" 2007 Auburn Records (47:34)
FIRST AID "Infection" 2007 Eigenpressung (47:22) Traditioneller
80´s Thrash scheint zur Zeit nicht nur in den USA eine kleine Renaissance zu
erleben. Aus Berlin melden sich lautstark FIRST AID mit Ihrem zweiten Longplayer
„Infection“ und was soll ich sagen, hier wird mit viel Spaß in den Backen (in
allen vieren!) gethrashed und gemoshed, das es nur so eine Freude ist. Eröffnet
wird der Reigen mit „Haunting Solution“, welches an NUCLEAR ASSAULT erinnert und
in dem witzigerweise sogar ein Bierploppverschluss zum Einsatz kommt, der später
nochmals beim starken „The World´s New Chapter“ auftaucht. Mit dem
darauffolgendem „Quite Alone“ scheinen häufiger mal die guten alten ANTHRAX
durch, doch nicht nur aufgrund des Gesangs schwebt über dem gesamten Machwerk
unüberhörbar ein stilprägender Bandname: OVERKILL!!! Die Burschen scheinen den
guten alten OVERKILL-Sound völlig in sich aufgesogen zu haben und lassen ihm auf
„Infection“ freien Lauf. „Witchery Of Fire“ bläst weiterhin auf Frontalangriff
der Nackenmuskeln und das zieht sich auch gnadenlos durch das komplette Machwerk
bis hin zum instrumentalen Abschlußtrack „Fire Power“ (keine Coverversion von
Chateux!). Mit „Infection“ sorgen FIRST AID für eine absolute Belebung des
Undergrounds und sollten mit Ihrem Sound offene Türen einrennen, checkt die
bandhomepage
www.firstaid-metal.de und verschafft euch schleunigst Höreindrücke bei
www.myspace.com/firstaidmetal .
MATTHIAS STEELE "Resurrection" 2007 Red Bone (49:21)
Vor genau 20 Jahren hatte die Band bereits ein
7-Song Demo am Start. Leider hat zur damaligen Zeit wohl niemand groß Notiz
davon genommen. Als Vinyl-Eigenpressung hätte die Songs garantiert die Sammler
in der heutigen Zeit auf’s Schlachtfeld gerufen und ein Gemetzel um den Besitz
einer dieser Scheiben für jede Menge Kohle wäre die Folge. RonJacMetal
MANIFEST DESTINY "Your World Has Died" 2007 Rock It Up Records (23:52) Die Ami Power/Thrasher MANIFEST DESTINY kommen aus Stillwater, Oklahoma und wurden in ihrer langjährigen Laufbahn nicht gerade vom Glück verfolgt. Ihr erster Sänger Steve Bryant (auf dem Debüt "All Life, All Minds" zu hören) kam 1996 bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Ein Jahr später war man jedoch mit dem neuen Mann Russ Pace am Mikro bereits wieder am Start. Es folgte ein drittes Album mit dem Titel "Within", welches 2007 dank Rock It Up Records endlich auch in Deutschland veröffentlicht wurde. Leider trennte sich die Band kurz nach dem Release des Albums. Im Jahr 2005 wagte man einen Neuanfang und tüftelte an neuem Material. Am 1.Mai 2007 wurde die Band jedoch erneut von einem schweren Schicksalsschlag getroffen, als ihr Gitarrist und Bandleader Brent Wheatley an Krebs verstarb. Doch selbst dieses schwere Ereignis kann die Band nicht aufhalten. Das bereits fertig eingespielte Material für die EP "Your World Has Died" wird nun ganz im Sinne des Verstorbenen doch noch veröffentlicht und die Band denkt nicht im geringsten daran aufzuhören. Das ist verdammt gut so Jungs, denn die neuen Songs sind mit Sicherheit die stärksten die ich je von euch gehört habe. Was den Sound anbelangt herrscht hier noch immer das Motto Old School Thrash meets PANTERA, jedoch sind die Songs um einiges druckvoller und transparenter produziert als in der Vergangenheit. Doch nun zu den Songs im einzelnen: Der Opener "Time of Light" bricht gleich mit einem Killerriff über einen herein, während man beim anschließenden Titelsong "Your World Has Died" so richtig schön midtempo Headbangen kann. Der dritte Titel "Take the next Step" erinnert mich von den Gitarren her frappierend an MELIAH RAGE in ihren besten Zeiten. Das fast schon doomige und mit SLAYER Anleihen versehene "The One" verschafft einem dann erneut eine Verschnaufpause. "Bury the Living" rockt dann wieder richtig los und zu guter letzt gibt es mit mit "Outcry 07" noch eine Neueinspielung eines der besten Songs vom 96-er Debüt. Alles in allem eine sehr geile und leider viel zu kurze Scheibe. Falls da draußen unter euch irgend jemand einen guten Draht zum lieben Gott hat: Bitte ein gutes Wort für die Band einlegen und feste beten. Die Jungs haben echt genug gelitten. Alle anderen zücken das Portemoneie und unterstützen diese coole Band!!! Bei Interesse wendet euch bitte an Rock It Up Records: www.rockitup.org. Holger
SHANNON "World of Desire" 2007 Eigenpressung (22:27) SHANNON kommen aus dem sonnigen Frankreich und spielen melodischen Hard Rock mit leichtem AOR Einschlag. Dazu kommt dann noch eine tüchtige Priese KROKUS und ein Schuss RHINO BUCKET. Fertig ist eine mehr als nur gelungene EP, die Appetit auf ein ganzes Album macht. Einen nicht ganz unerheblichen Anteil an den vorangegangenen Vergleichen hat Sänger Olivier Del Valle. Dieser hat eine perfekte und vor allen Dingen kraftvolle Rock 'n Roll Röhre. Er dominiert das Ganze eindeutig, obwohl die Gitarren auch ziemlich kräftig im Vordergrund stehen. Härter als JOURNEY oder SKAGARACK, aber softer als EVIDENCE ONE. So sollte man sich den Sound vorstellen. Unbedingt mal reinhören und mit den Jungs Kontakt aufnehmen unter: www.myspace.com/shannonbandrock. Holger
DRAGONSHIP "Set The Sails" 2005 Demo (16:50) Eine Band die sich nach einem Langschiff der Wikinger benennt hat bei mir schon gewonnen. Mit diesen Schiffen sollte den Feinden schon rein optisch Angst eingejagt werden, so dass sie die Waffen strecken ohne zu kämpfen. Geschichtsunterricht ende. DRAGONSHIP aus den USA spielen aber entgegen ihrem Namen keinen Viking- oder Pagan Metal, sondern lupenreinen Heavy Metal der Sorte LIEGE LORD. Der Titelsong "Set the Sails" ist ein Brecher mit richtig Dampf und einem genialen Gitarrensolo und "Predestined Fatality" könnte auch locker von TWISTED TOWER DIRE sein. Alles in allem sind auf dem 4 Track Demo alle gute bis sehr gute Songs. Das Teil kommt leider nur als professionell aufgemachte CD-R (geht in Ordnung - ist ja auch nur ein Demo). Hier muss unbedingt ein komplettes Album her !!! Homepage: www.dragonship.org Holger
ETERNAL LEGACY "The Coming of the Tempest" 2007 Auburn Records (12 Tracks, 59:02 Min.) Epischer Power Metal auf spieltechnisch
allerhöchstem Niveau bietet diese junge talentierte Truppe (Keyboarder Spencer
Phillips ist 15 Jahre alt und beherrscht sein Instrument bereits meisterlich!)
aus Ohio, USA. Tragend zur Geltung kommt bei diesem Debüt-Album allerdings der
sehr knackige, erdige Gitarrensound der Brüder Jason Vanek, der auch für den
Gesang zuständig ist und Lead-Gitarrist Shaun Vanek, der unter anderem auch für
die grandiosen WRETCH in die Saiten haut und hin und wieder im wahrsten Sinne
des Wortes seinen Sechssaiter zerlegt, wer dieses Jahr beim Headbangers Open Air
dabei war, weiß was ich damit meine…- Josh Gatka am Bass und der sehr starke
Steve Dukuslow and der Schießbude runden den imponierenden Eindruck der
komplexen Powersongs ab und man mag kaum einen Track herausheben, dennoch gibt
es mit „Realm Of Wind And Ice“ und „Metal Anvil“ zwei unbedingte Anspieltipps.
LICH KING "Necromantic Maelstrom" 2007 DemoLICH KING kommen aus Massachusetts/USA und fügen sich nahtlos in die Reihe junger Retro-Thrash Bands wie FUELED BY FIRE und MERCILESS DEATH ein. Im Gegensatz zu den eben genannten haben sie aber noch eine Schaufel Aggression draufgelegt. Der Sänger mit dem abgefahrenen Pseudonym -A Fucking Tyrannosaur- brüllt sich in bester Hardcore Manier die Seele aus dem Leib. Den Rest der Band mimen -The Hulk-, -Darth Vader- und -Rambo-. Egal wie die Herren sich auch nennen mögen, sie schrauben euch auf jeden fall die Rübe ab und kotzen euch in den so freigelegten Hals. Wie es sich eben gehört für Superhelden. EXODUS und SLAYER standen auch hier wieder mal Pate für die messerscharfen Killer-Riffs. Wem bei Songs wie "Mascot War" und "Thrashsacre" nicht die Nackenmuskeln zucken oder die Hose aufgeht, der ist entweder tot oder DJ Ötzi Fan. Als krönenden Abschluss gibt es dann natürlich noch eine gelungene Coverversion des EXODUS Klassikers "A Lesson in Violence". Die Scheibe soll noch in diesem August das Licht der Welt erblicken, also schaut immer mal auf www.myspace.com/lichkingband nach dem Stand der Dinge. Ich jedenfalls falle vor dieser Ansammlung von Old School Zitaten auf die Knie und rufe: HAIL TO THE LICH KING !!! Holger
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