CD TIPPS

 Hier stellen wir die aktuellsten CDs aus unseren Sammlungen vor. Nur Sachen welche uns selbst gefallen und die wir weiter empfehlen möchten. Keine negativen Kritiken oder gar Verrisse. Wir sind der Meinung, das man die Arbeit jeder Band respektieren sollte. Am Ende ist so oder so alles reine Geschmacksache. Für ältere Einträge siehe unser CD ARCHIV ! Also: Los geht es !

for english versions of the reviews click on the Flag: 

 

WINTERSTORM

"A Coming Storm"

2010 Eigenpressung (44:06)

Die Bamberger WINTERSTORM kann ich Fans von melodischem Powermetal wärmstens empfehlen. Es gibt zwar massig Bands die auf der momentan sehr populären Viking- und Power Metal Welle mitschwimmen, aber nur wenige haben die Klasse von einer Band wie WINTERSTORM. Als direkten Vergleich nenne ich hier einmal TURISAS, die für meine Begriffe phantastischen FALCONER oder die Schweizer ELUVEITIE. Und genau hinter diesen Bands brauchen sich die Neulinge aus Franken nicht zu verstecken. Treibende und Ohrwurmartige Songs wie "Battlecry", das schon beinahe süchtig machende "Winterheart", die mit einem Auge auf MANOWAR schielende Ballade "Climb The Highest Mountains" oder das abschließende "Thirst Of Revenge" sollten eigentlich jedem gefallen, der das Metalherz am rechten Fleck hat. Mit Alexander ''Alex'' Schirmer hat die Band einen Sänger mit einer angenehm mittig klingenden Stimme ohne jeglichen "Nervfaktor" in ihren Reihen. Und technisch sind die Jungs an ihren Instrumenten auch über jeden Zweifel erhaben. Mich würde es freuen, wenn die Band diesem guten Debüt noch etliche hochklassige Alben folgen lassen würde. Das Zeug dazu haben sie allemal. Ich werde sie definitiv im Auge behalten. Mehr Infos und Kontakt unter: www.winterstormarea.com 

Holger

 

SEVEN KINGDOMS

"Seven Kingdoms"

2010 Nightmare Records (56:23)

Endlich wieder mal richtig guter, traditioneller Power-Metal mit einer klasse Sängerin und fetten Death Crowls. SEVEN KINGDOM kommen aus Daytona Beach, klingen aber gar nicht mal so sehr U.S. typisch. Die Amis schaffen es spielend, den Bogen zwischen dem von uns so geliebten US Metal und dem eher traditionellen europäischen Metal zu spannen. Phasenweise hört sich die Sängerin Sabrina Valentine wie die kleine Schwester von Amy Lee (EVANESCENCE) an. Und deren Klasse ist sogar bei denen unumstritten, welche EVANESCENCE nicht unbedingt mögen. Die Death Crowls sind recht rar gesät, kommen aber von Herzen und wirken nicht so aufgesetzt wie bei so mancher Möchtegern Death Metal Combo. Erinnert mich in diesem Zusammenhang etwas an die besten Songs der Holländer ORPHANAGE. Auch die Gitarrenarbeit und die Rhythmus Sektion sind über jeden Zweifel erhaben. Nightmare Records haben sich der eigentlich bereits vor einem Jahr in Eigenregie veröffentlichten zweiten Scheibe der Band angenommen, um dieses kleine Juwel nun professionell zu vermarkten. Geile Scheibe.

Holger

 

FALL

"Samozatracenie"

2010 Temple of Torturous (32:21)

Wenn ich schon mal Black Metal höre, dann genau diesen hier. Die Herren Unvit und Razor stammen aus Polen und zelebrieren auf ihrer ersten EP genau diesen doomigen, melancholischen und atmosphärischen Black Metal der unter die Haut geht. Keine Raserei und kein Geholze. Alles sehr getragen und wundervoll depressiv. Der Opener "...W Jesieni" ist noch der flotteste Titel auf "Samozatracenie". Das anschließende über 10 Minuten lange "Fall Vol.1" stellt für mich das absolute Highlight auf dieser CD dar. Herzzerreißende Melodien paaren sich mit schleppenden und monotonen, aber dennoch Ohrenschmeichelnden Gitarrenriffs. Doch auch das folgende "Duch We Mnie Umiera" zieht einen in seinen wiederum fast 10 Minuten Spielzeit in seinen Bann. Mit dem äußerst gelungenen DRUDKH Cover "Glare of Autumn" klingt dann aber auch schon eine viel zu kurze halbe Stunde suizidal gelagerter Black Metal aus. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Für eine EP ist das Teil dann doch ganz schön üppig ausgefallen. Als ungefähren Vergleich ziehe ich hier mal eine Mischung aus MY DYING BRIDE, BURZUM und KATATONIA (an die erinnern vor allem die Lead-Gitarren) heran. Aber das ist nur eine grobe Richtungsweisung für Euch. Denn wirklich geklaut klingt hier nichts. Also einfach CD kaufen, einlegen, Augen zu und schon geht das Kopfkino an. Schaut einfach mal online bei ihrem Label vorbei: http://templeoftorturous.com/ oder hört in ein paar der Songs rein auf: www.myspace.com/autumnalvoid.

Holger

 

NACHTMYSTIUM

"Addicts - Black Meddle Pt. II"

2010 Century Media (48:01)

Beim ersten Titel stellte sich erst im letzten Drittel Interesse ein. Bis dahin war es einfach nur Black Metal Gepolter auf gehobenem Niveau. Doch schon der zweite Titel "Nightfall" lässt erahnen, das diese Band doch um einiges vielschichtiger zu Werke geht als viele ihrer düsteren Kollegen. Erinnert mich alles in allem etwas an frühe KILLING JOKE oder die von mir ach so geliebte und doch von vielen gehasste "Feel Sorry for the Fanatic" Scheibe von MORGOTH. Also etwas für Leute die auf düstere, atmosphärische und teils experimentelle Musik stehen. Für den "durchschnittlichen" Metaller nicht geeignet. Hier braucht es Toleranz und vor allem: keine Scheuklappen.

Holger

 

HEMORAGY

"HeadBang Till Death"

2010 Eigenpressung (36:03)

Das 2007er Album "Jesus King Of Wine" der Franzosen HEMORAGY zündete bei mir damals leider gar nicht. Trotz mehrerer Anläufe und dem echt kultigen Cover wurde ich mit dem Teil nicht warm und es verschwand schon bald in den unglaublichen Tiefen meiner Plattensammlung. Als ich nun die neue Scheibe von der Band zugesandt bekam, war die Überraschung schon nach den ersten Takten perfekt. Da hatte sich doch einiges getan. Ganz egal ob man "Sold-Out", "My Ticket To Hell", "The Hemo Truck" oder irgend einen anderen beliebigen Song des Albums nimmt, sie alle versprühen den Charme einer 80er Jahre Underground Heavy Metal Pressung mit einer gesunden Portion Humor. Eine ganz klare Steigerung gegenüber dem noch unausgegorenem Vorgänger. Testet diese Pariser Truppe mal im Netz an unter: www.myspace.com/hemoragy und eventuell wird durch meine Zeilen ja auch der eine oder andere deutsche Vertrieb hellhörig.

Holger

 

DRIFTER

"Demo 2010"

2010 Eigenpressung (34:46)

Endlich! Gefühlte Hundert Jahre habe ich auf ein neues Lebenszeichen der Schweizer Power/Thrash Legende DRIFTER gewartet. Der erste Song "The Clown" mutet etwas modern und sperrig an, mausert sich aber nach mehrmaligem hören zum Ohrwurm. Das anschließende "Dream Eagle" könnte auch gut und gerne auf einer der beiden 80er Scheiben der Band gewesen sein. Der Song zündet sofort und macht einen echt gespannt auf den dritten und letzten Titel des neuen Demos. Bei "Tortured Brain" wächst Sänger Tommy Lion über sich hinaus. Wieder mal eine absolut geile Mischung aus Thrash- und Power-Metal Gesang. Für mich ist er eh einer der unterbewerteten Sänger in diesem Genre. Nach etwas über 15 Minuten ist der Spaß dann leider auch schon wieder vorbei. Die restlichen Minuten hat man dann noch mit vier schon bekannten Songs voll gepackt (darunter selbstverständlich "Reality Turns To Dust"!!!), damit sich auch "unwissende" ein Bild machen können, wie DRIFTER zu den Hochzeiten des Heavy Metal klangen. Die drei neuen Songs und natürlich auch einige Klassiker der Band könnt Ihr Euch auf www.myspace.com/driftermetal reinziehen. Ich freue mich jedenfalls schon tierisch auf ein komplettes neues Album von DRIFTER !!!

Holger

 

DAWN OF RETRIBUTION

"The Plan To End Humanity"

2010 Eigenpressung (42:29)

Dieser Tage fand ich in meinem Metal-Briefkasten ein kleines Päckchen aus dem Land der Koala Bären und der Kängeruhs - Australien!!! Kurz gefühlt und festgestellt es kann nur eine CD sein. Hey was für ein geiles Cover jetzt muss die Musik nur noch stimmen!!! Also auspacken und rein in den Schlund meines CD Players. Und was soll ich sagen? Die Musik stimmt gewaltig ...... DAWN OF RETRIBUTION haben mit Ihrem Debüt Album "The Plan To End Humanity" einen Tonnen schweren Death/Thrash Metal Brocken raus gehauen, der so manchen etablierten Bands zeigt wo der Hammer hängt! Death Metal Growls duellieren sich mit den Thrash Riffs und die Rhythmus Fraktion walzt alles in Grund und Boden. Bei den 8 Songs von "The Plan To End Humanity" gibt es für mich nicht einen Ausfall. Ganz im Gegenteil. Alle Songs knallen wie die Sau. Heraus heben möchte ich aber trotzdem "The Wake Of Devastation".... das Riffing schraubt einem die Rübe ab und lässt beim Headbanging die Nackenmuskeln nur so knacken.
DAWN OF RETRIBUTION haben mit "The Plan To End Humanity" ein sehr gutes Debüt Album ohne Verschnaufpausen aber mit gewaltiger Power auf die Metal Welt losgelassen. Ich kann jedem Fan, der seine Prioritäten zwischen Thrash Metal und Death Metal gesetzt hat, dieses nur empfehlen. Am besten Ihr hört mal bei www.myspace.com/dawnofretribution rein und holt Euch dann das Album nach Hause.

Ron

 

WARBEAST

"Krush The Enemy"

2010 Housecore Records (47:48)

So ziemlich alles was auf Phil Anselmo's Label Housecore Records bisher herauskam ging mir komplett am Allerwertesten vorbei. Dem entsprechend war meine Erwartungshaltung -was WARBEAST (ehemals TEXAS METAL ALLIANCE) anbelangt- nur marginal bis gar nicht vorhanden. Doch bereits das vor etlichen Wochen von der Band online gestellte "We Are The Vultures" und der Videoclip zum Track "Scorched Earth Policy" schürten irgendwann dennoch meine Vorfreude auf ein Thrash Gewitter aller erster Sahne. WARBEAST klingen verdammt nach alten SACRED REICH zu "Ignorance" Zeiten und vor allem Sänger Bruce Corbitt (RIGOR MORTIS) erinnert mich fast zu 100% an Phil Rind. Besonders "The Plaque at Hand" lärmt aus den Boxen wie SACRED REICH in den späten 80ern. Einen solchen Hammer wie zum Beispiel "Born With A Blackened Heart" hätten viele der hochgejubelten jungen Bands aus diesem Genre auch gern auf ihrer Scheibe. Haben sie aber bis auf wenige Ausnahmen nicht... Thrash Maniacs sollten die Band und natürlich die Songs auf www.myspace.com/texasmetalalliance unbedingt antesten.

Holger

 

STEELWING

"Lord Of The Wasteland"

2010 NoiseArt Records (47:54)

Und wieder einmal mehr geiler Metal aus Schweden, “Lord Of The Wasteland” nennt sich das herausragende Debut dieser jungen Truppe, die gleich mal den Rock The Nation Award 2009 gewonnen haben und den N.W.O.B.H.M.-Sound frisch und klasse aus den Boxen wummern lassen.
Hier wird ganz einfach klassischer Heavy Metal zelebriert und auch hier sind eindeutige Einflüsse wie Iron Maiden und Co. auszumachen, was dieses Werk aber aus der Masse heraushebt, sind die absolut phantastischen Kompositionen, die durchweg auf voller Linie überzeugen. Anspieltips? ... Zieht euch einfach das komplette Album rein, denn hier ist jeder Titel ein metallischer Hochgenuss, hier passt einfach alles perfekt zusammen, Gesang, Instrumentierung, druckvoller Sound bis hin zum gelungenen Cover von Ed Repka, der in dieser Zeichnung einen Querverweis auf seine Vergangenheit zu geben scheint, sieht es doch so aus, als wenn niemand anderes als Vic Rattlehead das schwer bewaffnete Auto zu lenken scheint…
Auf Tour werden STEELWING ab diesen Herbst den Opener von Blind Guardian geben und sicherlich schon bald eine eigene Headliner Tournee in Angriff nehmen können, „Lord Of The Wasteland“ schreit förmlich nach live performance und ist bereits jetzt eines der Highlights des Jahres 2010 !

IronIngo

 

ELIMINATION

"Destroyed By Creation"

2010 Rising Records (62:25)

Nach den Senkrechtstartern WARBRINGER und EVILE haben wir mal wieder eine klasse Band aus den Vereinigten Königreichen am Start, welche sich der guten alten Tradition des Thrash Metals verpflichtet fühlt. Sänger Neil Stevens klingt wie der kleine Bruder von Matt Barlow (ICED EARTH) und auch das eine oder andere Riff erinnert an die US Metaller. Wer sich zum Beispiel eine thrashige Variante der US Metaller CATCH 22 vorstellen kann, der sollte hier unbedingt mal ein Ohr oder auch zwei riskieren. Einzelne Titel auf "Destroyed by Creation" hervorzuheben fällt schwer, da man sich sowohl spieltechnisch als auch beim Songwriting durchweg auf gehobenem Niveau bewegt. Nichtsdestotrotz blieb mir gleich beim ersten Durchlauf "Rising from the Grave" mit seinem geilen Eröffnungsriff und den starken Leadgitarren (erinnern ein ums andere Mal an IRON MAIDEN) in den Gehörgängen kleben. Auch der abschließende Titelsong mit seinen über acht Minuten Spielzeit macht Bock auf mehr. Meine beiden Tipps für Euch zum Antesten der Scheibe. Für mich sind ELIMINATION eine DER Überraschungen des Jahres. Wie sagt man so schön?: Unverhofft kommt oft. Wenn es so rockt, dann von mir aus gerne ...

Holger

 

SCARRED

"Haunting Memories"

2009 Self Released (24:06)

Schon nach den ersten Takten vom Opener "Rise like the Sun" war mir klar, das wir es hier mit einem kleinen Juwel zu tun haben. Klein nur deshalb, weil es sich leider nur um eine 4 Track EP der Kalifornier SCARRED handelt. Spontan kommen einem US Metal Bands wie BANSHEE, BARREN CROSS, MASS, HALLOWEEN und GOTHIC KNIGHTS in den Sinn. Bei den eher getragenen Titeln kann man etliche Parallelen zu frühen SAVIOUR MACHINE und vor allem zu den göttlichen SOLITUDE AETURNUS ausmachen. Die EP klingt absolut zeitlos und Gitarrist John Toscano hat ihn gemeistert, den berühmten Tanz auf der Rasierklinge. Old school riffs gehen Hand in Hand mit einer drückenden und modernen Produktion. Einen nicht unerheblichen Anteil an dem nahezu perfekten Gesamteindruck hat Sänger Eric Claro. Ich kann und will mir keinen anderen für diesen Job vorstellen. Definitiv einer der besten seines Fachs. Einen so geilen Titel wie "First Encounter" würde man heute mit absoluter Sicherheit zu den Klassikern des US Metal zählen, wäre er zwanzig Jahre früher zur Welt gekommen. Besonders die dezenten FATES WARNING und QUEENSRYCHE Anleihen beim "First Encounter" Gitarrensound gefallen mir. Nur am Rande sei der Vollständigkeit halber noch erwähnt, dass Sami De John von den allseits bekannten und beliebten RUTHLESS ("Metal Without Mercy") mal bei SCARRED gesungen hat. Who cares ... ?  Mehr Infos unter www.myspace.com/scarredmetal

Holger

 

EREB ALTOR

"The End"

2010 Napalm Records (48:17)

Schon vom perfekt produzierten Sound her kann das Teil hier keine neue BATHORY Scheibe sein. Nach Quorthons Ableben vor einigen Jahren so oder so ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch erinnert fast alles an selige "Hammerheart" oder "Blood on Ice" Zeiten. Die kurzen gesprochenen Intros ähneln sehr stark den Einleitungen zu alten MANOWAR Epen. Auch das passt, waren diese doch auch ein großer Einfluss für den jungen Quorthon. Das dreiteilige "The End" (Balders Fall / Vargavinter / The Final War) am Ende des Albums sucht vergeblich seines gleichen. Allein diese zusammen 25 Minuten rechtfertigen den Kauf des Albums. BATHORY Fans müssen in dieses Album unbedingt mal reinhören und alle anderen sollten sich eine "doomigere" Version der letzten CROM Scheibe "Vengeance" vorstellen. Blut geleckt? Ich hoffe doch ...!

Holger

 

Thom Mathews

"Promo 2010"

2010 Private Pressing (16:32)

Nach den ersten Takten glaubte ich noch, ein verschollenes Demo eines mir unbekannten DEATH Songs zu hören. Schon echt frappierend diese Ähnlichkeit in Sound und Spielweise. Doch gleich danach war mir klar, dass Thom Mathews' aktuelles Demo mehr in Richtung der genialen Solo Werke von "Guitar-Shreddern" wie Tony Fredianelli (APOCRYPHA) und Toby Knapp (ONWARD) geht. Aber auch Freunde von eher ruhigeren Kollegen wie Tony MacAlpine, Vinnie Moore oder Patrick Rondat kommen hier voll auf ihre Kosten. Thom hat bereits 2006 mit den extrem Technikern QUINTA ESSENTIA ihr im Underground viel beachtetes Debüt Album "Neutrality For Defined Chaos" eingespielt und im gleichen Jahr auch sein erstes Solowerk "Mindcraft" an den Start gebracht. Die mir vorliegenden drei Songs des Demos sind vom zweiten Soloalbum, welches ursprünglich 2008 erscheinen sollte. Durch die Pleite seines Labels Black Flame Records und persönlichen finanziellen Schwierigkeiten wurde daraus bis heute leider nichts. Er ist also momentan auf der Suche nach einem neuen Label. Alle großen und kleinen Plattenbosse (bitte nur ernst gemeinte Angebote) können Thom hier kontaktieren: thom.mathews@yahoo.com. Hmm ... Wäre doch eigentlich ein gefundenes Fressen für unseren Kumpel Franko von Rock It Up Records (Toby Knapp, NEW EDEN, BYFIST, SAVIOR FROM ANGER u.a.). Muss den doch glatt mal anrufen ...

Holger

 

PAINSIDE

"Dark World Burden"

2010 Inner Wound Recordings

Meine Herren ... Das Jahr ist keine drei Monate alt und es gibt einen Überraschungsangriff nach dem anderen auf meine Lauscher. Nach den überragenden Scheiben von HEATHEN, OVERKILL und DARKOLOGY schon wieder so ein Gitarren Brett. Neben den fetten Killer Riffs fällt aber vor allem die Stimme von Sänger Guilherme Sevens positiv auf. Man stelle sich ausnahmsweise mal vor, Bruce Dickinson würde bei ICED EARTH oder GRAVE DIGGER singen, dann habt ihr in etwa eine Vorstellung wie das Teil hier abgeht. Die Scheibe knallt dermaßen, dass es an dieser Stelle schon fast überflüssig ist, auf solch illustre Gäste wie Chris Boltendahl (GRAVE DIGGER), Gus Monsanto (REVOLUTION RENAISSANCE, TAKARA, ex- ADAGIO) and Renato Tribuzy (TRIBUZY) hinzuweisen. Hier gilt endlich wieder einmal "All killers - no fillers". Um meiner Begeisterung noch mehr Ausdruck zu verleihen, vergebe ich hiermit 9 / 10 Punkten, obwohl es hier eigentlich keine Punktewertung gibt.

Holger

 

MYSTERY BLUE

"Hell & Fury"

2009 Bernett Records (48:27)

Die Franzosen MYSTERY BLUE haben wir euch ja schon im Jahr 2003 (siehe Archiv) schmackhaft gemacht. Seitdem hat die Band einige Alben veröffentlicht, welche leider völlig an mir vorbeigegangen sind. Der Gesang von Frontröhre Nathalie Geyer passt prima zu den 11 Songs, egal ob es ein midtempo Titel wie "Piece of Eternity" ist oder eine Power Granate mit thrashigem Einschlag der Marke "Welcome to Chaos" ist. Neben den sich ins Gehirn fräsenden Refrains gefallen mir besonders die ultra geilen Gitarren Soli. Hört man heutzutage leider viel zu selten so etwas. Kurz gesagt ist "Hell & Fury" die perfekteste Verschmelzung von traditionellem Heavy und Power Metal die ich in letzter Zeit gehört habe. Noch dazu hat Produzent Achim Köhler (BRAINSTORM, SACRED STEEL, PRIMAL FEAR, SINNER) der Scheibe einen transparenten und absolut authentischen Sound verpasst. Umso erstaunlicher ist es, das eine Band die es bereits seit Anfang der 80er Jahre gibt in unseren Breitengraden noch so unbekannt ist. Mit der Qualität die MYSTERY BLUE hier abliefern sollte sich das aber schleunigst ändern. Aber irgendwie liegt das ja auch an uns Fans, oder?! Ihr wisst also hoffentlich was ihr zu tun habt! Checkt bitte unbedingt die Homepage der Band www.mysteryblue.com an.

Holger

 

ARMOR COLUMN

"Armor Up Your Ass"

2009 MWA Records (21:21)

Thrash with class bieten uns die 5 New Yorker Musiker von ARMOR COLUMN auf ihrer Dedut EP “Armor Up Your Ass”, dessen Titel sicherlich dem legendären Metallica-Bootleg “Metal Up Your Ass” aus den 80ern entliehen ist und genau in diese zeitliche Phase des Thrash Metal lässt sich auch dieser grandiose 4-tracker einordnen, ohne dabei angestaubt oder altbacken zu klingen.
Die Produktion ist zeitlich angemessen sehr druckvoll und die vier enthaltenen Stücke „Dictator´s Whore“, „Armor Column“, „ Where There´s A War, There´s A Way“ und „We Breathe Extinction“ sprechen durch ihre Klasse voll für sich, als grobe Orientierung stelle man sich ein metallisches Gebräu aus ANNIHILATOR und AGENT STEEL vor das mit Jeff Andrews den perfekten Sänger am Start hat, der dieses Kraftfutter stimmlich super umsetzten kann.
Zur Zeit arbeiten ARMOR COLUMN bereits an neuen Stücken, um uns hoffentlich schon bald ein komplettes Album präsentieren zu können, diese EP bietet trotz der kurzen Spieldauer von etwas mehr als 21 Minuten bereits alles was der qualitätsbewusste Powerthrasher als Kaufanreiz braucht, geil gespielten eingängigen Metal mit druckvollem Sound und klasse Coverartwork, welches bei genauerer Betrachtung auch ein cooles Sodom Album hätte schmücken können. Außerdem ist diese EP auf 300 Exemplare limitiert, weshalb beim geplanten Erwerb dieser Granate nicht zu lange gezögert werden sollte, um diese Aussage zu bekräftigen ist hier wie fast immer der Hinweis auf Hörproben, klickt auf www.myspace.com/armorcolumnny und dreht die PC-Boxen auf Anschlag !
Unterstützt diese absolut geile Band, die sicherlich jedes Headbangers Open Air, Keep It True, Swordbrothers, Rock Hard Festival oder auch Bang Your Head bereichern würde und so schließe ich mit den laut gebrüllten Worten: Armor Up Your Ass !!!

IronIngo

 

STEEL ASSASSIN

"In Hellfire Forged"

2009 High Roller Records (Vinyl; 37:29)

Nach “War Of The Eight Saints” beglücken uns STEEL ASSASSIN mit einer mehr als Sinn machenden Neueispielung alter Demotracks, die man schon vom grandiosen “From The Vaults” Album mit Doni Escolsa am Micro her kennt, die Neueinspielung auf „In Hellfire Forged“ ist aber umso druckvoller im Sound und bietet mit dem neuen Sänger John Falzone einen grandiosen Stimmakrobaten, der durch sein kraftvolles Organ zum Teil sehr an Harry Conklin von JAG PANZER erinnert.
Mit „Breakout At St. Lo“ gibt es auf dem Vinyl einen hochklassigen brandneuen track, der sich nahtlos an die überragenden Neueinspielungen anschließt und mehr als großen Appetit auf brandneues Material dieser Truppe macht. Das tolle Coverartwork macht sich natürlich auf dem großen LP-Cover besonders gut und wer noch schnell genug ist, ergattert evtl. noch eine der stark limitierten Pressungen in blue/red splatter Vinyl, was hier die Sammlerherzen schneller schlagen lassen sollte. Natürlich wird dieser US Powermetal-Überflieger sicher auch in Europa noch offiziell auf CD gepresst, im Moment wird sie wohl direkt von der Band im Eigenvertrieb angeboten, allerdings ist gerade in Deutschland sprich Europa der eindeutige Trend zu spüren, das die Metalheads mehr und mehr zum guten alten Vinyl zurückzufinden scheinen.
Um euch dieses überragende Werk zu sichern geht auf die Label-homepage www.high-roller-records.de und für Hörproben und weitere Informationen auf www.myspace.com/steelassassin. Jeder und wirklich absolut jeder der auf klassischen US Powermetal abfährt (und wer tut das nicht ?!!!) hat hier den zwingenden Hinweis auf den nächsten Pflichtkauf. „In Hellfire Forged“ bringt Heavy Metal zu 100% auf den Punkt, einfach genial !!!

IronIngo

 

RE-ACTIVATE

"Prevailing of the Unkind Domination"

2009 Rock It Up Records (72:23)

Das noch junge deutsche Label Rock It Up Records hat uns Metal Fans ja nun schon mit einigen Schmankerln (MANIFEST DESTINY z.B.) beglückt. Nun kommt das Label mit dem Rerelease von „Prevailing Domination“ von den US- Thrashern RE-ACTIVATE um die Ecke. Auf diesem Rerelease heißt es aber nicht kleckern sonder klotzen!!! Denn als Bonus gibt es das einzige und selbst betitelte Album von UNKIND. Das macht dahingehend Sinn, weil bei beiden Alben die Bandbesetzungen fast identisch sind. RE-ACTIVATE spielen auf dem lang verschwunden und damals in Eigenregie veröffentlichten Longplayer gemäßigten Thrash Metal und erinnert mich immer wieder an SACRED REICH (zu The American Way Zeiten) und PANTERA der frühen neunziger Jahre. Damals wurde im Thrash Metal mehr Wert auf die groovigen furztrockenen Beats als auf Geschwindigkeit gelegt. Was aber den Hörgenuss von „Prevailing Domination“ in keinster Weise schmälert. Im Gegenteil, es lässt sich auch hier zu wunderbar headbangen. RE-ACTIVATE ist auf diesem einzigen Album unüberhörbar die Spielfreude bei den Powergrooves an zu merken.
Ab Song 11 ist dann das einzige und Selbstbetitelte Album von UNKIND zu hören. Alles klingt moderner und erinnert mich vom Gesang her schwer an Schmachtlocke GLENN DANZIG. Soll heißen, das UNKIND nicht mehr viel mit RE-ACTIVATE zu tun hat, obwohl es fast die gleiche Besetzung ist. Es liegen ja auch gut 5 Jahre zwischen beiden Alben/Bands. Trotz der moderneren Ausrichtung von UNKIND ist dieses Album mehr als nur hörbar.
Für alle Fans die den groovigen Thrash mögen aber auch was mit solchen Bands wie z.B. DANZIG anfangen können, ist dieses Re-release ’’Prevailing Of The Unkind Domination“ ein gefundenes Fressen und für alle anderen ein sehr guter bzw. sehr interessanter Zeitsilberling aus den 90ern.

Ron

 

FAUSTUS

"... And Still We Suffer"

2009 Rock It Up Records

Mit dem einzigen Album ’’… and Still We Suffer“ von FAUSTUS hat das deutsche Label Rock It Up Records ein Rerelease an den Start gebracht, was für jeden Thrash Metal Fan ein absolutes Pflicht Album sein muss!!! 1996 veröffentlichten die aus Seattle (Washington, USA) stammenden FAUSTUS mit ’’… and Still We Suffer“ ein technisches Power / Thrash Metal Album in Eigenregie, was nun endlich jedem Thrasher zugänglich gemacht worden ist. Ausgestattet mit 6 Bonus Live Songs (von denen 2 Songs nicht auf dem Album waren) kommt das Rerelease von Rock It Up Records an. Schon 1996 war der Sound von ’’… and Still We Suffer“ sau stark und glasklar und weis die Power der Songs voll und ganz rüber zu bringen. Songwriterisch gab und gibt es absolut nichts auszusetzen, die hauptsächlich im Midtempo angesiedelten Stücke wissen durch eingestreute, schnellere Passagen, fette Grooves und geschickt platzierte Breaks ohne Ausnahme gnadenlos zu überzeugen. Die Vocals pendeln zwischen melodischem Gesang und sehr aggressivem Shouting und können dadurch fette Akzente in jedem einzelnen Song setzen. Bei den Live Bonus Songs wirkt ein gewisser Curran Murphy mit. Ja genau der, der seine Gitarren Künste bei NEVERMORE, ANNIHILATOR und seiner jetzigen eigenen Band SHATTER MESSIAH unter Beweis stellte und noch stellt. FAUSTUS zeigen auf ’’…and Still We Suffer“ ob Studio oder Live jeder Thrash Band der neuen Ära wo der Thrash Hammer hängt. Für jeden Thrash Fan der was auf sich hält ist dieses Re-release ein absolutes MUSS in der Sammlung!!!

Ron

 

SEVENGATES

"The Good And The Evil"

2009 IceWarrior Records

Das kleine aber feine deutsche Label IceWarrior Records (Rock It Up Records) hat mit SEVEN GATES aus Italien, ein starke melodische Power Metal Band, für sich unter Vertrag genommen. Und mit dem Re-release vom 2008 in Eigenregie veröffentlichten "The Good And The Evil" Album den ersten Wurf gelandet.
Mir persönlich gefällt die Sache recht gut und "The Good And The Evil" ist guter melodischer Power Metal mit leichtem Hang zu dem typischen italienischen Kitschfaktor ala RHAPSODY IN FIRE oder LABYRINTH. Mit "Vengeance" haben SEVEN GATES aber sogar einen richtigen Kracher Song am Start, der durch schnelles Tempo, eine Gitarrenwand und treibende Drums besticht. Beim Song "Freedom" fallen mir immer wieder NARNIA ein und die haben wirklich starke Songs gemacht. SEVEN GATES haben mit "The Good And The Evil" eine gute melodische Power Metal Platte gemacht. Wer auf Bands wie RHAPSODY IN FIRE, NARNIA oder auch LABYRINTH kann, kann das Teil mit ruhigem Gewissen anchecken und es sich in die heimische Sammlung holen.
Allen Fans die schon das in Eigenregie der Band veröffentlichte "The Good And The Evil" Album besitzen, sei gesagt das dieses re-release einen Bonustrack beinhaltet!

Holger

 

HEATHEN

"The Evolution Of Chaos"

2010 Mascot Records (68:36)

Nach fast 20 Jahren melden sich HEATHEN endlich mit einem kompletten neuen Album zurück. Und wie!! Zwar schürte die 2004 erschienene "Best of/Cover" Scheibe "Recovered" auf Grund ihrer Klasse starke Erwartungen an das kommende Album, dieser verflüchtigten sich aber im Laufe der letzten Jahre mit zunehmender Wartezeit. Erst als ich HEATHEN 2008 auf dem K.I.T. X live erleben durfte keimte wieder Hoffnung auf. Nach so einer Hammer Performance MUSSTE einfach endlich ein Album kommen. Nämlich ein Hammer Album. Und jetzt ist es tatsächlich wahr geworden. "The Evolution Of Chaos" knüpft tatsächlich fast nahtlos an alte Zeiten an. Mit den Thrash Klassikern "Breaking the Silence" und "Victims of Deception" haben sich HEATHEN die Messlatte selbst in Schwindel erregende Höhe gelegt. Das sie diese nicht toppen würden war mir von vornherein klar, aber das sie so gefährlich nah an ihre eigene Bestmarke herankommen, damit hatte ich nicht gerechnet. Egal wo der famose Klampfer Lee Altus auch mitmischt, es gefällt mir. Sogar die von meinen Lauschern sonst eher gemiedenen DIE KRUPPS waren während ihrer "Altus Phase" gar nicht so übel. Der Mann ist für mich über jeden Zweifel erhaben. Scheint immer das Salz in der Suppe zu sein, der Gute. Wer es bis jetzt (vielleicht auf Grund seiner noch jungen Jahre) noch nicht gerafft hat: HEATHEN sind den viel gelobten und oft zitierten EXODUS nicht nur sehr ähnlich, sondern auch ebenbürtig !!! Thrash 'til Death !!! 

Holger

 

EXCALION

"High Time"

2010 LMP Records (47:57)

"High Time" heißt das neue Album der finnischen Melodic Power Metal Band EXCALION. Die 11 Songs bieten eine konsequente Weiterentwicklung des Band typischen Sounds der auf dem Vorgänger Album "Waterlines" schon sehr ansprechend war. Die Songs sind allesamt höchst eingängig, sehr kompakt und flüssig arrangiert, die nötigen Portion Härte und Power fehlt an keiner Stelle. Leidenschaftliche Melodien reiten auf den Kronen mal sanft knisternder, mal tosend aufschäumender Gitarren-Wellen, die Keyboards begnügen sich zum Glück weitestgehend mit der dezenten Untermalung der Kompositionen. Frontmann Jarmo Pääkkönen verfügt über eine exzellent ausbalancierte Stimme, die melodische Klarheit mit emotionaler Tiefe verbindet, ohne in Weinerlichkeit abzudriften. Bei solchen Tracks wie "The Flags In Line", dem etwas flotteren "Bring On The Storm" oder dem geilen "The Stroud" zeigt Jarmo was er alles drauf hat. Wer auf melodischen Power Metal typisch finnischer Machart steht, kann mit "High Time" gar nichts verkehrt machen. Warum sollen es immer die etablierten Bands aus diesem Metal Genre sein? EXCALION sind allemal genau so gut!!!

Ron

 

ETERNAL LEGACY

"Lifeless Alive"

2009 Auburn Records (54:20)

Cleveland Metal strikes again! Mit “Lifeless Alive” ist am 8. Dezember 2009 das neue zweite Album von Eternal Legacy auf Auburn Records erschienen, welches im bandeigenem Mercinary Studio in Cleveland von Sänger und Gitarrist Jason Vanek selbst produziert worden ist und der sehr druckvolle und authentische Sound überzeugt auf ganzer Linie.
Das neue Album hat wesentlich mehr Metal-Attitüde mit mehr Power in wesentlich heftigere Richtung als sein Vorgänger, was nicht zuletzt auch auf die Herausnahme des Keyboard lastigen Sounds zurückzuführen ist, welcher auf dem Erstling noch allgegenwärtig war.
Powervoller US-Metal mit gradliniger Ausrichtung, die starken Songs wie dem Titelstück „Lifeless Alive“,dem riffbetonten „Souls Of Prey“ oder der Ohrwurm-Hymne „Abbadon“ hörbar sehr gut tun, Eternal Legacy haben mit diesem Album ihren ganz eigenen Sound gefunden!
Mit „The Dead Matter“ enthält die Erstauflage der CD noch einen starken Sabbath lastigen bonustrack, der für den gleichnamigen Horrorfilm komponiert und aufgenommen wurde, erwähnenswert ist hierbei auch die Tatsache, das Auburn Records Präsident Bill Peters höchstpersönlich in einer kurzen Szene im Film zu sehen ist, der dieses Jahr auch auf DVD erscheinen wird.
Mit „Lifeless Alive“ ist Jason Vanek (rhythm guitar/vocals), Shaun Vanek (lead guitar, absoluter guitar wizard!), Steve Dukuslow (drums) und Tim Frederick (bass) ein zeitloses Metalwerk gelungen, welches vor Intensität, Power und Spielfreude nur so sprüht, was die Band vor allem auch live immer wieder auf der Bühne zeigt.
Natürlich ist auch in diesem Fall der wichtige Höreindruck unabdingbar, zu finden auf www.myspace.com/officialeternallegacy und erhältlich bei allen einschlägig bekannten und gut sortierten mailordern.
Das absolut geile Cover Artwork, welches ein rundum gelungenes Booklet ziert und auf der vorletzten Seite ein total cooles ETERNAL LEGACY Mission Statement enthält, bekommt man natürlich nur als Original und nicht als verfickten illegalen download oder Scheiß CD-R Kopie, also geht sicher, das ihr den Metal weiterhin unterstützt und euch diesen limitierten 11-tracker als Original-Erstauflage bestellt !

IronIngo

 

RAMPART

"Voice Of The Wilderness"

2009 Infernö Records (43:18)

Achtung! Exotenalarm. Eine Band aus Bulgarien ist mir schon lange nicht mehr auf den Plattenteller gekommen. Und schon gar nicht solch eine gute. Beim ersten Song "Under Control" dachte ich sofort an einen HELLOWEEN Clone zu "Walls of Jericho" Zeiten. Dieser Eindruck zerschlug sich jedoch mit zunehmender Spielddauer, denn ich ertappte mich im späteren Verlauf der CD immer öfter dabei, dass mich Marias Stimme doch eher an Vidonne Sayre-Riemenschneider (LORDIAN GUARD) erinnert. Wem diese nun doch schon etwas ältere Dame nichts sagt, der sollte aber wenigstens mit dem Vergleich zu CRYSTAL VIPERs Leather Wych (Marta Gabriel) etwas anfangen können. Eine tolle Scheibe, die mit jedem Durchlauf wächst und einen tatsächlich immer öfter zum mitsingen und headbangen animiert. Macht echt Laune das Teil. Für Freunde der oben genannten HELLOWEEN, alten RUNNING WILD oder GRAVE DIGGER sind RAMPART sicher eine gute Wahl. Traditioneller Metal der alten Schule eben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Holger

 

BIBLEBLACK

"The Black Swan Epiloque"

2009 Vic Records (44:22)

BIBLEBLACK sind Kraftfutter für die härteren unter euch, die auf BIOMECHANICAL, alte ARCH ENEMY mit Johan Liiva am Mikro oder dessen aktueller Band HEARSE stehen. Auch die guten alten AT THE GATES schimmern stellenweise durch. Das war vor dem ersten Hören gar nicht so klar, denn immerhin ordnete ich bisher Gitarristen wie Mike Wead (HEXENHAUS, KING DIAMOND, ABSTRAKT ALGEBRA, MEMENTOMORI) und Simon Johansson (MEMORY GARDEN, STEEL ATTACK, ABSTRAKT ALGEBRA) Schubladentechnisch doch etwas anders ein. Hier zocken die Schweden eine Mischung aus Thrash Metal und einer Art soundtrackartigem und atmosphärischem Black Metal. Das Ganze auf einem Schwindel erregend hohem technischen Niveau. Beim Übersong "I am Legion" bewegt man sich von der Komplexität her schon fast in DEATH oder DREAM THEATER Gefilden. Passend dazu der ständig wechselnde Gesangsstil von Kacper Rozanski, welcher von Death Growls über Thrash Geschrei bis hin zum typischen Black Metal Gekeife alles drauf hat. Geile Scheibe.

Holger

 

HORDE OF ANACHRON

"Aeons Of Damnation"

2009 Eigenproduktion (48:05)

Seit kurzer Zeit habe ich Kontakt (myspace sei Dank) zu einer Band aus Kanada!!! Die Truppe nennt sich HORDE OF ANACHRON und ist seit 2005 in der Metal Welt unterwegs. Gute vier Jahre hat es dann gedauert, um jetzt ihren selbst produzierten Debüt Longplayer auf die Metal Meute los zulassen. Und mit "Aeons Of Damnation" ist ihnen auch ein feiner Erstschlag in Sachen Blackened Death/Thrash Metal gelungen. Die Songs dringen mit voller Intensität und Spielfreude aus meiner Anlage und lassen mich immer wieder aufhorchen, wegen den thrashigen Riffs. So ganz leichte Kost ist der Stoff von HORDE OF ANACHRON nicht, denn es geht zu dem auch noch phasenweise ziemlich progressiv zu Werke. Die schnellen Tempo-Wechsel fordern die volle Konzentration bei mir und so erschließt sich "Aeons Of Damnation" erst nach mehrmaligem Hören. Das nenne ich mal ein Debüt Album. Von Null auf Hundert! Es passt wirklich alles perfekt zusammen. Auch hat man in Sachen Covergestaltung Nägel mit Köpfen gemacht und sich Dan Seagrave ins Boot geholt. Was der Typ für coole Arbeiten abliefert, dürfte ja wohl jedem Metal Fan klar sein!!! Wen wundert es da, dass das Cover perfekt zum Sound von "Aeons Of Damnation" passt?
Die Jungs von HORDE OF ANACHRON zeigen, dass die Gratwanderung zwischen Death Metal, Black Metal und Thrash Metal durchaus erfolgreich und gut gemacht werden kann. Bin echt gespannt was noch so von den Jungs in Zukunft zu hören ist.

Ron

 

DARKOLOGY

"Altered Reflections"

2009 Rockaholics Records (54:35)

Michael und Brian Harris haben es geschafft mal wieder ein gemeinsames Album aufzunehmen!!! Dazu gründeten sie 2004 DARKOLOGY mit dem Anspruch ein hartes progressives Album auf den Markt zu bringen. Das ist Ihnen mit "Altered Reflections" aber auch in Perfektion gelungen. Wie, was Ihr kennt die Gebrüder Harris nicht? Da seit Ihr selbst Schuld, sag ich nur ... sie sind z.B. auf beiden Alben von ZANISTER zu hören. Ja genau und ZANISTER sind aus dem Umfeld von David T. Chastian mit seinem Leviathan Records. Aber genug der Geschichtsstunde, kommen wir wieder zu dem Debüt Album "Altered Reflections" von DARKOLOGY.
Mit dem alten High School Freund von Michael Harris, Mike Neal am Bass war dann schnell ein 3 Song Demo fertig und mit diesem Teil holten sie sich Kelly "Sundown" Carpenter (ex OUTWORLD) am Mikro ins Boot von DARKOLOGY. Nun war die Truppe komplett und es konnte erst richtig losgehen. Dabei kam eben "Altered Reflections" heraus, ein Album mit kompromissloser aber zur gleichen Zeit progressiven Härte. Was aber total ohne Keyboards auskommt und die Härte dieser Scheibe noch unterstreicht. Monster Song reiht sich an Monster Song, die durch die Stimme von Kelly "Sundown" Carpenter auf das aller feinste verfeinert werden. Hört Euch nur "I Bleed" (das Video dazu gibt es auf www.myspace.com/darkologymetal zu sehen), "Revitalize“ oder den fast 10 Minuten langen Song "Trance Of The Gorgons" an und Ihr wisst wovon ich rede. Wer sich diese gut 55 Minuten progressiven Metal der Extra Klasse entgehen lässt, dem kann ich auch nicht mehr helfen!!! Für alle Prog-Metal Fans ist "Altered Reflections" ein absolutes MUSS.

Ron

 

VÖRGUS

"Hellfueled Satanic Action"

2009 Infernö Records (30:35)

Die bereits seit 1994 existierenden Schweden VÖRGUS stehen in der Tradition alter N.W.O.B.H.M. Bands wie VENOM, TANK und MOTÖRHEAD. Das Ganze noch ordentlich mit einer gehörigen Portion Thrash Metal aufgepeppt und fertig ist der VÖRGUS Drink. Aber geschüttelt und nicht gerührt. Mit dem Song "In Metal We Trust" hat die Truppe aus Stockholm den perfekten Live "mitbrüll" Titel am Start. Das total coole "Down in Flames" hab ich mir wohl an die zehn mal hintereinander rein gezogen. Nur einer der vielen guten Songs des Albums. Bei "Headhunter" wird dann mal kurzzeitig einen Gang runter geschaltet. Ein sehr Doom lastiger Titel, welcher vom Gitarrensound her stellenweise an alte COUNT RAVEN oder SAINT VITUS Riffs erinnert. Danach geht es dann aber volle Kanne weiter. Und zwar Vollgas! Denn "Slave" erinnert mich dermaßen an die guten alten EXCITER, das ich mir deren Klassiker gleich mal wieder aus dem Regal gezogen habe. Diese klasse Scheibe ist für meinen Geschmack mit nur knapp über 30 Minuten Gesamtspielzeit leider etwas zu kurz ausgefallen. Aber wir wollen mal nicht so sein. SLAYERs Überhammer "Reign in Blood" ist ja sogar noch zwei Minuten kürzer. In der Kürze liegt hier mal wieder die Würze.

Holger

 

SHADOW GALLERY

"Digital Ghosts"

2009 Inside Out (74:13)

Nach dem tragischen Verlust ihres Ausnahmesängers und zugleich auch Aushängeschildes hätte ich diese Band nicht so schnell und schon gar nicht so stark zurückerwartet. Neuzugang Brian Ashland liefert am Mikro eine mehr als nur respektable Leistung ab und lässt einen den leider viel zu früh von uns gegangenen Mike Baker fast vergessen. Musikalisch wird von Anfang bis Ende die gewohnt starke SHADOW GALLERY Kost geboten. Songs wie "Pain" und "Gold Dust" gehören mit zum stärksten, was ich in diesem Jahr von progressiven Metal Bands gehört habe. Die ganz hervorragende Produktion des Albums lässt übrigens auch keine Wünsche offen. Falls ihr SHADOW GALLERY noch nicht kennt: Freunde von SYMPHONY X oder DREAM THEATER sollten unbedingt mal reinhören in diese Scheibe. Die oben angegebene Gesamtspielzeit bezieht sich auf das nett aufgemachte Digipack mit sage und schreibe vier Bonustracks. Schön das es euch trotz so einem Rückschlag noch gibt, Jungs ...

Holger

 

RED CIRCUIT

"Homeland"

2009 Limb Music (46:26)

Gute drei Jahre hat es gedauert, bis RED CIRCUIT ein Album zum schon sehr guten Debüt "Trance State" nachschieben konnten. Die Mannen um Ausnahme Sänger Chity Somapala (u.a. ex FIREWIND) und Keyboarder Markus Teske haben mit "Homeland" ein fantastisches Werk in Sachen melodischer leicht progressiver Power Metal abgeliefert. In den gut drei Jahren seit "Trance State" drehte sich das Besetzungskarussell, was sich aber nur positiv auswirkte und zu einer enormen künstlerischen Weiterentwicklung der Band führte.
RED CIRCUIT preschen mit ungebändigter Kraft durch die Songs. Power Metal pur mit progressivem Einschlag! Vielschichtige Rhythmen lassen den Hörer nicht los, harte Gitarrensoli wechseln sich ab mit leicht symphonischen Keyboardklängen, die aber nie störenden Einfluss auf den Gesamtsound von "Homeland" haben. Für mich der Übersong, der 11 Songs auf "Homeland", ist "Absinth"! Hier zeigt Chity Somapala sein ganzes Können.
Alle, die z.B. FIREWIND oder aber auch die Labelkollegen PAGAN'S MIND zu ihren Faves zählen, können sich blind "Homeland" in die eigenen heiligen Metal Hallen holen.

Ron

 

POWERSTEEL

"Ready To Attack"

2009 Private Pressing, 17 tracks (70:37)

POWERSTEEL Sänger Lauro Brito -welcher auf dem in unserem Archiv zu findenden Demo noch nebenher Gitarre spielte- ist eine überaus sympathische Person. Seit meinem Review über das letzte Demo stehen wir in mehr oder weniger regelmäßigem Kontakt. Dieser Tage flatterte mir nun endlich die versprochene Debüt CD der Brasilianer ins Haus. Wie erwartet wird auf dieser Eigenproduktion traditioneller Power Metal gespielt. Überrascht war ich darüber, das es keiner der vielen guten Songs des Demos auf das Album geschafft hat. Alle Titel sind komplett neu, hauen aber in die gleiche Kerbe wie das schon bekannte Material. Lauro versucht gar nicht erst irgendwelche Höhenrekorde mit seiner Stimme zu brechen und singt dementsprechend in mittleren Tonlagen. Vom ersten bis zum letzten Titel bietet sich mir hier der Eindruck einer homogenen Band. Passt alles prima zusammen. Zu meinen Favoriten zählen das treibende "Freedom Fighter", der Stampfer "Search for Power" und "Devil's Game". Am besten verschafft ihr euch selbst einen ersten Eindruck und klickt euch durch die Songs auf www.myspace.com/powersteelband. Zu Guter letzt hier noch die Entwarnung: alle 8 Songs des 2005er POWERSTEEL Demos "Don't let Heavy Metal die" als Bonus auf der CD enthalten.

Holger

 

LICK THE BLADE

"Graveyard Of Empires"

2009 Auburn Records, 12 tracks (57:37)

Mit dem Debut von LICK THE BLADE aus Ohio liefert uns Auburn Records den nächsten Streich U.S.-metallischer Metalkunst, wobei man hier schon gleich zu Anfang des reviews sagen muss, das es einen sehr europäischen Einfluss auf diese junge talentierte Band gibt : IRON MAIDEN!
Nach dem Klasse-Intro „Prelude To War“ folgt mit „Thanatos“ eine akustisch schon fast ehrfürchtige Verneigung vor den eisernen Jungfrauen, erinnert die Rhythmik und der Aufbau des Stückes zum Teil doch sehr an „Aces High“, aber keine Sorge, LICK THE BLADE sind weit davon entfernt einfach zu kopieren, dazu knallen Stücke wie „Royal Blood“, „Graveyard Of Empires“, „Red Warning“ oder das schnelle „Stalker“ viel zu eigenständig aus den Boxen.
Mit Frontsirene Ted Anderson hat man außerdem einen fähigen Mann am Mikro, der nicht nur stimmlich überzeugt, sondern nebenbei gesagt auch einer der symphatischsten Zeitgenossen ist, der mir bislang zwischen Wiesmoor und Cleveland über den Weg gelaufen ist und den Metal wirklich lebt. Mit „Graveyard Of Empires“ hinterlassen LICK THE BLADE schon mal deutliche Spuren, die auch mit einem beeindruckenden Livegig auf dem diesjährigen Headbangers Open Air untermauert werden konnten.
Metallische Hörproben und weitere Infos findet ihr auf www.myspace.com/licktheblade , wer auf puren unverfälschten Metal steht, weiß was zu tun ist, up the irons!

IronIngo

 

WHITE WIZZARD

"High Speed GTO"

2009 Earache Records (26:49)

Eines gleich vorweg: Hier ist der Titel mal nicht Programm, denn High Speed sucht ihr auf dieser CD vergebens. Auf diesem Mini-Album bewegt man sich Sound- und Geschwindigkeitstechnisch auf Augenhöhe mit Bands aus der NWOBHM-era. Als da wären:  DIAMOND HEAD, UFO, TYGERS OF PAN TANG und so weiter. Von den Amis aus Los Angeles ursprünglich 2008 als Eigenpressung veröffentlicht und jetzt mit leicht veränderter Tracklist von Earache Records neu aufgelegt, stellt dieses Kleinod ein echtes Highlight für Heavy Metal Puristen dar. Absolut kultig ist das auf der CD enthaltene Video zum Titelsong. Mehr 80er Jahre Retro Feeling geht echt nicht !!! Da die Band das nächste Album in fast komplett umgekrempelter Besetzung aufnimmt, bin ich jetzt schon gespannt ob sie diesen hohen Standart halten können.

Holger

 

SAVAGE MESSIAH

"Insurrection Rising"

2009 Candelight Records (43:26)

Aus der Asche von den, für meine Begriffe sehr guten aber doch unbekannten HEADLESS CROSS, gründete Dave Silver (Vocals & Guitars) 2007 SAVAGE MESSIAH, welche 2007 die viel Staub aufwirbelnde EP "Spitting Venom" veröffentlichten und nun mit ihrem  Hammer Debüt Album "Insurrection Rising" den etablierten Thrash Bands das Fürchten lehren will. Ha, und was soll ich sagen: SAVAGE MESSIAH machen das auf "Insurrection Rising" fast 45 Minuten gewaltig!!! SAVAGE MESSIAH decken die gesamte Bandbreite des Thrash Metals ab. Knallharte Schädelspalter, groovende Midtempo-Monster und balladeske Themen sind im Sound der Londoner zu finden. Auch Sänger & Gitarrist Dave Silver hat zur Vorgänger EP sehr an der Variabilität seiner Stimme gearbeitet, so das sich alles super zusammen fügt.
Auch die Produktion knallt mächtig und es bleibt nur zu hoffen, dass die Scheibe genügend Aufmerksamkeit auf sich lenken kann, damit wir auch in Zukunft noch mehr Musik der Engländer ins Regal stellen dürfen. Thrasher mit Anspruch können sich "Insurrection Rising" blind abgreifen. Aber Vorsicht hier kann Suchtgefahr nicht ausgeschlossen werden!!!

Ron

 

ARTILLERY

"When Death Comes"

2009 Metal Mind (62:15)

Ich gebe es ja zu: Die dänischen Thrasher ARTILLERY haben in meinem Metal Universum bis Dato eine eher unbedeutende Rolle gespielt. Erst als ich sie im Jahr 2000 live auf dem Wacken Open Air sehen durfte, wurde ich durch die starke Performance auf diese Truppe aufmerksam. Und damals hatte ich immerhin schon zwanzig Jahre Metal Erfahrung auf dem Buckel. Und heute, wieder fast zehn Jahre später überraschen mich die Jungs erneut. Verdammt noch mal ! Wo habt Ihr denn diesen Sänger aufgetrieben ? Der ist ja so etwas von geil ! Søren Nico Adamsen ist definitiv mehr als nur ein Ersatzmann für den abtrünnigen Flemming Rönsdorf. Das er die Thrash Songs drauf hat liegt ja in der Natur der Sache, aber  was der mit seiner facettenreichen Stimme aus einem Titel wie "Delusions Of Grandeur" herausholt ist einfach nur unglaublich. Wer auch nur einen Funken Metal in sich hat, gehe los und kaufe dieses Hammer Album. Die wieder veröffentlichten ersten drei Klassiker Alben der Band könnt ihr übrigens bedenkenlos gleich mit eintüten. Vor allem "By Inheritance" gehört in JEDE Metal Sammlung. Die oben angegebene Spielzeit bezieht sich übrigens auf das limitierte Digipack mit zwei Bonustracks.

Holger

 

CAGE

"Science of Annihilation"

2009 Music Buy Mail (55:43)

In allen wichtigen Metal Gazetten wird sie abgefeiert und angepriesen. Auch etliche meiner Kumpels schwören auf die neue CAGE. Mal wieder ist die Rede von einer "zweiten Painkiller" und so weiter und so fort. Man kennt das ja zur Genüge von anderen Reviews. Doch so weit lehne ich mich diesmal nicht aus dem Fenster. Hier klingt für mich vieles zu gleich oder sogar eintönig im Vergleich zu den wirklich saustarken Vorgängeralben "Darker Than Black" und "Hell Destroyer". Obwohl ich nicht so euphorisch über den neuen Output reagiere, gehört er doch UNBEDINGT als Tipp auf unsere Seite. Handwerklich sind CAGE nämlich wie immer über jeden Zweifel erhaben. Vor allem Sänger Sean Peck liefert hier eine schier unglaubliche Leistung ab. Sicher blasen die Kalifornier noch immer 90% aller Power Metal Bands von der Bühne und aus dem CD Player, doch für meinen Geschmack wäre mit etwas mehr Abwechslung diesmal noch mehr drin gewesen. Trotzdem eine der geilsten Bands auf diesem Planeten ...    

Holger

 

ILLUSION SUITE

"Final Hour"

2009 Limb Music (52:54)

Endlich ist es soweit und die aus Oslo (Norwegen) stammenden ILLUSION SUITE geben mit "Final Hour" ihr Longplayer Debüt. Wer ILLUSION SUITE noch nicht kennen sollte, aber z.B. PAGAN'S MIND zu seinen Faves zählt, ist jetzt in der Pflicht. Herrlicher Progressive Power Metal mit wunderbaren Melodien und entsprechender Härte.
Hier passt einfach alles. Die Band verzettelt sich niemals in sinnlosem Gefrickel. Ob die ruhigen Gesangs Passagen oder die Gitarre, welche eine brachiale Gitarrenwand nach der anderen auffährt: Alles ist unheimlich stimmig!
Das komplette Album ist nur so mit Highlights in Sachen progressivem Power-Metal gespickt. Der Übersong von "Final Hour" ist das gut 15 Minuten lange Stück "The Adventures Of Arcan", was alles beinhaltet was ILLUSION SUITE ausmacht. Schon alleine dieser Song rechtfertigt den Kauf dieses Debüts. Man kann diese Scheibe einfach von Anfang bis Ende nur genießen.
Wieder einmal beweist das Label Limb Music absolutes Gespür für Ausnahme Bands. Ich kann nur noch eines sagen bzw. empfehlen: Kaufen Kaufen Kaufen!!!

Ron

 

TORCH

"Dark Sinner"

2009 Mausoleum Records (51:26)

Neu eingespielte Klassiker sind ja meist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite tut es (in den meisten Fällen) gut, die alten Songs endlich mal mit einer ordentlichen Produktion zu hören. Auf der anderen Seite geht natürlich ein ganzes Stück Nostalgie den Bach runter. Beim Hören der TORCH Scheibe trifft für mich ausschließlich ersteres zu. Die neu formierte Truppe um das einzige Originalmitglied und Sänger Dan Dark liefert hier nach sage und schreibe 25 Jahren mal wieder einen Tonträger ab. Und der hat es wahrlich in sich. Die 13 "Best of ..." Songs plus 2 neue Titel knallen ordentlich aus den Boxen. Macht richtig Laune mal wieder "Fire Raiser" oder "Gladiator" mitzubrüllen. Doch auch das neue Material macht definitiv Lust auf ein neues Album. Am besten ihr fackelt nicht lang (geiles Wortspiel) und schaut mal bei Mausoleum Records (www.mausoleum.music-avenue.net) vorbei und hört euch dort die mp3 Files in Hammer Qualität an. Welcome back TORCH !!!

Holger

 

CHICKENFOOT

"Chickenfoot"

2009 Ear Music

Während sich die Van Halen Clique mit Rückkehrer David Lee Roth am Mikro krampfhaft am Schreiben neuer Songs aufzureiben droht, haben sich zwei ehemalige Bandmitglieder aufgerafft und mal eben ein kleines Meisterwerk eingespielt. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern Joe Satriani (u.a. DEEP PURPLE) an der Gitarre und Drummer Chad Smith (RED HOT CHILI PEPPERS) ist den zwei ex- Van Halen Musikern Michael Anthony und Sammy Hagar eine perfekte Punktlandung gelungen. Fett produzierter und mächtig drückender Rock mit leichtem Blues Feeling. Obwohl hier Ausnahmemusiker am Start sind lassen sich –zumindest musikalisch- keine Starallüren ausmachen. Hier wird absolut songdienlich gespielt. Mal sehen, ob die einstmals so mächtigen VAN HALEN das noch Toppen können.

Holger

 

INMORIA

"Invisible Wounds"

2009 Massacre Records (39:25)

Wenn man von dem Städtchen "Bollnäs" in Schweden hört, fallen einem unweigerlich als Metal Fan die zwei saustarken Metal Bands TAD MOROSE und MORGANA LEFAY ein. Nun kommt mit INMORIA der nächste Hammer, die das progressive von TAD MOROSE und die Gitarren Power + Stimme von MORGANA LEFAY vereinen. Wenn ich jetzt noch erwähne, das 4/5 von INMORIA von TAD MOROSE sind und sie sich das unverwechselbare Organ von Charles "Chulle" Rytkönen (MORGANA LEFAY) ins Boot geholt haben, dürfte jedem klar sein, was hier auf dem Debüt "Invisible Wounds" zu hören ist. Hammerharte Gitarren auf einem niemals störenden Keyboardteppich gebettet und mit unheimlich Druck entfachendem Druming versehen, machen die 10 Songs oder gut 44 Minuten zu einem absoluten Hörerlebnis. Das auf diesen Sound der Gesang von Charles "Chulle" Rytkönen passt wie die berühmte Faust aufs Auge, muss ich ja wohl nicht noch großartig erwähnen.
Also wer MORGANA LEFAY, TAD MOROSE oder LEFAY zu seinen Faves zählt, für den ist INMORIA mit "Invisible Wounds" absolute Pflicht!!! Ich hoffe nur inständig, das INMORIA nicht das AUS einer der beiden Bands zur Folge hat!!!

Ron

 

RESURRECTION

"Embalmed Existence"

2008 Massacre (71:53 Min.)

Auf den Re-release von RESURRECTIONs Erstling "Embalmed Existence" aus dem Jahre 1993, hab ich nun schon ein Weilchen gewartet. Zumal die Reunion von RESURRECTION so ein Sau starkes 2008er Comeback Album wie "Mistaken For Dead" hervor gebracht hat.
Ihr neues Label Massacre Records hat sich nicht lumpen lassen und dem Re-release einen neuen re-masterten Sound und 9 (in Worten "neun") Bonussongs draufgepackt. Dadurch bekommt man schon mal gute 72 Minuten Old School Death Metal der Marke RESURRECTION um die Ohren gehauen. Und Vergleiche wie die Songs "Disembodied", "Rage Within" und "Smell Of Blood" in der Demo Version geklungen haben. Wer "Embalmed Existence" noch nicht kennen sollte (was ja eh schon unter Strafe steht!!!), der sollte das Re-release nun mal beim Plattendealer seines Vertrauens antesten. Denn die Songs sind düster und fies und relativ langsam, doch aber auch ziemlich experimentell für Death Metal Verhältnisse von Anfang der 90er Jahre. Die Vocals von Paul DeGolyer kommen äußerst abwechslungsreich daher: growlend, flüsternd, wütend, keifend. Bei dem Song "Smell Of Blood" wird dann der Vergleich zum Demo gegenüber dem Song auf "Embalmed Existence" interessant! RESURRECTION haben bei dem fertigen Track die Doublebass deutlich schneller gespielt als vorher, und erst so wurde der Song zu dem Knaller, der er ist. Auch bei den anderen beiden Songs lohnt sich der Vergleich. Es ist schon cool zu hören wie sich die Songs so in der Zeit verändert haben, von der Entstehung bis hin zum fertigen Track, der dann auf dem Album zu finden ist.
Auf "Embalmed Existence" überzeugen vor allem die richtig langsamen, schleppenden und sich in den Schädel fräsenden Passagen, wie sie in "Rage within" und "Eyes of blind“ dann dominieren: Ein heute noch furchterregendes Ensemble, das sich am Ende des (alten) Albums mit dem apokalyptischen "Pure be damned" noch einmal wiederholt.
Wer das Teil noch nicht im Schrank stehen haben sollte es sich unbedingt in die heimischen Todes Metal Hallen holen! Denn das Album selber überzeugt in seiner Eigenständigkeit in der heutigen Musiklandschaft, aber immer noch so sehr wie vor mittlerweile 16 Jahren!

Ron

 

WARPATH

"Damnation"

2008 Eigenvertrieb (8 tracks, 39:25 Min.)

Das auch in Großbrittanien großartiger Thrash Metal zelebriert wird, zeigen uns hier eindrucksvoll die Jungs von WARPATH mit ihrem Debut „Damnation“.- Nicht ohne Grund wurde die Truppe um ihren sympathischen und stimmgewaltigen Frontmann Richard Goss als „best unsigned band of the year“ vom Terrorizer Magazine ausgezeichnet.
Sehr kraftvoll und mit hörbar großer Spielfreude knallen uns die Burschen 8 tracks auf durchweg gleich bleibend hohem Niveau und perfekt kontrollierter Power um die Ohren und lassen ordentlich die Schwarte krachen.
Vom Opener und Titeltrack „Damnation“ hat man bereits ein Musikvideo abgedreht und auch ansonsten mit dem in den USA produzierten Silberling schon mächtig Staub aufgewirbelt, so das es sicher nur noch eine Frage der Zeit ist, wann diese talentierte Band einen namhaften Deal in der Tasche haben wird.
Gemastert wurde „Damnation“ übrigens von niemand geringeren als James Murphy (Klampfer u.a. bei TESTAMENT, DEATH, OBITUARY) und der weiß mit Sicherheit, wie ein knackiger Sound hinzubekommen ist.
Rein musikalisch kann man WARPATH neben ihrer gradlinigen Thrash-Ausrichtung sicherlich noch einen großen Anteil an Power Metal attestieren, was den ohnehin schon sehr geilen Songs noch mehr Griffigkeit verleiht. Von den Livequalitäten der Band kann sich jeder übrigens dieses Jahr auch in Deutschland auf den auf Ende August verschobenen Wacken Rocks South und Wacken Rocks Seaside Festivals überzeugen, von der coolen Mucke schon jetzt gleich und zwar unter www.myspace.com/warpathuk, spannt die Nackenmuskeln an und kauft diese geile Debüt-CD !!!

IronIngo

 

MANIMAL

"The Darkest Room"

2009 MMM (38:54)

Ihr steht auf den guten alten US-Metal mit geilen Riffs und dem typischen hohen Gesang? Dann seid Ihr bei den Schweden (!!!) MANIMAL genau richtig. Ihr Sound erinnert phasenweise an die genialen CRIMSON GLORY. Besonders "Human Nature" ist zu 100% CRIMSON GLORY. Hätten die auch nicht besser hinbekommen ... Ab und an wird dann doch mal die europäische Herkunft rausgehangen. "Dreamers and Fools" klingt irgendwie nach HELLOWEEN mit Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR) am Mikro. "Spinegrinder" ist ein an alte JUDAS PRIEST Stampfer angelehnter Song und groovt wie Hölle. Samuel "Sam" Nyman singt wie ein junger Gott und Gitarrist Henrik "Hank" Stenroos zaubert mit viel Herzblut jede Menge neue Ideen aus dem Ärmel. Hier klingt nichts angestaubt, geklaut oder altbacken. Es begeistert mich immer wieder, wenn Bands mit der heute möglichen fetten Produktion und coolen Ideen einem eingefleischten 80er Jahre Metal "Verfechter" ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Scheibe wird übrigens ab dem 19.6.09 regulär über Soulfood in Deutschland vertrieben. Sollte also in jedem gut sortierten Plattenladen zu haben sein. Nix wie hin und eintüten lassen.

Holger

 

MYSTIC PROPHECY

"Fireangel"

2009 Massacre Records (46:10)

Da ist es wieder mal, das Gefühl, etwas ganz besonderes gehört zu haben, nach den ersten Durchläufen von dem neuen Album "Fireangel" von MYSTIC PROPHECY!!! Gleich beim Opener "Across The Gates Of Hell" werden die Nackenmuskeln durch das ständige Headbangen so beansprucht, das man die Wirbel nur noch Knacken hört. Man ist das ein geiler Sound und eine brachiale Wucht die einem da in die Hörgänge gedrückt wird. Ich hatte ja mit Neuerungen gerechnet nach dem frisches Blut in die Band kam. Aber das "Fireangel" so eine Mega Scheibe wird dann doch nicht!!! Man fragt sich bei den ganzen geilen Solis von Neu - Gitarrist "Constantine", wer ist Gus G.? (ex- Gitarrist und nun schon lange mit FIREWIND erfolgreich). Diese rohe aber filigrane Power ist unglaublich. Irgendwie denkt man, das Markus Pohl und Constantine schon ewig ein Gitarren Duo bei MYSTIC PROPHECY bilden, was ja so nicht stimmt. Auch die neue Rhythmusbande (Connie Andreszka - Bass und Steve Dittrich - Drums), machen keine Gefangenen und stampfen alles in Grund und Boden. Ja und was macht Bandkopf R.D. Liapakis an den Vocals? Einen Wahnsinns Job den ich nie für möglich gehalten hätte. "Lia" erreicht Höhen mit seiner Stimme....... unglaublich aber eben doch zu 1000% wahr!!!
Alles in allem ist "Fireangel" ein Album geworden beidem bewusst mehr Wert auf Abwechslung und klare Melodien gelegt wurde. Hammerharte und ultraschnelle Geschosse wie schon das erwähnte "Across The Gates Of Hell" oder "Death Under Control", aber auch mit unheimlichen Groove ausgestattete Songs wie "Father Save Me" oder "Devils Crown". Eigentlich ist es völlig falsch einen der 11 Songs hervor zu heben. Alle Songs sind unheimlich stark und machen einfach nur Hunger auf mehr aus der Metal-Schmiede MYSTIC PROPHECY.
Für mich ist "Fireangel" schon jetzt das Power Metal Album des Jahres 2009!!! Wer mir nicht glaubt, sollte am 22.Mai 2009 den Laden seines Plattendealers des Vertrauens stürmen und sich das Teil holen. Könnte gut sein, dass Ihr auf der Heimfahrt plötzlich ein Cabrio habt ... weil der Sound ist so brachial und setzt ganz neue Maßstäbe, das euch das Dach vom Auto weg fliegt!!!
KAUFEN und hören hören hören ... mehr sag ich nicht ...

Ron

 

HEAVEN & HELL

"The Devil You Know"

2009 Rhino (54:52)

Nur wo BLACK SABBATH draufsteht ist auch BLACK SABBATH drin? Stimmt so nicht ganz. Nicht nur die wieder belebte 1994er "Dehumanizer" Besetzung Dio, Iommi, Butler und Appice ist zu 100% BLACK SABBATH, nein auch der Gesamteindruck der Platte. Zähflüssige Riffs von Iommi, gepaart mit dem kraftvollen Gesang einer der besten Sänger der Rock-Welt. Alles wie erwartet. Am liebsten möchte man selbst mit einem fetten Filzstift das BLACK SABBATH Logo auf das Booklet krakeln. Die Jungs (ähem …alle so um die sechzig) haben sich allerdings ganz bewusst neu benannt. Der alte Bandname ist übrigens „reserviert“ für weitere Aktionen mit Ozzy Osbourne, obwohl die Namensrechte bei Tony Iommi liegen. Schade eigentlich.

Holger

 

DISASTERPEACE

"Disasterpeace"

2009 Music By Mail (49:14)

Schon viele Scheiben wurden in den letzten 18 Jahren seit Erscheinen der übermächtigen "Painkiller" von JUDAS PRIEST als deren Nachfolger gehandelt. Zu diesen gesellt sich jetzt der Erstling der neuen Band von Wade Black (CRIMSON GLORY, LEATHERWOLF), Pete Blakk (ex- KING DIAMOND) und Hal Patino (KING DIAMOND) ein. Durch einen kurzen Gastauftritt von Andy LaRocque bei "Hallowed Death" ist bis auf den König selbst fast die komplette DIAMOND Bande am Start. Dennoch hat das Ganze weniger mit dem alten Betätigungsfeld der Herren gemeinsam als man annehmen möchte. Der Gesang von Wade Black ist manchmal kurz vorm nerven, aber Metalheads mit US Metal gestählten Ohren wird sein "Geschrei" zutiefst entzücken. Hier wird bis auf einige wenige Pausen gepowert und gerifft bis der Arzt kommt. 

Holger

 

EISENVATER

"IV"

2009 Unundeux (47:24)

Die Hamburger EISENVATER sind Kult. Zumindest für mich. Von Anfang bis Mitte der 90er waren deutschsprachige Bands wie KIND TOT, SCHWEISSER, DRECKSAU und eben EISENVATER ziemlich angesagt in der Metal Szene, was sich aber recht schnell wieder legte. Nach 14 Jahren gibt es nun endlich wieder ein neues Lebenszeichen von EISENVATER. Schlicht und einfach "IV" genannt, aber das war schon fast Pflicht nach den Alben "I" "II" und "III". Absolut geil sind wieder einmal die recht langen und fast schon doomigen Songs wie "Vater kommt" und "Holzbein". Zwischendurch lockert man dann durch kurze und recht verspielte Instrumentals alles etwas auf. Wenn man dann doch mal das Gaspedal etwas weiter durchdrückt, erinnert der schräge Sound phasenweise an die genialen VOIVOD. Und das beste: Endlich mal wieder deutsche Texte im Metal, die auch Sinn machen.

Holger

 

HELLRAZOR

"In The Wild"

2008 Heaven And Hell Records (39:57)

Der Metal-Underground lebt !- Und das vor allen Dingen und zum Glück auch weiterhin in den USA. Mit HELLRAZOR kommt ein unglaublicher Hammer aus North Carolina auf die Metal community herunter, mit „In The Wild“ gibt es treibenden, erdigen, knallenden und vor allem puren Heavy Metal in der Schnittmenge aus CAGE, HANKER, METAL CHURCH und MALICE.
Bereits nach den ersten Klängen des Openers und Titelstücks „In The Wild“ wird sofort klar, wohin die Reise geht… Nach einem ersten „wow“ macht sich ein breites Grinsen breit, der Schädel fängt an zu wippen und der treibende Rhythmus scheint den ganzen Körper in Bewegung zu halten. HELLRAZOR, hier ist der Name echt Programm, messerscharfe Riffs und absolut geiler Gesang von Alan Rueda beherrschen das Album von Anfang bis Ende.
Diese CD ist ein metallischer Volltreffer, der hoffentlich die verdiente Aufmerksamkeit und Erfolg auf sich ziehen kann, denn es wäre eine Schande, wenn diese Jungs nicht schon bald auf mindestens einem der angesagten Metal-Festivals livehaftig die Bühnen rocken.
Absolute Ancheckpflicht herrscht hier unter www.myspace.com/hellrazornc, auf das alle, die sich Metalfan nennen so schnell wie möglich „In The Wild“ in ihre heiligen Hallen holen !

IronIngo

 

IRON HORSES

"Titan n´ Bones"

(2007 Eigenvertrieb, 10 tracks, 34:42)

Mächtig Bremsspuren und Dampf hinterlässt diese junge talentierte Truppe beim Zuhörer und begeistert mit höllisch geil gespielten Arschtritt-Rock mit Metal-Attitude das es nur so sprüht.
Kein Gefrickel oder instrumentales Rumgedudel, sondern volle Pulle auf die 12 mit großem Spielwitz, die sofort gute Laune macht. Genau so soll kompromissloser harter Sound rüberkommen, die sehr gute fette Produktion tut da noch ihr übriges.
Hier stehen Bands wie NASHVILLE PUSSY, ROSE TATTOO, MOTÖRHEAD oder auch TANK eindeutig Pate, wobei bis auf Motörhead von den genannten Bands lange nicht mehr alle so erdig und kräftig abrocken, wie es IRON HORSES auf ihrem Debut „Titan N´ Bones“ tun.
10 knackige Rocker, die förmlich danach schreien live auf verschwitzten Bühnenbrettern abgefeiert zu werden. An diesem Rockbrocken stimmt einfach alles, klasse Instrumentierung und mit Sebastian „Babschke“ Wegner eine Rockröhre, die ein ums andere mal an Blaine Cartwright von NASHVILLE PUSSY erinnert.
Auf www.myspace.com/ironhorsesmetal könnt ihr die Durchschlagskraft dieser überdurchschnittlichen Truppe selbst antesten und nach Möglichkeit durch Kauf der CD den Underground verdientermaßen mit am Leben erhalten, in Richtung IRON HORSES bleibt mir nur noch zu sagen: Weiter so, sehr, sehr geil, Jungs !!!

IronIngo

 

XIRON

"A Matter Of Gray"

2008 Eigenpressung (44:59)

Unverhofft kommt oft! So gibt es mit “A Matter Of Gray” ein neues Album von XIRON, die bereits im Jahr 2001 mit „Turn To Stone“ ein wirklich starkes Debüt abgeliefert hatten.
Ein entscheidender Pluspunkt bei der im Dezember 2008 veröffentlichten neuen CD ist wohl die Tatsache, das auch hier wieder Original-Sänger Michael Seifert die Stimmbänder vibrieren lässt, der ja auch u.a. für BLACK DESTINY und REBELLION das Mikro schwingt. Obwohl mittlerweile mehr als sieben Jahre zwischen dem Debüt und dem neuen Album liegen, schließt das neue Material nahtlos an den sehr guten Erstling an, geboten wird solider Teutonen-Stahl, der durchweg im mid- bis uptempo gehalten wird und durch den melodisch rauen Gesang seinen nötigen Stempel aufgedrückt bekommt.
Auch im Falle XIRON gibt es für euch Metal-Süchtigen wieder mal die Gelegenheit von Hörproben und Kontaktmöglichkeiten unter www.myspace.com/xironmetal, unterstützt diese sympathische Truppe und ordert die aktuelle CD für einen mehr als fairen Fanpreis, überzeugt euch selbst !

IronIngo

 

IN SOLITUDE

"In Solitude"

2008 High Roller Records (8 Track Vinyl LP)

…und wieder einmal Schweden! Wie kann es nur sein, das dieses Land so unglaublich viele klasse Metalbands hervorbringt ?...- In diesem Fall aus der Stadt mit dem schönen Namen Uppsala kommt die fünfköpfige Band IN SOLITUDE, die mit ihrem gleichnamigen Debüt gleich einen gewaltigen Kracher unters hungrige Metalvolk bringen.
Nach den vollkommen zurecht total abgefeierten ENFORCER gibt es hier ein weiteres Pflichtprogramm für gestandene Metaller, denn IN SOLITUDE sind zu 100% old school classic Heavy Metal und sollten wirklich jeden echten Metalfan mit ihrem Sound total begeistern.
Stellt euch mal eine perfekte Mischung aus MERCYFUL FATE und IRON MAIDEN vor, ohne das aber Klassesänger „Hornper“ in Falsettengesang verfällt, er verleiht vielmehr mit seiner druckvollen melodischen Stimme den besonderen mystischen touch, so das tracks wie der Opener „In The Darkness“, das darauf folgende „Witches Sabbath“(genial!!!), „Kathedral“, „Faceless Mistress“ oder auch das schon fast majestätische „Temple Of The Unknown“ diesen unvergleichlichen Tiefgang gewinnen.- Jeder der acht vertretenen Songs ist ein kleines metallisches Meisterwerk geworden, no filler, just killer, wie es so schön heißt.
Erschienen ist dieses grandiose Teil bislang ebenso kultverdächtig nur auf Vinyl beim Underground-Label High Roller Records, welches ihr im „Netz“ unbedingt unter www.hho-records.de anchecken solltet, denn dort ist noch so manches andere ausfindig zu machen.- Wer sich beeilt, ergattert vielleicht noch eine der stark limitierten LP in lilarotem Vinyl !
Allen CD-Junkies kann aber auch Entwarnung gegeben werden, denn Ende Februar 2009 soll das edle Teil auch bei Pure Steel Records als CD veröffentlicht werden.
Um aber wirklich alles dieser begnadeten Band zu besitzen, dem sei gesagt, das es mit dem Titel „Hidden Dangers“ auf S.M.P. Records noch eine ebenfalls stark limitierte 7“ Single gibt, die bereits vor der LP erschienen ist.
Zum Abschluss wie fast immer der Hinweis auf die unbedingten Hörproben unter www.myspace.com/insolitudeheavymetal, angeklickt und hingekniet, einfach großartiges Metal-Kino !!!

IronIngo

 

HEATHENDOM

"Nescience"

2008 Metal On Metal Records (52:52)

Nachdem uns das italienische Label “Metal On Metal” bereits mit den sehr starken CATCH 22 beglückt hat, die wir ebenfalls hier besprochen hatten, hat man mit den griechischen HEATHENDOM ein weiteres sehr heisses Eisen im Feuer.
Um hier gleich die musikalische Ausrichtung dieses außergewöhnlichen Quartetts anzusprechen, lassen sich HEATHENDOM doch sehr genau beschreiben.- Über dem gesamten Album schwebt auch aufgrund des tollen Gesangs von Dimitris Koutsouvelis ein haupsächlicher Einfluss und der heißt KING DIAMOND.
Instrumentierung und Gesang verschmelzen hier wirklich zu einem mystisch powervollem Sound, zu dem sich noch andere Klassiker wie Trouble und auch den seligen Sanctuary gesellen.
Songs wie „Burn“ (mein absoluter Favorit), der Titeltrack „Nescience“, dem starken „Scenes Of Old“ oder auch dem mit unter die Haut gehenden Klavier-Intro bestückten „I Bleed“, welches zeitweise an die Dramaturgie neuerer Savatage erinnert, haben eine solche Klasse, das man sich fragen darf, was nach diesem eindrucksvollen Debut noch folgen soll.
Nachdem uns in der letzten Zeit (Jahren…) etablierte Bands mit ihren aktuellen outputs eher enttäuscht und gelangweilt haben (Beispiele erspare ich mir an dieser Stelle mal), scheint nur der metallische Underground solch einen Klasse-Metal hervorbringen zu können, anchecken ist hier absolute Pflicht, clickt dafür mal auf www.metal-on-metal.com und verschafft euch einen Überblick.
Abgerundet wird diese CD mit einem tollen Cover, welches (wieder einmal) von der Labelchefin Jowita Kaminska persönlich gezeichnet wurde und perfekt zur gebotenen Musik passt.

IronIngo

 

WICKED WALTZ

"Chapter 1"

2008 Eigenpressung (24:30)

Nach dem unheimlich starken Longplayer Debüt "A Manifesto For Domination" von HALCYON WAY, habe ich schon wieder so ein Monster Album in Sachen progressiven Power-Metal zu Gehör bekommen. Na gut, es ist kein komplettes Album was WICKED WALTZ aus Mobile/Alabama (USA) an den Start gebracht haben - es ist ein 4 Song starke EP! Aber die 4 Songs sind so stark das jeder Fan des progressiven Metal Stils vor Begeisterung an die Decke springt. Auch hier sind die Guitars (Micah & Jamie) unheimlich fett und die Rhythmus Fraktion (Wyatt - Bass & Jason - Drums) macht keine Gefangenen! Der Sound wird von einem leichten Keyboardteppich (Jeff) getragen, der sich aber nicht störend auswirkt denn hier steht von Anfang an die Power im Vordergrund! Auf "Chapter 1",so der Titel dieser Debüt EP, ragt aber wieder mal der Sänger (Jasyn Rushing) heraus. Es ist unglaublich wo die progressiven US Bands immer diese sau geilen Sänger ausgraben. Die gut 25 Minuten sind im nu rum und man kommt hier nicht Drumherum den CD Player immer wieder neu zu starten. Feinster progressiver Metal der einen süchtig macht und auf ein bald erscheinendes Album hoffen lässt.

Alle 4 Songs von "Chapter 1" sind Anspieltipps. Wer mir nicht glaubt, hört es euch unter www.myspace.com/wickedwaltz an.

Ron

 

HALCYON WAY

"A Manifesto For Domination"

2008 Nightmare Records (56:31)

Endlich konnte ich das HALCYON WAY Debüt Album "A Manifesto For Domination" hier in meinen heiligen Metal Hallen begrüßen. Seitdem ich die 3 Track EP "Deliver The Suffering" hier habe, hatte ich immer sehr gehofft von den Jungs aus Atlanta, Georgia (USA) mal ein komplettes Album hören zu dürfen. Denn diese 3 Tracks von der EP haben unheimlich viel erhoffen lassen. Was soll ich sagen: ein absolut hammergeniales progressives Metal Album haben HALCYON WAY da mit "A Manifesto For Domination" an den Start gebracht. Da ist es mal wieder, das Gefühl, etwas ganz besonderes gehört zu haben!!! Das Album fordert nicht nur die schon völlig überbeanspruchte Nackenmuskulatur, nein, "A Manifesto For Domination" geht tiefer, viel tiefer und zwingt einen immer wieder die Repeat Taste im CD-Player zu drücken. Hier braten die Guitars von Zane Matthews und Jon Bodan vom erstem Takt der CD an und die Rhythmusfraktion, bestehend aus Ernie Topran (Drums) & Kris Maltenieks (Bass), walzt alles in Grund und Boden. Aber vor allem die unglaubliche stimmliche Leistung vom Sänger Sean Shields, macht "A Manifesto For Domination" perfekt. Natürlich gibt es hier auch ruhige Parts zu erleben, wäre sonst ja auch auch kein progerssives Metal Album, die sich mehr als perfekt in das Konzept des Albums einfügen. Wer sich diese gut 57 Minuten progressiven Metal der Extra Klasse entgehen lässt, dem kann ich auch nicht mehr helfen!!!"A Manifesto For Domination" ist nur so gespickt mit Highlights und wenn man sie erstmal gehört hat, schrauben sich die Songs gnadenlos in den Hörgängen fest und man bekommt sie nicht wieder raus.Wer die härteren FATES WARNING, MAGNITUDE NINE oder REDEMPTION zu seinen Faves zählt, für den zählt das HALCYON WAY Album nun zur absoluten Pflicht in der Sammlung.

Anspieltipps: die ganzen 56:31 Minuten ;-)

Ron

 

ENFORCER

"Into the Night"

2008 Heavy Artillery (35:12)

Das amerikanische Label “Heavy Artillery” aus New York, die bereits 2 tracks von ENFORCER auf Ihrem “Speed Kills…Again“ Sampler präsentierten, liefern uns nun (V.Ö. 18.11.2008!) mit „Into The Night“ das erste komplette Album der Schweden. Wieder einmal wird man sofort nach den ersten Tönen direkt in die 80er Jahre zurückkatapultiert und mit knalligen Riffs konfrontiert, welche die glorreiche N.W.O.B.H.M. niemals besser hätte raushauen können, aber auch Größen wie MERCYFUL FATE und EXCITER seien hier als Orientierung der musikalischen Ausrichtung genannt. Vom (sehr positiven) Feeling und auch Sound her schlagen ENFORCER exakt in dieselbe Kerbe wie auch schon die grandiosen METAL INQUISITOR. Pure Spielfreude, Wucht und unbändige Power, klasse Gesang von Olof Wikstrand und alles in hammergeile Songs verpackt, die auf diesem Album ausnahmslos als genial zu bezeichnen sind.
Wir vergeben hier zwar keine Punktzahlen, aber hier wäre sicherlich die höchste absolute Pflicht, das hier ist klassischer Heavy Metal in seiner reinsten Form! Um euch nun komplett heißhungrig zu machen, klickt sofort auf www.myspace.com/enforcerswe and blow your speakers in Rock´n´Roll !!!

IronIngo

 

MINDWARP CHAMBER

"Delusional Reality"

2008 Netherworld Records (61:17)

Wer kann sich noch an die EP „Sceptics eye“ aus dem Jahr 2007 erinnern? Jetzt gibt es endlich die Vollbedienung mit der ersten kompletten Scheibe der Band. Interessant ist natürlich hier auch die Besetzung. Hatte ich mich doch schon riesig gefreut, als sich
Brent Sullivan (u.a. WINTERKILL, SLAUTER XSTROYES, SPIRIT WEB) bei mir meldete. Ein Urgestein der Metalszene. Ebenfalls mit an Bord Scott Huffman (u.a. TWELFTH GATE, SPIRIT WEB, SYRIS), der mit seiner Stimme diese Veröffentlichung veredelt. Aber genug der Aufzählung. Anhand der genannten Bands wurden natürlich die Erwartungen doch ziemlich hoch angesetzt. Und man sollte nicht enttäuscht werden. Herrlicher Progressive Power Metal mit wunderbaren Melodien und entsprechender Härte. Hier passt einfach alles. Die Band verzettelt sich niemals in sinnloses Gefrickel. Man kann diese Scheibe einfach von Anfang bis Ende genießen. Mehr Worte sind einfach nicht nötig. Noch anzumerken ist, dass alle Songs der oben genannten EP auch auf diesem Lomgplayer vertreten sind. Also muss sich niemand ärgern etwas verpasst zu haben. Für meinen Teil gehört der Silberling in jede Sammlung. Klasse!! Kaufen!! Träumen!!

RonJacMetal

 

SOTHIS

"De Oppresso Liber"

2008 Candlelight Records (48:26)

Endlich ist er da, der erste Longplayer der Kalifornier SOTHIS mit dem Namen “De Oppresso Liber“. Nach dem ersten selbst betitelten Demo, das zweite Werk der Amerikaner. Eine Reise in die dunklen, kalten Sphären des Kosmos. Brutal, technischer, melodischer Black Metal. SOTHIS haben mit ihrem neuesten Werk “De Oppresso Liber“ eine amtliche Scheibe in Sachen moderner Black Metal anno 2008 hingelegt. Schepperndes, Untergangsstimmung erzeugendes, Keyboard und kraftvolle drums runden die eigenständigen 9 Songs ab. Wo Bass und Gitarre sich in den Reigen perfekt einreihen. Black Metal, der nicht unbedingt typisch amerikanisch klingt, denn auch die europäischen Vorbilder lassen streckenweise grüßen. “De Oppresso Liber“ ist keine Kopie irgendeiner Band, sondern ganz und gar eigenständig. Für jeden Black Metal Fan von Bands wie DIMMU BORGIR und CRADLE OF FILTH ein Muss. Neugierig geworden? Dann checkt SOTHIS auf www.myspace.com.

Claudia

 

BULLET

"Bite The Bullet"

2008 Black Lodge Records (41:40)

Das Metal richtig Spaß macht und dabei mächtig Arsch tritt, bewiesen die schwedischen BULLET bereits 2006 mit ihrer CD “Heading For The Top” und grandiosen Festival-Auftritten letztes Jahr unter anderem auf dem Headbangers Open Air. Jetzt kommt mit „Bite The Bullet“ der mehr als würdige Nachfolger.
Sänger Hell Hofer klingt weiterhin wie eine sehr gelungene Mischung aus Brian Johnson und Udo Dirkschneider und so lässt sich der äußerst gute Laune verbreitende Sound von BULLET auch am besten beschreiben: AC/DC meets ACCEPT!
Ob nun der Opener „Pay The Price“, das Titelstück „Bite The Bullet“, „Dusk Til Dawn“ oder welches Stück auch immer eure Köpfe nicht mitschütteln oder Füße mitwippen lässt, ist entweder gehörlos oder beinamputiert …ähem, ganz so drastisch wollen wir das hier mal nicht sehen, sehrwohl aber die Tatsache, das BULLET keineswegs eine Kopie besagter Bands ist, dazu sind die Stücke vom songwriting her auch viel zu stark und machen Appetit auf sehr viel mehr!
Wem vor allem das göttliche AIRBOURNE Album gefällt, hat hier die nächste Pflichtnotiz für seinen Einkaufszettel. Natürlich wie fast immer der Hinweis im Netz, um den Kaufanreiz durch Hörproben zu erhöhen, in diesen Fall clickt www.myspace.com/bulletsweden !!!

IronIngo

 

STONE COLD BLACK

"The Cell"

2008 Kingstreet Records (47:47)

Um den Sound von STONE COLD BLACK zu beschreiben, fällt mir am ehesten die Bezeichnung “Rock Thrash” ein und das weiß durchaus zu gefallen, was auch der diesjährige Auftritt beim H.O.A. bewiesen hat, auf dem Stone Cold Black die undankbare Aufgabe hatte in der Mittagszeit auftreten zu müssen. Bereits nach kurzer Zeit füllte sich aber der Platz vor der Bühne für die frühe Zeit sehr gut, da sich dann doch aufgrund des prägnanten Sounds die Leute angezogen wurden. Ein Indiz für diese talentierte Truppe ist sicherlich, das Sänger Korea Black (ja zum Teufel, Klischee muss sein!) wie ein kleiner Bruder von Tom Araya aus den Lautsprechern dröhnt.- So kommen Songs wie „Day Without Shadows“, „Betrayer“ oder auch vor allem „D-Fense“und „Reunity“ wie rockige und trotzdem thrash lastige Machwerke früherer SLAYER rüber, checkt einfach mal die drei tracks auf myspace.com an und verschafft euch einen eigenen Eindruck.
Diese Band ist sicherlich noch ausbaufähig, ein gelungener Grundstein ist mit „The Cell“ aber schon allemal gesetzt, darum unterstützt die Jungs und holt euch diesen Silberling in eure eigene „Metal-Zelle“!

IronIngo

 

MEMORY GARDEN

"Carnage Carnival"

2008 Vic Records (51:34)

Um es gleich vorwegzunehmen, diese Platte ist ein Hammer. MEMORY GARDEN sind zurück! Das neue Album "Carnage Carnival" ist ein eindrucksvolles Comeback der schwedischen Melodic-Power-Doom Meister um Ausnahmesänger Stefan Berglund. Ehrlich gesagt, hätte ich es den fünf Schweden nicht zugetraut, dass sie noch mal ein Album abliefern und so ein Hammer starkes gleich gar nicht! "Carnage Carnival wirkt so frisch, als wäre es das Debüt einer jungen, hungrigen Band. Aber man merkt den Songs auch an, dass hier erfahrene und gereifte Songwriter am Werk sind. Die Melodien und Hooklines jedes einzelnen Songs sitzen und bleiben im Gedächtnis problemlos hängen. Schon alleine der Opener und Titeltrack "Carnage Carnival" gibt beeindruckend die Marschrichtung der gut 52 Minuten dieses Longplayers vor. Es scheint, als hätten MEMORY GARDEN in den acht Jahren seit dem Longplayer "Mirage" an Spielfreude zugelegt. Bei "Carnage Carnival" wurde alles richtig gemacht. Die Produktion von Mike Wead (KING DIAMOND, MERCYFUL FATE) ist kraftvoll und setzt alle Instrumente sehr gut in Szene. Das Cover zeigt einen sehr fies grinsenden Clown und passt zum Album wie die berühmte Faust auf das Auge. Auch einen Ausfall sucht man bei den 10 Songs vergebens ... ganz im Gegenteil. Hit reiht sich an Hit!!! Wer immer noch nicht überzeugt ist, dass das ein Pflichtalbum für alle Power-Doom-Fans von Bands wie CANDLEMASS, SOLITUDE AETURNUS, FORSAKEN usw. ist, sollte sich das Video zu "Carnage Carnival" auf der Myspace Seite von MEMORY GARDEN ansehen:www.myspace.com/memorygardenofficial Es besteht absoluter Kaufzwang. ABER Vorsicht! Suchtgefahr ist nicht ausgeschlossen!!!

Ron

 

CATCH 22

"Soulreaper: Evilution/Devilution"

2008 Metal On Metal Records (84:30)

Vorab erstmal ein persönliches Statement, welches mir sehr am Herzen liegt und zwar bezüglich der neuen JUDAS PRIEST: Was für ein unglaublicher Müll, wir wollen die Rübe schütteln und nicht meditieren!!! (Sorry, Holger, aber da ist mir wirklich nicht zu helfen!).
But now to something completely different, nämlich glasklaren und unverwässertem Heavy Metal aus Ohio/USA. Mit Evilution/Devilution bringt das italienische Label Metal On Metal Records nun das komplette Werk nach der Soulreaper Vol.1 als Doppel-CD heraus und diese Burschen sind ihrem Sound absolut treu geblieben, soll heißen, wer auf den klassischen Metal alter JUDAS PRIEST, ARMORED SAINT, JAG PANZER, alter SAVATAGE und seligen Klängen sehr alter METALLICA steht, muss hier bedingungslos zugreifen, Vertriebe für dieses edle Teil gibt es zur Genüge.
Der Opener „Soulreaper“ kommt gleich als waschechter Banger a la SAVATAGE und ARMORED SAINT, mit "Cyberchrist" eröffnet der wieder sehr genial singende T.J.Berry mit einem markerschütternden Schrei unweigerlich Erinnerungen an einen grandiosen Halford …
Überhaupt lassen sich auf dem Doppel-Silberling absolut keine Ausfälle ausmachen, jeder traditionsbewusste Metalhead muss hier einfach zugreifen, U.S.-Metal ist lebendiger denn je, helft verdammt noch mal alle mit, das es auch so bleibt und sichert euch dieses formidable „Ohrenfutter“. Infos gibt es unter www.truemetal.org/catch22 oder beim Label unter www.metal-on-metal.com

IronIngo

 

TX.BARRYT

"Sharx"

2008 Rough Cat Records (24:19)

Mit der aktuellen CD von TX.BARRYT wird die Band eigentlich zu Grabe getragen. Die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1994 kurz vor deren Auflösung. Zuvor hatte man 1993 ein sehr gutes Debüt auf den Markt gebracht (siehe hierzu das Review in www.metal-treasures.com). Diese CD ist mittlerweile in Sammlerkreisen gesucht und etwas kostenintensiver in der Anschaffung. Die Songs auf „Sharx“ knüpfen stilistisch an der ersten Veröffentlichung an. Die Band spielt weiterhin US-Metal. Mittlerweile hat sich die Band mit 2 neuen Mitgliedern reformiert. Und das ist auch in großem Maße den Fans zuzuschreiben. Beharrlichkeit zahlt sich eben aus.
Als erstes Ergebnis liegt die hier vorgestellte CD vor. Live Aktivitäten sind geplant und natürlich wird auch an neuen Songs gefeilt. Lassen wir uns überraschen was da in der nächsten Zeit noch auf uns zukommt. Also unterstützt das Vorhaben der Berliner
Band. P.S. Fragt doch einfach auch nach der ersten CD. Vielleicht hat der Mickie ja für Euch noch ein Scheibchen da.
Kontakt: www.roughcatrecords.de (www.tx-barryt.com); office@roughcatrecords.de

RonJacMetal

 

SWORN AMONGST

"And So It Begins"

2008 Rising Records (54:26)

Die aus Hull (Großbritannien) stammenden melodischen Thrasher SWORN AMONGST sind mit ihrem zweiten Album nun bei Rising Records gelandet. Was die vier Jungs ein Stück voran bringen müsste! Denn was sie auf dem gut 55 Minuten langem Album "And So It Begins" zu bieten haben, ist arschtighter, extrem die Nackenmuskeln beanspruchender Thrash der zu keiner Phase langweilig oder gar eintönig wird. Jeder Song wird von den höchst melodischen Twin-Guitars getragen, so das man sein Fucking Head bangen muss. Die knallharten Riffs prägen sich sofort ein und werden durch das Double Bass Drumming regelgerecht in das Hirn reingefräst. Das alles zusammen mit einem glasklaren und wuchtigen Sound, der "And So It Begins" verpasst wurde, macht das Album zu einem wahren melodischen First Class Thrash Album, das man unbedingt antesten sollte!  www.myspace.com/swornamongst

Ron

 

EXMORTUS

"'In Hatreds Flame"

2008 Heavy Artillery (43:00)

Meine Fresse, das ist vielleicht ein Hammer! Wenn der Klampfer nicht stunden-, wochen- oder jahrelang Yngwie Malmsteen, Joey Tafolla, David T. Chastain und Tony MacAlpine konsumiert hat will ich Otto heißen. Wahnwitzige shredder Attacken und Neoklassisches Gedudel auf höchstem Niveau wird hier zelebriert. Das Ganze dann aber nicht in der herkömmlichen, von den eben genannten Herren fabrizierten Art, sonder in bester Death/Thrash Manier. Das Album groovt und ballert an allen Ecken und von vorn bis hinten. Grandios. Der Flitzefinger namens Balmore hat zudem noch die Gesangsparts übernommen und hat verdammt noch mal Charakter in der Stimme. Sein Gesang tritt den ohnehin schon sehr harten Songs noch mal so richtig in den Arsch. Sein Kumpel Conan an der Rhythmusgitarre steht ihm in punkto Spielfreude und Technik in nichts nach. Das Duo müsste man echt mal live sehen. Überhaupt klingt die gesamte Band ziemlich tight und reifer als so mancher hochgejubelte Act der New Wave Of American Thrash Metal. Gefällt mir persönlich noch einen Tick  besser als die letzten Veröffentlichungen von Heavy Artillery. Und die hatten es wirklich in sich ... 

Holger

 

       

GRIFFEN

"'Demo 2007" / "Linked In Eternity" Demo 2008

Es sind schon ein paar Tage in das Land gezogen, als ich beide Demo CDs von GRIFFEN aus Schweden in meinem Metal- Briefkasten fand. Da ich schon eine gewisse Zeit beobachte was die Jungs so treiben, wusste ich nur zu genau was mich bei den insgesamt 9 Songs erwartete. Auf den insgesamt gut 45 Minuten beider Demos ( 2007 "Griffen" und 2008 "Linked In Eternity") knallt richtig geiler Heavy Metal aus den Boxen meiner Anlage. Den Sound von GRIFFEN kann man grob umreißen mit typischem US Metal der 80-er Jahre mit einer Prise europäischen Stahls solcher Bands wie TAROT oder PRETTY MAIDS.
Mich würde es nicht verwundern, wenn sich bald ein Label die schwedischen Metaller schnappt und ihnen einen langfristigen Vertrag verpasst. Wenn nicht, verpassen die Labels definitiv was. Was auch wieder kein Wunder wäre!
Wen das alles nicht überzeugt hat, der sieht am besten auf www.myspace.com/griffentheband und hört sich alle Songs da an und lässt sich überzeugen.

Ron

 

MOONSORROW

"'Tulimyrsky EP"

2008 Spinefarm Records (68:18)

Mit ihrem neuesten Opus „Tulimyrsk“ haben MOONSORROW wieder einmal ein Meisterwerk im Bereich Pagan / Folk Metal hingelegt. Die EP beinhaltet insgesamt 5 Songs, wobei der Opener „Tulimyrsk“ mit ca. 30-minütiger Länge von dem Hörer einiges abverlangt.. Ruhige Erzähl-Passagen wechseln sich mit epischen Pagan Metal in gewohnter MOONSORROW Manier ab. Aber relativ lange Songs sind ja keine Seltenheit bei den Mannen um Ville Sorvali (Gesang, Bass).
Neben dem bereits erwähnten 1. Song covern MOONSORROW noch Metallica „For Whom The Bell Toll“ und Merciless „Back To North“ genial auf ihre Art und Weise. Das ganze runden noch 2 neu überarbeitete Demo-Titel „Taistelu Pohjolasta“ und „Hvergelmir“ ab. Ein Muss für jeden Pagan Metal Liebhaber. Für mehr Informationen besucht die Band homepage unter www.Moonsorrow.com  oder zum Antesten auf www.myspace.com/moonsorrowofficial.

Claudia

 

JUDAS PRIEST

"'Nostradamus"

2008 Columbia Records/Epic Records (01:42:41)

Die Briten JUDAS PRIEST gehören gemeinsam mit IRON MAIDEN und BLACK SABBATH zu den wichtigsten Bands in der inzwischen fast 30-jährigen Geschichte des Heavy Metal. Als IRON MAIDEN 1980 ihr erstes Album herausbrachten, konnten die Priester aus Birmingham bereits auf stattliche fünf Studio- und ein Livealbum zurückblicken. Auch heute noch wird in Metal Kreisen teils heftig diskutiert, wer denn die erste „echte“ Heavy Metal Band war. Ich schließe mich der Meinung an, dass die JUDAS PRIEST Platte „British Steel“ aus dem Jahr 1980 die New Wave Of British Heavy Metal Welle erst so richtig losgetreten hat.
Dreißig Jahre später veröffentlichen die inzwischen gealterten, aber auf den Punkt fitten Männer, ein auf zwei Silberlingen verteiltes Konzeptalbum mit 23 Titeln. „Metal Gott“ Rob Halford liefert am Mikro wie immer eine weltklasse Leistung ab und das wohl perfekteste Gitarren Duo der Szene Glenn Tipton / K.K. Downing brilliert mit einprägsamen Riffs und gefühlvollen Solos. Wer JUDAS PRIEST kennt und mag wird recht schnell feststellen, dass der Sound stark an ihre experimentelleren „Defenders of the Faith“ und „Turbo“ Zeiten aus den 80-er Jahren erinnert. Wie der Name des Albums unschwer vermuten lässt, handelt es sich bei dieser Veröffentlichung um ein Opus über die Prophezeiungen des Nostradamus. Seine Phantasien und Prophezeiungen werden hier auf sensationelle Art und Weise in eine Metal Oper eingebettet. Kurz gesagt: „Nostradamus“ ist ein episches Meisterwerk. Klar werden auch bei diesem Album die Lager wieder gespalten sein, aber das gehört bei JUDAS PRIEST irgendwie dazu. Wer noch immer auf eine "Painkiller II" wartet, dem ist eh nicht mehr zu helfen ...

Holger

 

YIGAEL'S WALL

"'Requiem For The Living"

2007 Reign Recordings (67:24)

Aus San Francisco in US of A stammen YIGAEL'S WALL, die nun mit ihrem Debüt Album "Requiem For The Living" um die Gunst der Thrash Metal Heads buhlen. Dabei stellen sich die vier Burschen gar nicht so ungeschickt an. Nach dem düsteren Intro, zeigen uns die Jungs, was eine Old School Thrash Metal Harke ist und gehen dabei extrem souverän an die Sache ran. Klar erfinden auch YIGAEL'S WALL den Thrash nicht neu, aber im Rahmen ihres Thrash Metal Käfigs bewegen sie sich sehr sicher und zielgenau. wie das klingt kann sich jeder Thrash Head sicher vorstellen ... rotziger, heißer sehr rauer Gesang der nahe an der Schwelle zu Grunts steht, sägende Guitars, eine flott dreschende Rhythmusfraktion, die auch vor halsbrecherischen Breaks nicht zurück schreckt. In den neun Songs (+ 4 Demosongs) steckt viel Power und Aggression, zu denen man hervorragend headbangen kann. Meist schön schnell und gradlinig = direkt in die Fresse, sind die Songs, die sich sofort im Ohr festsetzen und einfach zu gefallen wissen. Wer den klassischen Thrash Metal zu seinen Faves zählt, sollte sich "Requiem For The Living" dick auf seinen Einkaufszettel schreiben. Oder zumindest mal YIGAEL'S WALL unter www.myspace.com/yigael39swall antesten.

Ron

 

CONQUEST

"'End Of Days"

2008 Dark Star Records (49:47)

Die Power/Thrasher aus St. Louis (Missouri), US of A stammenden CONQUEST, melden sich mit ihrem fünften Langeisen "End of Days" gewaltig zurück. Bis jetzt wurde die Truppe hier in Europa ja fast ignoriert, was für mich total unverständlich ist. Denn auch wie die vier Vorgänger Alben, beeindruckt "End Of Days" mit wuchtigen Grooves, packenden Refrains, brillanten Soli und einem einzigartigen Mix aus hartem treibenden Power Metal und brachialen Schädel spaltetenden Thrash Metal. "End Of Days" bietet alles was ein Power/Thrash Metal Fan von einem Album erwartet. Ob Songs zum mitgrölen wie "Walk Alone" , groove Monster wie "It's All Over" oder gnadenlose Thrash Songs wie "Annihilation Complete". Der Übersong ist für mich "Killer Machine"! Ihn zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen. Nur so viel, ruhig bleiben ist nicht drin ... Headbangen ist absolute Pflicht!!! Wer mir nicht glaubt, hört Euch den Killer "Killer Machine" auf www.myspace.com/conquestmetal an. Es ist echt an der Zeit, Derrick Brumley (Vocals, Guitar), Mike Crook (Guitar), Tony Restivo (Bass) und Tim Fleetwood (Drums) die Aufmerksamkeit zu geben die Sie schon längst verdient haben.

Ron

 

SACRED OATH

"'Till Death Do Us Part - Live In Germany"

2008 Angel Thorne Music Company (55:28)

Endlich wieder ein Album einer Kultband aus den 80-er Jahren. Dass es sich hierbei nicht um neue Songs handelt, wird man bei der Songlist sofort feststellen. Der Spaßfaktor ist aber davon nicht getrübt. Auf dem Silberling können sich alle Fans von SACRED OATH nochmals den Gig vom Keep it True im November 2007 ins Gedächtnis rufen. Und natürlich für alle Metaller, die nicht vor Ort waren, eine Gelegenheit die Band wenigsten von Konserve live zu hören. Die ausgewogene Mischung der beiden regulären Alben aus den Jahren 1987 und dem genialen Comeback von 2007 lässt keine Wünsche offen, höchstens nach mehr!!

RonJacMetal

 

SABATON

"The Art Of War"

2008 Black Lodge Records (49:37)

Mit ihrem neuen release haben sich die schwedischen Metal Warriors SABATON selbst übertroffen. Zum Glück sind alle bisherigen trademarks der Band beibehalten worden und mit dem charismatischen Sänger Joakim Broden (rollt das „R“ mit tiefster Überzeugung!) hat man im Gegensatz zu vielen anderen Bands einen großen Vorteil: Wieder erkennungswert!
Die CD basiert inhaltlich auf ein 600 vor Christi Geburt geschriebenes Buch mit dem Titel „The Art Of War“ eines chinesischen Generals namens Sun Tzu, welches auch heute noch an diversen militärischen Akademien als Ausbildungs-Lesestoff dient. Mit den spoken word intros werden die thematische Auslegung der tracks untermauert und da sind wir dann auch direkt bei der Musik. Nach dem Intro „Sun Tzu Says“ geht es direkt mit „Ghost Division“ ins metallische Schlachtgetümmel. Der Sound ist unglaublich druckvoll, was aber nicht wundert, da von Peter und Tommy Tägtgren aufgenommen und gemixt wurde.
Beim songwriting der Stücke haben SABATON hier ganz deutlich noch eine Schippe draufgelegt und von den tracks her ihr bisher stärkstes Album abgeliefert. Live werden sie dieses Jahr unter anderen in Wacken und auch beim Sweden Rock Festival auftreten und das diese Jungs gewaltig Arsch treten können, haben sie ja schon mehrfach unter Beweis gestellt.
Die limitierte Erstauflage der CD kommt übrigens in einer aufwendigen DVD-Verpackung mit dem besagten Buch „The Art Of War“ heraus und hat zudem ein hammermäßiges artwork von Jobert Mello, das dürfte nicht nur für die Sammler und Jäger unter euch interessant sein.
Apropos hammermäßig, die Jungs haben das komplette neue Album zum pre-listening online gestellt, klickt auf www.myspace.com/sabaton und los gehts, für weitere Infos besucht auch die Bandhomepage www.sabaton.net, die Zeichen für SABATON stehen eindeutig auf Sturm!

IronIngo

 

EDEN SANDS

"Livings Kills"

2008 Eigenpressung (40:12)

Nach dem ersten Durchlauf des Debüt Albums war ich überrascht und begeistert zugleich. Wenn ich es nicht wüsste, hätte ich nie auf eine Band aus Frankreich getippt. Was nicht nur am englischen Gesang liegt. Feinster melodischer Power Metal aus einer Mixtur der Stärken des US- und Euro Metals brettert da aus den Boxen. Gekrönt wird das Ganze durch den kraftvollen und mehr im höheren Bereich angesiedelten Gesang von Stefan Tudela. Endlich mal wieder ein Sänger der drauf hat und voll meine Geschmacksnerven trifft. Und die Jungs an den Instrumenten lassen sich auch nicht lumpen. Hier wird ordentlich geklotzt und nicht gekleckert. Für mich eine der besten Scheiben aus dem Nachbarland in der letzten Zeit. Weiter so. www.edensands-band.com

RonJacMetal

 

V-PROJECT

"New Machine"

2008 DMV Music (45:55)

Der Name ist Programm. Hier handelt es sich um das Projekt von David Vaccaro, der auch für die musikalische Umsetzung zuständig war. Da hat der Gute wohl leider keine weiteren musikalischen Mitstreiter gefunden. Schade eigentlich, da die Rockmusik doch recht alltagstauglich ist, fernab jeglicher Experimente. Doch siehe da, für das Mikro hat sich David teilweise noch eine Hilfe geholt. Und hierbei handelt es sich nicht gerade um einen unbekannten Sänger. Wer sich noch an MSG (McAuley Schenker Group) erinnert, kann sich denken wer gemeint ist. Richtig, Robin McAuley hat bei diesem Album seine Finger mit im Spiel. Das gibt dem Ganzen noch einen Schub. Zwar nicht gerade die Headbanger-Mucke, aber zu einem gemütlichen Abend am Grill die richtige Unterhaltung. www.dmvmusic.com

RonJacMetal

 

BY BLOOD ALONE

"Seas Of Blood"

2007 Jericho Hill Records (50:21)

Heute beehren uns die Amis BY BLOOD ALONE mit ihrer noch aktuellen Scheibe. Laut Promo-Info handelt es sich um Gothic/Progressive/Metal. Nun gut, nehme ich halt zur Kenntnis. Aber eigentlich läuft die CD flüssig wie eine Gerstenkaltschale rein. Kein Gefrickel oder Düstermucke. Nein, gediegene Handarbeit von Hard Rock bis Metal mit einem winzigen Schuss Bombast sowie progressiven Elementen und immer melodiebetont. Das hier auch Vergleiche zu NIGHTWISH oder WITHIN TEMPTATION aufkommen, liegt wohl daran, dass wir es mit weiblichen Gesang zu tun haben. Tja, und da liegt der Hase im Pfeffer. Ich wünschte mir etwas mehr Aggressivität in der Stimme von Cruella. Würde den Songs sicherlich gut tun. So klingt es doch teilweise recht zahm. Aber trotzdem sollte man sich die Mühe machen, auf der Homepage in die Songs reinzuhören. www.bybloodalone.com

RonJacMetal

 

PUNISHER

"Deathbed Of Bloodshed"

2007 Eigenproduktion (15:08)

Es ist schon einige Zeit her, als ich die CD von PUNISHER aus Derby (England) in meinen heiligen Heavy Metal Hallen begrüßen durfte. Seitdem ist die leider viel zu kurze, 3 Song starke CD aber richtig heiß gelaufen. Geboten wird in den gut 15 Minuten von "Deathbed Of Bloodshed" allerbester Metal, wie wir ihn aus den guten alten Zeiten aus United Kingdom gewohnt waren. Die Jungs von PUNISHER pendeln mit ihrem Sound zwischen hartem treibendem Power Metal (Rebelution) und klassischem 80-er Jahre Insel Thrash (Fear The Punisher). Trotz alledem, können sie die Einflüsse des NWOBHM nicht verleugnen. Dafür sorgt schon allein der Gesang von Chris Whitehurst (ex Dreadnought)!!! Das ganze nenne ich dann doch wieder höchst Eigenständig!!! Ich hoffe sehr, dass PUNISHER ein Bein auf den Boden bzw. in die Tür bekommen, um mit einem Longplayer zeigen zu können, was in ihnen steckt. Wer jetzt noch eine Hörprobe braucht, kann es hier tun: www.myspace.com/punisherband

Ron

 

DIVE

"The Truth About Us"

2007 Dive (32:37)

Ist schon toll, was so alles im Briefkasten landet. Die CD ist sicherlich nicht für diese Seiten geeignet. Aber egal, so erfahren eben alle Leser was sich hinter dieser Veröffentlichung versteckt. Ich werde mich auch selbst nicht weiter über die dargebotene Musik äußern, da es wohl reine Geschmackssache ist. Meiner Frau gefallen jedenfalls die 5 dargebotenen Songs (Liebe Promoter, wenn ihr schon Promo-CD’s schickt, dann wenigstens mit dem kompletten Album. Stückwerk könnt ihr gerne behalten. Und schaut vorher mal die Ausrichtung der Homepage an!!). So nun will ich auch noch die Katze aus dem Sack lassen. Mit der Musik von DIVE können sich alle Fans von Bands wie COLDPLAY, SNOW PATROL oder MELEE anfreunden. Nix für Truemetaller.

RonJacMetal

 

THE VENGEFUL FEW

"The Vengeful Few"

2007 Beagleator Music (42:40)

Da ist sie nun, die erste CD der 2004 gegründeten Band THE VENGEFUL FEW. Laut Bandbiographie in der Homepage widmet man sich ausschließlich dem legendären 80-er Metal. Diese Aussage kommt bei mir und meinen empfindlichen Lauschlappen immer gut an. Nun musste nur noch der Beweis angetreten werden. Dies geschah nach den ersten Takten des Openers sofort. Eine wohlige Entspannung machte sich während der gemütlichen Autofahrt breit. Und man kann den Junges getrost ein Kompliment machen, dass sie nicht zuviel versprochen hatten. Der typische US-Metal gepaart mit einem Mix aus IRON MAIDEN / JUDAS PRIEST lässt die Mucke munden wie ein gutes Rinderfilet. Na was will denn ein alter Metaller wie ich denn noch mehr. Vor allem verstehen es Tom Catuosco und John Zambri auch mal wieder zu demonstrieren, wie eine Leadgitarre zu klingen hat. Und mit Keith Vitali hat die Band einen Sänger, der gekonnt die gebotenen Songs mit seiner angenehmen Stimme veredelt. Yeah, da wippt das Holzbein im Takt mit, hehehe. Ich hoffe, dass einige Vertriebe in Deutschland diese Zeilen lesen (machen sie ja sowieso) und das Teil bei der Band ordern. www.thevengefulfew.com

RonJacMetal

 

BYFIST

"Preserving The Past: The Collection"

2008 Rock It Up Records (50:45)

Mit Davey Lee, Notch Vara, Jay Wegener und Jesse Vara sind bei den Texanern BYFIST heutzutage sage und schreibe drei aktuelle und ein ex- Mitglied von REVEREND am Start. Die Band werkelt seit 1987 in ständig wechselnder Besetzung im Underground herum (mit Unterbrechung von 1992 bis 1999) und ist mit Sicherheit nur totalen Insidern ein Begriff. Dafür genießt sie bei denen aber einen absoluten Kultstatus. Der Opener "Mary Celeste" von der '89-er EP "Adrenalin" legt die Marschroute für die nächsten fünfzig Minuten fest. So und nicht anders muss schnörkelloser US-Metal klingen. Und Knaller wie das speedige "Meltdown" treiben einem unweigerlich die Freudentränen in die Augen. Kurios: Nicht weniger als vier Sänger tummeln sich auf diesem Release (darunter ex- FIARRO Shouter Vikk Real, heute bei ONE OF SIXX).  BYFIST sollte sich jeder Fan von US-Metal Bands wie HEIR APPARENT, SACRED RITE, SHOK PARIS oder WARRIOR auf dem Einkaufszettel notieren. Bestellmöglichkeit: www.rockitup.de

Holger

 

WHITESNAKE

"Good To Be Bad"

2008 Steamhammer (50:38)

Nach über zehn Jahren ist es WHITESNAKE Chef David Coverdale endlich gelungen ein neues Studioalbum zu veröffentlichen. Die weiße Schlange aus Großbritannien rockt nach der doch etwas enttäuschenden „Restless Heart“ endlich wieder richtig. Wieder mal beeindruckend ist, wie die Band den Bogen vom erdigen Blues Rock ihrer Frühphase hin zu druckvollen Hard Rock Nummern spannt. Natürlich dürfen auf einer WHITESNAKE Scheibe auch die obligatorischen Balladen nicht fehlen. „All I Want All I Need“, „Till The End Of Time“, sowie das an den Überhit “Still Of The Night“ erinnernde „Lay Down Your Love “ sind genau diese typischen Schmachtfetzen, welche in den mittlerweile mehr als dreißig Jahren Bandgeschichte zum unverkennbaren Markenzeichen geworden sind. Wenn die Truppe um den Macho Coverdale dann auch noch richtig losrockt, wird geklotzt und nicht gekleckert. Neu-Gitarrist Doug Aldrich (einigen sicher bekannt aus Bands wie LION und DIO) machte schon auf der „Live In The Still Of The Night“ DVD eine ausgesprochen gute Figur. Im Studio kann man ihm nun auch einen ähnlich guten Job wie John Sykes (THIN LIZZY) auf der Götterscheibe „1987“ und Saitenhexer Steve Vai auf „Slip Of The Tongue“ bestätigen. WHITESNAKE zeigen hier stellvertretend für alle ihre „älteren“ Kollegen eindrucksvoll auf, dass man mit über 50 noch lange nicht zum alten Eisen gehören muss. Zitat David Coverdale: „Es ist sehr maskulin. Sehr muskulös!”. Besser kann ich dieses Album auch nicht beschreiben.

Holger

 

GUN BARREL

"Outlaw Invasion"

2008 Limb Music Products (53:21)

Ladys and Gentleman, here comes the OUTLAW INVASION!!!
Genau ... das mittlerweile vierte Album der höllisch rockenden Kölner GUN BARREL ist nur so voll gestopft mit
schnörkellosem Arschtritt Power - Rock 'n' Roll, der sich wie eine Invasion in die Gehirnzellen fräst. Die Mannen um Gitarrist Rolf Tanzius haben sich auf "Outlaw Invasion" wieder voll und ganz auf ihren Sound konzentriert und dabei 12 Songs ans Tageslicht gezaubert, die einfach nur rocken. Aber wer denkt, das GUN BARREL auf der Stelle treten und "Outlaw Invasion" wie ihre Vorgänger klingen der ist auf dem Holzweg!!! Power Rocker wie z. B. "Turn To Black" und "The Redeemer" ist man ja gewohnt, doch diesmal haben sich die vier Domstadt Urgesteine auch an eine Ballade ("Tomorrow Never Comes") gewagt, die ziemlich düster - melancholisch aus den Boxen klingt. Überhaupt haben GUN BARREL einiges geändert auf "Outlaw Invasion" im Vergleich zu ihrem 2005er Vorgänger "Bombard Your Soul" (man höre nur mal das sehr einprägsame "Keep On Movin"). Aber trotzdem sind GUN BARREL noch durch und durch GUN BARREL ... und mit "Outlaw Invasion" überzeugen sie mich total!!!

Ron

 

ENCHANTER

"Secrets Vol. I / Symbols in Stone"

2008 Pure Steel Records (61:48)

Als ich vor langer Zeit das Review zu “Symbols in Stone” geschrieben habe, war die Band ein vollkommen unbeschriebenes Blatt. Doch im Laufe der Zeit hatte sich die Qualität dieser Scheibe herumgesprochen, so dass im Underground ein merklicher Zuspruch zu verzeichnen war. Diese Eigenpressung der Band ist nun mittlerweile vergriffen. Schade war eigentlich, dass die CD recht kurz war, obwohl die Band noch einige Songs in der Hinterhand hatte. Mein frommer Wunsch von damals auf Nachschlag wurde nun erfüllt. Endlich hat sich ein Label gefunden, dass dieser Band eine metallische Heimat bietet. Und hier ist der Name auch Programm. Wer sich Pure Steel Records nennt, muss einfach solche Bands unter Vertrag haben. So, nun zur CD. Die 7 Tracks der bereits besprochenen CD sind als Bonus auf der aktuellen Veröffentlichung nochmals zu finden. Hauptsächlich ging es aber um den offiziellen Release der Songs von „Secrets Vol.I“. Jetzt gibt es also ordentlich was für die sauer verdiente Kohle. Insgesamt kann der Silberling jetzt mit 16 Songs den Truemetaller zum Frühlingstanz animieren. Die neu hinzugekommenen Songs stehen den bereits bekannten Ohrwürmern in nichts nach. Es wird weiterhin in der Spur unserer Kultband wie CIRITH UNGOL, OMEN, MANILLA ROAD ect. musiziert. Also true, trueer, am truesten ... ENCHANTER. So, nun liegt es an der Band, das entfachte Feuer am lodern zu halten. Hier wäre es wirklich sehr schade, wenn nicht in kürzester Zeit aktuelles Material nachlegt wird. Also liebe Leute von Pure Steel, tretet den Jungs gewaltig ins Hinterteil. Die Fans warten, aber nicht zu lange. Unbedingte Kaufempfehlung!! Mehr Infos auf: www.puresteel-records.com

RonJacMetal

 

DEKADENT

"Deliverance of the Fall"

2008 Pentacle Music (42:54)

Na das fängt ja gut an. Man freut sich auf ein neues Jahr voller musikalischer Überraschungen und wird erstmal dermaßen von einer unbekannten Band geplättet, dass man sich ernsthaft fragt, wer dieses Werk bis Jahresende noch übertreffen soll. Ganz egal was da noch kommen mag, das zweite Album der Slowenen DEKADENT gehört für mich jetzt schon zu den Highlights des Jahres. Würden PINK FLOYD Black Metal spielen, es könnte sich so ähnlich anhören. Denn genau wie bei dieser Legende klingt die Musik von DEKADENT sehr Soundtrack-artig. Oft werden in den Titeln sogar Genre fremde Instrumente wie Tuba und Hörner eingesetzt. Die symphonischen und fast schon bombastisch arrangierten Parts erinnern an DIMMU BORGIR, während die Atmosphäre an Bands wie ULVER, MOONSORROW oder AGALLOCH erinnert. Auch sehr schön sind die mitunter recht nach Doom Metal klingenden Gitarrenriffs. Schon die CD allein bietet Kopfkino vom feinsten, aber was dann auf der Bonus-DVD geboten wird verschlägt einem glatt die Sprache. Ein 40-minütiges Epos, welches offensichtlich den Verlust eines geliebten Menschen zum Inhalt hat, fesselt einen fast wie ein Spielfilm mit Handlung. Dennoch bleibt dem Betrachter genügend Freiraum für eine eigene Interpretation, so dass man bei jedem weiteren Durchlauf neue Gedankengänge entwickeln kann. Wer sich auf „Deliverance Of The Fall“ einlässt, wird mit einem sowohl akustischen als auch visuellen Meisterwerk belohnt. Home: www.dekadent.si

Holger

 

HOUR OF 13

"Hour Of 13"

2007 Shadow Kingdom Records (42:54)

Bang das fuckin´Kopf, Mann. So, oder so ähnlich würde wahrscheinlich der gute alte Messiah Marcolin reagieren, wenn er dieses tonnenschwere Riffmonster zu hören bekommt. HOUR OF 13 nennt sich dieses großartige Debut um Stimmakrobat Phil Swanson (Ex-Vestal Claret) und Riffmeister Chad Davis, der mal eben im Alleingang die komplette Instrumentierung eingespielt hat.
Ein höllisches Gebräu aus alten Black Sabbath, Pentagram, Candlemass und The Sword mit mächtig Dampf und endlich mal ein Doom-Album, welches nicht endlos vor sich hinwabert, sondern kurz und knackig auf den Punkt kommt. Alle tracks sind um die 5 Minuten lang bzw. kurz gehalten, bis auf das gut achtminütige „Missing Girl“, das aber jede Sekunde wertvoll ist und die stimmlichen und riffmeisterlichen Ausnahmekönner vollstens zur Geltung kommen lassen.
HOUR OF 13 bezeichnen ihre Mucke selbst als „True Original Occult Doom“, was die Sache sicherlich sehr gut trifft, denn das hier ist echter „True Metal“, Herr DeMaio, bitte genau anhören!!! - Damit wären wir auch schon wieder beim wichtigen Hinweis auf www.myspace.com/hourof13doom , wo ihr euch zwei Appetithappen in Form der tracks „The Correlation“ und „Grim Reality“ reinziehen könnt und glaubt mir, der Rest der Scheibe ist genauso geil!
Für alle Vinyl-Süchtigen (wie mich!) sei noch erwähnt, das diese Scheibe auch im tot schicken rotmarmoriertem Vinyl und zum anderen im klassisch truem Schwarzvinyl erhältlich ist, beides allerdings in sehr kleiner Auflage… Die CD sollte bei jedem gut sortiertem Underground-Dealer zu bekommen sein.
Ein sehr kraftvoller Sound und ein sehr cooles düsteres Cover-Artwork, das auch einer längst überfälligen Mercyful Fate sehr gut zu Gesicht gestanden hätte, runden dieses Underground-Highlight perfekt ab. Die eindeutige Wertung lautet: CD des Monats Februar!!!

IronIngo

 

RYCHUS SYN

"Rebirth"

2008 Photon Records (35:00)

Heute gibt es mal wieder einen Tipp für Insider. Diese Scheibe ist vollständig in den 80-er Jahren verwurzelt. Der Albumtitel sagt schon einiges aus. Die Band hatte 1989 eine Mini-LP am Start, die auch auf dem Griechen-Bootleg „Hard ´n Heavy Vol. 11“ verewigt wurde. Insgesamt sind auf dem kleinen Plastikteller 10 Songs eingraviert. Die 5 Oldies der o.g. Veröffentlichung sind auch am Start. Ein musikalischer Unterschied ist aber zu den weiteren Songs nicht auszumachen. Gediegene US- Metal Kost umschmeichelt das wohl wichtigste Organ eines Metallers (o.k., Bier kann man da natürlich nicht reinschütten).
Beim Song „One voice“ hat man sofort beim ersten Gitarrenriff METALLICA im Kopf. Aber keine Angst, ist nur hier so. Also keine hundertste Kopie. Die Songs sind ansonsten alle im Midtempo-Bereich a la METAL CHURCH und Co. angesiedelt. Das dürfte wohl Grund genug sein, sich als Metaller der ersten Stunde diese CD in die Sammlung zu stellen. Neueinsteiger sind natürlich immer willkommen. www.rychussyn.com  Kontakt (Greg): maniscalco1@verizon.net

RonJacMetal

 

ARMORY

"The Dawn Of Enlightenment"

2008 Eigenpressung (69:50)

Nachdem ARMORY aus Massachusetts im Jahr 2004 ihr erstes Demo aufgenommen haben, ist nun nach dreijähriger Reifezeit ein sehr starkes und speediges Power Metal Album entstanden, welches überraschenderweise sehr europäisch bzw. in Bezug auf eine Band brasilianisch klingt. Man stelle sich eine sehr gelungene, stimmige Mischung aus vor allem ANGRA zu „Holy Land“ Zeiten, der ersten RHAPSODY, einen Schuß BLIND GUARDIAN und aufgrund des Sängers Adam Kurland einen touch EDGUY.
Allerdings präsentieren uns ARMORY mit ihrer epischen Ballade „Forever Triumphant“ ein Stück Stahl, welches ohne Einschränkung auch auf einer MANOWAR CD zu finden sein könnte. Auch das Intro „The Tempest“ ist sehr episch und kraftvoll ausgefallen, bevor es dann mit „Faith In Steel“ so richtig losbrettert. Bis auf besagte Ballade sind alle tracks in uptempo eingetrümmert worden und das uns auch textlich unsere heißgeliebten Klischees serviert werden, beweisen Stücke wie „Riding The Cosmic Winds“, „Warrior Forlorn“, „Forged In Dragon Flames“ (grandios! Ist allerdings ein Instrumental, aber der Titel sagt alles…) oder auch „Mystic Star“.
Mit dem Titelstück „The Dawn Of Enlightenment“ wird uns wahres Monumentalwerk von fast 14 Minuten Länge in bester VIRGIN STEELE Manier dageboten, Metalherz was willst Du mehr?!
Den Abschluß einer rundum gelungenen Debut CD bilden die bonus tracks „Flight Of Icarus“ (natürlich eine IRON MAIDEN Coverversion…) und das kurze, aber knackige Instrumental „Dr. Wily“. Besucht die Bandhomepage www.faithinsteel.com und holt euch alle nötigen weiteren Infos dieser talentierten Band, wenn die Jungs den eingeschlagenen Kurs des erdigen Power Metals beibehalten und sich in Zukunft nicht in Prog, Epic und Bombast verstricken, wird man zumindest im Undergound noch einiges von ARMORY hören, so viel ist sicher!

IronIngo

 

A TORTURED SOUL

"Kiss Of The Thorn"

2007 Eyes Like Snow (46:54)

Wie abwechslungsreich und eigenständig der Metal-Underground ist und sein kann, beweisen hier A TORTURED SOUL aus Milwaukee/U.S.A. in beeindruckender Art und Weise.
Nach ihrer 10 track Demo-CD-R „Tomorrow´s Door“ aus dem Jahre 2005 gibt es jetzt den offiziellen Erstling, auf dem gleich 6 Songs des Demos vertreten sind, allerdings komplett neu aufgenommen und arrangiert, so dass auch dieses für Sammler und Puristen natürlich mehr als interessant ist (zahlt aber auf keinen Fall zuviel dafür, ist wie gesagt nur `ne CD-R!).
Rein musikalisch lässt sich „Kiss Of The Thorn“ sehr direkt beschreiben: MERCYFUL FATE meets ICED EARTH, gnadenlos gutes riffing, präzises druckvolles drumming und mit Sänger Rick Black stimmlich eine einzigartige Mischung aus King Diamond und Ozzy Osbourne (rein von der Stimmlage), wobei die Originale stimmlich aber (noch) nicht erreicht werden. Nichts desto trotz macht hier ganz klar Rick Black den markanten Sound von A TORTURED SOUL aus!
Die von mir beschriebene Symbiose aus oben genannten Bands lässt sich überdeutlich an Klasse-Stücken wie „Nocturne“, „Little Girl“, „Altar Of Sangria“ oder auch „Parasite“ ausmachen.- Auch hier gibt es wieder die direkte Möglichkeit einer aussagekräftigen Hörprobe, clickt www.myspace.com/torturedsoulmusic , feiert und vor allem kauft eine neue Perle des US-Metals, diese Jungs haben Metal im Blut und eure Unterstützung mehr als verdient.

IronIngo

 

VIRON

"Ferrum Gravis"

2008 Metal Heaven (57:19)

Nach dem sehr starken Debut “N.W.O.G.H.M.”, welches ebenfalls bereits auf dieser Seite besprochen wurde, liefern uns VIRON nun mit “Ferrum Gravis“ (VÖ:22.02.2008) den Nachfolger und immer noch ist der Sound (zum Glück!) stark U.S. amerikanisch geprägt, Bands wie LEATHERWOLF oder auch OLIVER MAGNUM wären wohl hier zu nennen, um den Sound zu beschreiben.
Allerdings hat sich im Vergleich zum Debut doch einiges verändert, so klingt nun der Sound zwar druckvoller, aber auch geschliffener, glatter und die Songs durchdachter, was ja nicht immer unbedingt ein Vorteil sein muss, da fällt mir als Beispiel die Entwicklung von PRETTY MAIDS ein. Von der Ballade „War“ (textlich sehr tiefgründig, musikalisch aber ohne Tempowechsel etwas dahiplätschernd) über midtempo tracks wie „Sniper“, dem starken „Metal Ball “ bis hin zu speedigen Nummern wie dem gelungenen Opener „Liberator“ ist alles dabei.
Gesanglich ist auch diesmal alles mehr als im grünen Bereich, da man mit Alexx Stahl einen echten Stimmakrobaten in Reihen hat, der ein ums andere mal an Jorn Lande erinnert und somit auch den Vergleich mit Masterplan zulässt. Zuguterletzt muss allerdings trotz aller Klasse der Instrumentalisten und des Gesangs angemerkt werden, das dem Album genau wie auch der letzten RUFFIANS CD (ebenfalls auf Metal Heaven) eine gute Schippe mehr Aggressivität sehr gut getan hätte.
Auf www.myspace.com/viron1 könnt Ihr euch einen eigenen Eindruck verschaffen, wer diese Truppe mal live erleben kann, sollte die Gelegenheit unbedingt nutzen, denn da wird gehörig Gas gegeben, was VIRON bereits auf Festivals wie dem Headbangers Open Air oder dem Swordbrothers eindrucksvoll beweisen konnten.

IronIngo

 

RAZOR FIST

"Razor Fist Force"

2006 Trigger-On-The-Dutendoo-Records (35:32)

Selbst für Leute, die ständig im Metal-Underground herumstochern ist es gar nicht so einfach, eine Band wie RAZOR FIST „auszugraben“. Ist der kleine Silberling dann aber erstmal poliert, so stellt sich in diesem Fall wieder mal heraus, das ein echtes Juwel in Händen gehalten wird.
Total eigenständiger schon fast als etwas kauzig zu bezeichnender U.S. Speed-Powermetal aus Wisconsin, der einen so schnell nicht wieder loslässt, soll heißen: love it or hate it ! Dazwischen gibt es nichts! Um irgendwie musikalische Parallelen ausmachen zu können, muss man sich wohl hier eine Mischung aus CIRITH UNGOL und MANILLA ROAD auf Speed vorstellen … mit einer zusätzlichen Prise EXCITER.
Tja, da fehlen einem im ersten Moment echt die Worte, alle 10 tracks sind auf gleich hohem (genialen!) Niveau und um sich hier mehr als nur Appetit zu verschaffen, klickt sofort auf www.myspace.com/razorfistmetal und staunt über eure ungläubigen Ohren, die dieses Stück Stahl erst einmal verarbeiten müssen, wenn der Funke dann übergesprungen ist, schnellstens bei krukenberg@freenet.de bestellen und zu Hause auf Knien dem Gesamtwerk lauschen!
Wie steht es doch so schön im Booklet der CD: Come join the Razor Fist Force! Heavy Metal ist kein Marketing-Gimmick, es ist eine Lebenseinstellung!!! In diesem Sinne…

IronIngo

 

STRIKEMASTER

"Up For The Massacre"

2006 Blower Records/Mexico (39:21)

Brutal, brutaler, STRIKEMASTER! Wütender wuchtiger und absolut geiler Thrashmetal bläst einem bei entsprechender Lautstärke (und das hier muss laut gehört werden!!!) die Haut von den Knochen. Die drei Thrash-Maniacs aus Mexico haben sich in der Vergangenheit bereits mehrfach die Bühne mit MERCILESS DEATH und FUELED BY FIRE geteilt, die an dieser Stelle ebenfalls schon sehr positiv besprochen wurden.
Der Titel der CD „Up For The Massacre“ ist hier Programm und so startet man mit „M.A.O.A.“ (Maximum Amount Of Agressions) ohne jegliche Schnörkel direkt geradeaus mit Höchstgeschwindigkeit in heftige Riffattacken, pumpenden Bassläufen, bollernden drums und dem aggressiven Gesang von Colonel Camou, der aber stets kontrolliert shouted, was das Zeug hält.
Um überhaupt einen musikalischen Vergleich mit diesem hammermäßigen „Gewitter“ zu ziehen, kann man sich eine Mischung aus alten Kreator, Slayer und einen Schuss S.O.D. vorstellen, wobei aber für alle Slayer-Maniacs der größte Anteil auszumachen ist.- Natürlich sind STRIKEMASTER aber keine Slayer-Kopie, dafür sind tracks wie „Thrashing the Blind School“, „Ritual Killings“, „Merciless Machine“ oder vor allem auch der Titeltrack „Up for the Massacre“ zu einzigartig und drücken dieser Truppe einen ganz eigenen Stempel auf: Thrash with class!!!
Währe dieses Teil in den Achtzigern rausgekommen…ihr wisst schon, was ich meine…
Ein gekonntes Cover und ein aussagekräftiges Booklet runden die Sache dann vollends ab, so hat man zum Beispiel hinter dem clear tray der Innenseite der CD-Hülle eine ultimative Hate-List aufgeführt, was den Standpunkt und die Einstellung der Band zum wahren Metal untermauert. Hörproben gibt’s wie so oft bei myspace unter www.myspace.com/strikemaster666 und um diesen Knaller zu kaufen, kontaktet ihr am besten die berliner Metal-Ikone Rainer Krukenberg unter krukenberg@freenet.de, bei der Gelegenheit solltet ihr auch bei Interesse an Mittel- und Südamerikanischen Metalbands dessen ausführliche homepage www.metaleros.de besuchen.
And now…, um es mit Basser Sargent Diego in seiner thankslist zu halten: NOW PLAY THIS AS LOUD AS YOU CAN, FUCKING PUSSY!!! Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen…

IronIngo

 

ETERNAL FEAR

"Evil Deeds"

2007 Eigenpressung (51:50)

Aus Karlskoga in Schweden stammt die Band unseres CD Tipps für den Monat Dezember. Kraftfutter für alle, die den seligen 70-ern und dem ursprünglichem BLACK SABBATH Sound nachtrauern. Auch Freunde von neuzeitlichen Bands wie C.O.C., VOLBEAT, den SPIRITUAL BEGGARS oder THE SWORD sollten bei ETERNAL FEAR aufhorchen. Der große Unterschied zu den meisten Bands der genannten Stilrichtungen ist Sänger Ove Jonsson. Mit seinen cleanen (fast schon U.S. Metal tauglichen) Vocals bildet er den perfekten Kontrast zu den tierisch tief und fett klingenden Klampfen. Eigentlich hatte der dem GRIM REAPER Logo nicht unähnliche Bandname und das Death Metal artige Cover bei mir für Verwirrung gesorgt. Aber man sollte eine CD wirklich nicht nach dem Cover beurteilen. Das im übrigen absolut klasse produzierte Teil wird laut Klampfer Mattias Thomasén in kürze als Digipack erscheinen. Hört einfach schon  mal rein unter www.myspace.com/eternalfearmetal oder besucht die Bandhomepage www.eternalfear.com. Das Ding rockt wie die berühmte Sau. Sofort Verhaften !!!

Holger

 

SANITARIUS

"Eyes to the Soul"

2007 Eigenpressung (23:20)

Für etliche Banger wird ja in letzter Zeit ein Traum war. Haben sich doch einige Bands gegründet, die dem alten Old School Thrash Metal die Ehre geben. Einige davon wurden hier in der letzten Zeit bereits vorgestellt (u.a. MERCILESS DEATH, FUELED BY FIRE). Und genau da machen die Jungs von SANITARIUS mit. 4 Granaten mit jeder Menge Power, Melodie und geilen Killerriffs weiter. Also kein gnadenloses Gemetzel. Hier kann man sich in aller Form die Nackenwirbel wieder zurechtrücken ohne hinterher einen Kollaps zu bekommen. Um es auf den Punkt zu bringen, die ersten Alben von FORBIDDEN und TESTAMENT standen hier Pate.
Da kann man nur hoffen, dass diese Mini-CD nur ein vorübergehendes Anfüttern der Meute war und im neuen Jahr ein vollständiges Album serviert wird. Ich bitte darum!!

RonJacMetal

 

KATAGORY 5

"Hymns Of Dissension"

2007 Nightmare Records (59:45)

Spätestens mit "Hymns Of Dissension" hat sich KATAGORY V in die oberste Liga der Prog/Power Metal Bands, wie z. B. FATES WARNING gespielt. Progressiver Metal trifft auf klassischen US Power Metal. Auf Album Nr. 4 macht es die in Salt Lake City beheimatete Band KATAGORY V nahezu perfekt. Kraftvolle, melodisch sehr kompakte und eingängige Kompositionen, sowie ein herausragender Shouter dazu, sind die prägenden Elemente des KATAGORY V Sounds. "Hymns Of Dissension" ist ein Album, das es ganz locker zu einem Alltime Klassiker schaffen könnte! Es lohnt sogar, sich das US Release und den European Release zu zulegen, da jede Veröffentlichung mit zwei unterschiedlichen Bonus Tracks ausgestattet wurde.

Ron

 

KRAGENS

"Regeneration"

2007 Locomotive Records (46:57)

Der metallische Leuchtturm an der Cote d' Azur ist mit "Infight", ihrem dritten Longplayer, zurück!!! Die 2000 in Nizza gegründete Band KRAGENS konnte trotz exzellenter Kritiken (Review zum Debüt "Dying In A Desert" ist hier an anderer Stelle nachzulesen!) und brachialer Live-Performance, den Status als Geheimtipp nicht verlassen. Mit "Infight" ist den Mannen um Ex-DEMON EYES-Shouter Renaud Espeche nun aber ein sehr eigenständiges Album zwischen Power- und Thrash-Metal gelungen, das einem unmissverständlich in die Ohrmuscheln genagelt wird. Ausgestattet mit einen exquisiten Sound, der wie schon beim Vorgänger "Seeds Of Pain" von Tue Madsen, das geniale Songmaterial veredelt. Mit diesem Silberling greifen KRAGENS ganz deutlich den Thron an, auf dem solche Bands wie NEVERMORE oder auch ICED EARTH sitzen. Wer bislang KRAGENS noch nicht angetestet hat, sollte das schleunigst tun, denn es lohnt sich für jeden Power/Thrash Metaller!

Ron

 

OVERLOADED

"Regeneration"

2007 Eigenpressung (34:54)

Eine perfekte Mischung aus Rock und Metal bieten uns hier OVERLOADED aus Detroit Rock City, Michigan, USA.- Nach zwei im Jahre 2005 veröffentlichten CD-EPs kommt jetzt mit „Regeneration“ das erste komplette Album und dieses serviert uns eben diesen schmackhaften Happen aus erdigem Rock und knackigen Metal ohne jedoch dabei altbacken zu klingen, im Gegenteil, das ganze kommt sehr frisch rüber und hat einen unbändigen Groove.
Da die Band offiziell von Jägermeister gesponsored wird, haben die Jungs um den stimmgewaltigen Chris Gillen schon eine Menge gute Auftrittsmöglichkeiten wahrnehmen können, so supportete man bereits Größen wie Mötley Crüe, Skid Row oder auch Krokus.- In Deutschland tauchte man erstmalig mit dem Song „Cyclone“ (nicht auf „Regeneration“vertreten) auf der Metal Crusade-CD Vol.11 des Heavy-Magazins auf.
Um einen musikalischen Vergleich anzustellen könnte man sich in etwa eine metallische Mischung aus Soundgarden und Nickelback vorstellen, auch in punkto Eingängigkeit stehen OVERLOADED da in nichts zurück, was der Opener „What´s In There“ oder das grandiose „Feeling Overloaded“ eindrucksvoll beweisen.- Auffallend für den Sound von OVERLOADED sind die geilen sägenden Gitarren, die aus dem soliden Rhythmusteppich wohlwollend herausstechen, eine runde Sache also für alle, die sich sowohl im Rock als auch im Metal zuhause fühlen, besucht die homepage der Band unter www.overloadedmusic.com und verschafft euch einen eigenen Eindruck auf www.myspace.com/overloaded , wo unter anderem auch der Song „Hellfire“ von der (ausverkauften!) gleichnamigen CD-EP zu hören ist, für alle Sammler und Jäger kann aber Entwarnung gegeben werden, denn beide EPs sind unter dem Titel „Hail The Kingdom“ als 11 track CD rereleased worden.

IronIngo

 

TIMELORD

"Regeneration"

2007 Shrapnel Records (49:23)

Dieser Tage flatterte mir das Debüt-Album von TIMELORD in meine heiligen Metal-Hallen, was ich hoch erfreut zur Kenntnis nahm und die CD sofort in meinen Player warf. Denn nach der schon sehr starken 2005er EP "Dawn of Dissent" waren meine Erwartungen an "Regeneration" ziemlich hoch! Aber was Gitarrist + Sänger Matt Aub (ja genau der ex-FORGOTTEN REALM Vocalist) mit seinen Jungs hier ablegt, ließ mir die Kinnlade runterklappen. "Regeneration" bietet jedem Banger, der mit hartem leicht progressiven Power-Metal der phasenweise thrashige Elemente vereint - was anfangen kann, das volle Brett. Egal ob man sich die melodischen Songs (wie z. B. "Slaves") oder die thrashigen Songs (wie z.B. "Sparks Of Rebellion") reinzieht, das Album, ausgestattet mit einem wuchtigen Sound, zwingt einem zum Headbangen und immer wieder die Repeat-Taste des CD-Players zu drücken. Es ist eigentlich völlig überflüssig einen der 10 Songs (+ 3 Bonus Songs) herauszuheben, aber "Sirens" muss man in seinem Metaller-Dasein gehört haben!!! Genau wie den Cover-Song "Faster Than The Speed Of Light" von RAVEN, wozu TIMELORD sich Originalstimme "John Gallagher" ins Studio holten.
Für "Regeneration" kann es nur beide Daumen hoch und volle Punktezahl geben (Ha ... wenn wir hier bei Metal-Rules.de Punkte vergeben würden!!!), alles andere wäre höchst lächerlich.

Ron

 

PAGAN'S MIND

"God's Equation"

2007 Limb Music Products (60:06)

Nach dem 2005er Prog.-Metal-Album-Highlight "enigmatic : calling" war ich sehr gespannt, ob PAGAN'S MIND mit dem neuen Album "God's Equation" den Vorgänger toppen kann! Und was soll ich sagen? Die Mannen um den AusnahmeSänger Nils K. Rue (der auch bei EIDOLON singt) haben das mehr als geschafft. Äußerst komplex und doch dynamisch, spiel- sowie experimentierfreundlich präsentieren sich die fünf Norweger auf "God's Equation". Jörn Viggo Lofstad zaubert nicht nur abgefahrene Solis aus seiner Gitarre, sondern fährt auch eine brachiale Gitarrenwand nach der anderen auf. Das komplette Album ist nur so mit Highlights in Sachen progressivem Power-Metal gespickt ............ und den Vogel schießt der über 8 Minuten lange Song "Osiris' Triumphant Return" ab. Ein progressiver Power-Metal-Song, der einen aus dem Sessel reißt um abzurocken! Aufgepasst!!! Ihr so genannten Prog-Metal-Götterbands ... PAGAN'S MIND haben hier ein Album am Start, das an eurem Thron gewaltig sägt. Ohne zu übertreiben: "God's Equation" hat alles um ein Klassiker des progressiven Power-Metals zu werden.

Ron

 

RESISTANCE

"Patents Of Control"

2007 Lion Music (50:55)

Nun ist er da, der Nachfolger von „Lies in black“. In der heutigen Zeit ist es ja nicht immer selbstverständlich, dass eine Band ein weiteres Album veröffentlicht. Die meisten Undergroundbands gehen halt in diesem unter. RESISTANCE behaupten sich aber mittlerweile doch schon einige Jährchen. Und dies ist mit dem neuen Album auch begründet. Gegenüber dem Vorgänger hat die Band einen deutlichen Qualitätssprung erreicht. Ein ausgefeilteres Songwriting und mehr Komplexität stehen den 11 Nackenbrechern sehr gut zu Gesicht. Vielleicht hat ja auch der Neuzugang des Gitaristen Dave Watson dazu beigetragen. Dies ist
natürlich reine Spekulation. Jedenfalls bohren sich die Powermetalfetzer wieder gnadenlos ins Hirn. Und man vermeint hin und wieder Bands wie ICED EARTH, FORBIDDEN, CAGE ect. der alten Schule bei dem einen oder anderen Riff bzw. Gesangspart herauszuhören. Als Anspieltipps empfehle ich „Ashes of tomorow“, „Paternal shift (Guest vocals by Loana D.P. – Valencia / Lead in Solo by Jim Durkin)“ und „Mirrors black“.
Wem also der Vorgänger schon gemundet hat, sollte sich die neue CD unbedingt zulegen. Alle Fans des Truemetals natürlich auch.

RonJacMetal

 

MYSTIC PROPHECY

"Satanic Curses"

2007 Massacre Records (48:12)

                                                                !!! Absolut geniales Power Metal Album !!!
Diese Überschrift reicht eigentlich schon aus, um das 5. Album von MYSTIC PROPHECY zu beschreiben und um euch, die Fans die auf harten kompromisslosen Power Metal stehen, zu eurem Plattendealer des Vertrauens zu jagen, damit ihr dieses mächtige und gnadenlose Album "Satanic Curses" erstehen könnt (müsst!).
Der Druck auf die fünf Metal Propheten nach dem sehr starken 2006er Longplayer "Savage Souls" war so hoch wie noch nie. Aber was die Band aus dieser schweren Bürde gemacht hat, ist fantastisch! Hammersong reiht sich an Hammersong gespickt mit überragenden Riffgeschossen beider Gitarristen (Markus Pohl & Martin Grimm). Egal ob solche abgeh Nummern wie "Damnation" bzw. "Back from the Dark" oder Midtempo Smasher wie "Sacrifice Me" bzw. "Demons Blood". Auch R.D. Liapakis hat wieder an seinem Gesang mächtig gewaltig gearbeitet uns setzt sogar tiefe Growls wie beim Album Opener "Back from the Dark" ein. Die Wucht der Rhythmusfraktion um Drummer Matthias Straub und Basser Martin Albrecht legt alles in Schutt und Asche, so dass keine Fragen am gesamten Sound der Band offen bleiben. Selbst vor einem Klassiker machen die Mannen um Bandleader R.D. Liapakis nicht halt und veredeln "Paranoid" von BLACK SABBATH, das einem die Kinnlade runter klappt. Selten hab ich diesen Song so perfekt und doch mit den eigenen Trademarks von MYSTIC PROPHECY (außer im Original) gehört. Da spielt natürlich der Sound eine gewaltige Rolle ... und der wurde wie beim Vorgänger Album "Savage Souls" natürlich vom gleichem Team (Fredrik Nordström & R.D. Liapakis) fantastisch veredelt.
Kurzum: "Satanic Curses" ist ein knallhartes Power Metal Meisterwerk, das in jede Sammlung gehört und den CD Player auf lange Sicht hin blockieren wird. Ich kann nur noch sagen ... Kaufen, Kaufen, Kaufen!!!
Wer es sich nicht in die heimischen Hallen holt, verpasst definitiv ein Referenzwerk des Power Metal!!! Weil ich gerade beim Vergessen bin: Die für das 1. Quartal 2008 gebuchte Europa Tournee von MYSTIC PROPHECY ist eine Pflichtveranstaltung für jeden Metal Fan. Was die Jungs auf den Brettern die die Welt bedeuten zu leisten im Stande sind, zeigten die vielen Festival Auftritte (z.B. BYH, Rock Hard Open Air, Earthshaker, Metal Camp usw.).

Ron

 

DESTRUCTOR

"Forever In Leather"

2007 Auburn Records (47:34)


Nach Ihrem bärenstarken Comeback-Album “Sonic Bullet” aus dem Jahr 2003 und der diesjährigen limitierten „Storm Of Steel“ EP sind DESTRUCTOR nun endlich mit „Forever In Leather“ zurück (V.Ö. 23.10 2007) und übertreffen mal ganz locker meine hohen Erwartungen, denn das dieses Stück Stahl gut werden sollte war mir schon klar, das es einen aber komplett wie eine schwere Dampframme aus den Schuhen bläst ist dann doch ein echter „Reign In Blood-Effekt“(…den Ausdruck lass ich mir patentieren ! ).
Mit „Tear Down The Heavens“ geht es dann gleich voll nach vorne mit geballter Power, dabei aber mit grandiosem Melodiebogen versehen, so was nennt man dann Ohrwurm.- Das darauffolgende superschnelle „Skull Splitter“ jagt wie ein Exodus-Volltreffer aus den Boxen und mit „World Of War“ wird es dann hymnisch a la CAGE.
Der Titeltrack „Forever In Leather“ erinnert mich vom Refrain her irgendwie an den ANVIL-Klassiker „Mothra“ vom „Metal On Metal“-Album, diese Vergleiche zu den genannten Bands sollen aber nur als Orientierung dienen und auch die Vielfalt im Sound beschreiben, denn alles auf diesem Machwerk ist zu 100 Prozent DESTRUCTOR!!! Das abschließende „Pounding Warriors“ sagt eigentlich schon alles aus, pounding metal til the end und das in so überzeugender Manier, das man nach diesem grandiosen Album DESTRUCTOR zur absoluten Speerspitze des Underground zählen muss, da sie ihren Status hiermit mehr als gefestigt haben.
Für die nötige Wucht und Power der Produktion sorgte wieder einmal Don Depew (Gitarrist der legendären BREAKER!), der schon die geniale WRETCH - CD produziert hat. Auburn Records-Labelboss Bill Peters würde uns echte Feiertage bescheren, beide besagten Bands als Package so schnell wie möglich nach Europa auf Tour zu schicken, um Clubs und kleine Hallen in Schutt und Asche zu rocken!
Für weitere Informationen klickt www.auburnrecords.com und ballert euch unbedingt auf www.myspace.com/maximumdestructor  Hörproben um die Ohren! Schnörkelloser, gradliniger und besser als hier kann Powerthrashmetal nicht mehr geboten werden, wenn es eine CD des Jahres gibt, dann sind DESTRUCTOR wohl mit „Forever In Leather“ einer der heißesten Anwärter darauf.

IronIngo

 

FIRST AID

"Infection"

2007 Eigenpressung (47:22)

Traditioneller 80´s Thrash scheint zur Zeit nicht nur in den USA eine kleine Renaissance zu erleben. Aus Berlin melden sich lautstark FIRST AID mit Ihrem zweiten Longplayer „Infection“ und was soll ich sagen, hier wird mit viel Spaß in den Backen (in allen vieren!) gethrashed und gemoshed, das es nur so eine Freude ist. Eröffnet wird der Reigen mit „Haunting Solution“, welches an NUCLEAR ASSAULT erinnert und in dem witzigerweise sogar ein Bierploppverschluss zum Einsatz kommt, der später nochmals beim starken „The World´s New Chapter“ auftaucht. Mit dem darauffolgendem „Quite Alone“ scheinen häufiger mal die guten alten ANTHRAX durch, doch nicht nur aufgrund des Gesangs schwebt über dem gesamten Machwerk unüberhörbar ein stilprägender Bandname: OVERKILL!!! Die Burschen scheinen den guten alten OVERKILL-Sound völlig in sich aufgesogen zu haben und lassen ihm auf „Infection“ freien Lauf. „Witchery Of Fire“ bläst weiterhin auf Frontalangriff der Nackenmuskeln und das zieht sich auch gnadenlos durch das komplette Machwerk bis hin zum instrumentalen Abschlußtrack „Fire Power“ (keine Coverversion von Chateux!). Mit „Infection“ sorgen FIRST AID für eine absolute Belebung des Undergrounds und sollten mit Ihrem Sound offene Türen einrennen, checkt die bandhomepage www.firstaid-metal.de  und verschafft euch schleunigst Höreindrücke bei www.myspace.com/firstaidmetal .
Von dieser Seite beide Daumen hoch und cheers nach Berlin, die Hauptstadt hat wieder einen Grund mehr, sie zu besuchen.

IronIngo

 

MATTHIAS STEELE

"Resurrection"

2007 Red Bone (49:21)

Vor genau 20 Jahren hatte die Band bereits ein 7-Song Demo am Start. Leider hat zur damaligen Zeit wohl niemand groß Notiz davon genommen. Als Vinyl-Eigenpressung hätte die Songs garantiert die Sammler in der heutigen Zeit auf’s Schlachtfeld gerufen und ein Gemetzel um den Besitz einer dieser Scheiben für jede Menge Kohle wäre die Folge.
Nun hat die Band nach dieser langen Zeit mal wieder die Lust verspürt, die Instrumente abzustauben und den Geist des Heavy Metal aufleben zu lassen. Vor ein paar Monaten gab es dann die erste Kostprobe in Form von 5 Songs. Die jetzige Veröffentlichung kann inklusive dieser Songs nun mit 11 Muntermachern aufwarten. Da sind noch ein paar Kracher hinzugekommen. Sicherlich ist nicht alles Gold was glänzt. Aber eines hat sich die Band nicht nehmen lassen... den Glauben an den Truemetal. Und so gibt es dann auch weiterhin feinen US-Metal im Stil der 80-er im mid-tempo Bereich zur Massage der am Schädel angebrachten 2 Knorpelgewächse. Glücklicherweise klingen die Kompositionen nicht wie die 100. Kopie einer bekannten Band. Interessant sind u.a. auch die teilweise schleppend sägenden Guitarrenpassagen. Klingt schön wie Doom auf Speed Metal oder Doomspeed oder Speeddoom. Meine Güte, ich bin doch bekloppt. Am besten ihr kauft euch die CD (CD-R mit Aufkleber) und macht euch selbst ein Bild. Hörproben gibt es unter http://cdbaby.com/cd/matthiassteele  Kontakt: matthiassteele1@aol.com (Nino Trovato)

RonJacMetal

 

MANIFEST DESTINY

"Your World Has Died"

2007 Rock It Up Records (23:52)

Die Ami Power/Thrasher MANIFEST DESTINY kommen aus Stillwater, Oklahoma und wurden in ihrer langjährigen Laufbahn nicht gerade vom Glück verfolgt. Ihr erster Sänger Steve Bryant (auf dem Debüt "All Life, All Minds" zu hören) kam 1996 bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Ein Jahr später war man jedoch mit dem neuen Mann Russ Pace am Mikro bereits wieder am Start. Es folgte ein drittes Album mit dem Titel "Within", welches 2007 dank Rock It Up Records endlich auch in Deutschland veröffentlicht wurde. Leider trennte sich die Band kurz nach dem Release des Albums. Im Jahr 2005 wagte man einen Neuanfang und tüftelte an neuem Material. Am 1.Mai 2007 wurde die Band jedoch erneut von einem schweren Schicksalsschlag getroffen, als ihr Gitarrist und Bandleader Brent Wheatley an Krebs verstarb. Doch selbst dieses schwere Ereignis kann die Band nicht aufhalten. Das bereits fertig eingespielte Material für die EP "Your World Has Died" wird nun ganz im Sinne des Verstorbenen doch noch veröffentlicht und die Band denkt nicht im geringsten daran aufzuhören. Das ist verdammt gut so Jungs, denn die neuen Songs sind mit Sicherheit die stärksten die ich je von euch gehört habe. Was den Sound anbelangt herrscht hier noch immer das Motto Old School Thrash meets PANTERA, jedoch sind die Songs um einiges druckvoller und transparenter produziert als in der Vergangenheit. Doch nun zu den Songs im einzelnen: Der Opener "Time of Light" bricht gleich mit einem Killerriff über einen herein, während man beim anschließenden Titelsong "Your World Has Died" so richtig schön midtempo Headbangen kann. Der dritte Titel "Take the next Step" erinnert mich von den Gitarren her frappierend an MELIAH RAGE in ihren besten Zeiten. Das fast schon doomige und mit SLAYER Anleihen versehene "The One" verschafft einem dann erneut eine Verschnaufpause. "Bury the Living" rockt dann wieder richtig los und zu guter letzt gibt es mit mit "Outcry 07" noch eine Neueinspielung eines der besten Songs vom 96-er Debüt. Alles in allem eine sehr geile und leider viel zu kurze Scheibe. Falls da draußen unter euch irgend jemand einen guten Draht zum lieben Gott hat: Bitte ein gutes Wort für die Band einlegen und feste beten. Die Jungs haben echt genug gelitten. Alle anderen zücken das Portemoneie und unterstützen diese coole Band!!! Bei Interesse wendet euch bitte an Rock It Up Records: www.rockitup.org.

Holger

 

SHANNON

"World of Desire"

2007 Eigenpressung (22:27)

SHANNON kommen aus dem sonnigen Frankreich und spielen melodischen Hard Rock mit leichtem AOR Einschlag. Dazu kommt dann noch eine tüchtige Priese KROKUS und ein Schuss RHINO BUCKET. Fertig ist eine mehr als nur gelungene EP, die Appetit auf ein ganzes Album macht. Einen nicht ganz unerheblichen Anteil an den vorangegangenen Vergleichen hat Sänger Olivier Del Valle. Dieser hat eine perfekte und vor allen Dingen kraftvolle Rock 'n Roll Röhre. Er dominiert das Ganze eindeutig, obwohl die Gitarren auch ziemlich kräftig im Vordergrund stehen. Härter als JOURNEY oder SKAGARACK, aber softer als EVIDENCE ONE. So sollte man sich den Sound vorstellen. Unbedingt mal reinhören und mit den Jungs Kontakt aufnehmen unter: www.myspace.com/shannonbandrock.

Holger

 

DRAGONSHIP

"Set The Sails"

2005 Demo (16:50)

Eine Band die sich nach einem Langschiff der Wikinger benennt hat bei mir schon gewonnen. Mit diesen Schiffen sollte den Feinden schon rein optisch Angst eingejagt werden, so dass sie die Waffen strecken ohne zu kämpfen. Geschichtsunterricht ende. DRAGONSHIP aus den USA spielen aber entgegen ihrem Namen keinen Viking- oder Pagan Metal, sondern lupenreinen Heavy Metal der Sorte LIEGE LORD. Der Titelsong "Set the Sails" ist ein Brecher mit richtig Dampf und einem genialen Gitarrensolo und "Predestined Fatality" könnte auch locker von TWISTED TOWER DIRE sein. Alles in allem sind auf dem 4 Track Demo alle gute bis sehr gute Songs. Das Teil kommt leider nur als professionell aufgemachte CD-R (geht in Ordnung - ist ja auch nur ein Demo). Hier muss unbedingt ein komplettes Album her !!! Homepage: www.dragonship.org

Holger

 

ETERNAL LEGACY

"The Coming of the Tempest"

2007 Auburn Records (12 Tracks, 59:02 Min.)

Epischer Power Metal auf spieltechnisch allerhöchstem Niveau bietet diese junge talentierte Truppe (Keyboarder Spencer Phillips ist 15 Jahre alt und beherrscht sein Instrument bereits meisterlich!) aus Ohio, USA. Tragend zur Geltung kommt bei diesem Debüt-Album allerdings der sehr knackige, erdige Gitarrensound der Brüder Jason Vanek, der auch für den Gesang zuständig ist und Lead-Gitarrist Shaun Vanek, der unter anderem auch für die grandiosen WRETCH in die Saiten haut und hin und wieder im wahrsten Sinne des Wortes seinen Sechssaiter zerlegt, wer dieses Jahr beim Headbangers Open Air dabei war, weiß was ich damit meine…- Josh Gatka am Bass und der sehr starke Steve Dukuslow and der Schießbude runden den imponierenden Eindruck der komplexen Powersongs ab und man mag kaum einen Track herausheben, dennoch gibt es mit „Realm Of Wind And Ice“ und „Metal Anvil“ zwei unbedingte Anspieltipps.
Wer sich eine Mischung aus SYMPHONY X und EYEFEAR mit einer leichten Prise alter DREAM THEATER vorstellen kann, der ist hier bestens aufgehoben, ein Leckerbissen für alle anspruchsvollen Metaller und guten Geschmack haben wir doch hoffentlich alle!
Checkt die homepage www.LegacyMetal.com und überzeugt euch selbst von diesem Stahlgewitter auf www.myspace.com/officialeternallegacy.

IronIngo

 

LICH KING

"Necromantic Maelstrom"

2007 Demo

LICH KING kommen aus Massachusetts/USA und fügen sich nahtlos in die Reihe junger Retro-Thrash Bands wie FUELED BY FIRE und MERCILESS DEATH ein. Im Gegensatz zu den eben genannten haben sie aber noch eine Schaufel Aggression draufgelegt. Der Sänger mit dem abgefahrenen Pseudonym -A Fucking Tyrannosaur- brüllt sich in bester Hardcore Manier die Seele aus dem Leib. Den Rest der Band mimen -The Hulk-, -Darth Vader- und -Rambo-. Egal wie die Herren sich auch nennen mögen, sie schrauben euch auf jeden fall die Rübe ab und kotzen euch in den so freigelegten Hals. Wie es sich eben gehört für Superhelden. EXODUS und SLAYER standen auch hier wieder mal Pate für die messerscharfen Killer-Riffs. Wem bei Songs wie "Mascot War" und "Thrashsacre" nicht die Nackenmuskeln zucken oder die Hose aufgeht, der ist entweder tot oder DJ Ötzi Fan. Als krönenden Abschluss gibt es dann natürlich noch eine gelungene Coverversion des EXODUS Klassikers "A Lesson in Violence". Die Scheibe soll noch in diesem August das Licht der Welt erblicken, also schaut immer mal auf www.myspace.com/lichkingband nach dem Stand der Dinge. Ich jedenfalls falle vor dieser Ansammlung von Old School Zitaten auf die Knie und rufe: HAIL TO THE LICH KING !!!

Holger

 

ältere Einträge siehe CD ARCHIV !

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