Anthems of Rebellion

Arch Enemy

"Anthems of Rebellion"

2003 Century Media

Bei den Schweden mit deutscher Verstärkung am Mikrofon handelt es sich um eine meiner absoluten Lieblingsbands. Dem entsprechend war ich auf ihr neues Album gespannt. Viel getan hat sich gegenüber dem genialen Vorgänger nicht. ARCH ENEMY beherrschen ihr Handwerk bis auf's I-Tüpfelchen, soviel steht fest. Michael Amott festigt seine Stellung als Gitarrengott und der Rest der Rhythmus Sektion spielt tight und genau auf den Punkt. Ich habe auch nix Anderes erwartet. Aber der "Gesang" ! Da hat die Scheibe meiner Meinung nach ihren Schwachpunkt. Auf dem Vorgänger fiel der monotone Gesangsstil von Frontfrau Angela Gossow auf Grund der Schnelligkeit und Härte der Songs kaum auf. Beim neuen Output sieht das schon ganz anders aus. Etliche Songs sind im Midtempo Bereich und für ARCH ENEMY Verhältnisse direkt als Zahm einzustufen. Also entweder ihr holt Johan Liiva wieder zurück, oder Madame (die optisch natürlich 'ne gute Wahl ist, he he...) muss sich auf der nächsten CD mehr einfallen lassen. Kleine Anlehnungen an den Nu Metal stören mich da schon weniger, da sie sich echt in Grenzen halten. Einige Songs haben wieder diese unbeschreiblichen Melodien, welche sich nur ein Meister wie Amott aus den Fingern saugen kann. Abwechslungsreich, druckvoll produziert und optisch ansprechend (ich meine damit die limitierte Auflage) ist die CD allemal. Vom reinen Death Metal Sound hat sich die Band mit diesem Album allerdings endgültig losgelöst.

HOLGER

This Swedish band with German strengthening on vocals belongs to my top favorites. Therefore I was very excited about their new album. Not much has changed in comparison to its brilliant predecessor. ARCH ENEMY know their jobs well definitely. Michael Amott consolidates his position as „guitar god“ and the rest of the rhythm section plays very tight as well. In fact I didn’t expect anything else. The main problem are the vocals here. Angela Gossow’s monotonous chanting didn’t come to notice on the predecessor because of the enormous speed and heaviness of the song material. But now things are completely different. Many tracks are held in mid tempo and can be nearly called „tame“ if you know the band from the past. So either get back Johan Liiva or Madam Gossow has to improve her vocals despite her obvious visual qualities. The slight Nu Metal influences do not really bother me and there are several indescribable melodies only Michael Amott is able to create. The CD is varied, well-produced and visually attractive (especially the limited edition).But with this release the band has definitely left the path of pure Death Metal. 

HOLGER

Translation: Peter Schulien